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POLEN

Warschau hofft nun auf die Unterstützung der Nato

WARSCHAU, 12. Mai. Polens Verteidigungsminister Jerzy Szmajdzinski gestand am Montag ein, dass Warschau bereits mit der Nato über die Möglichkeit beraten

Von Thomas Roser

WARSCHAU, 12. Mai. Polens Verteidigungsminister Jerzy Szmajdzinski gestand am Montag ein, dass Warschau bereits mit der Nato über die Möglichkeit beraten habe, die logistischen Möglichkeiten des Bündnisses für solche Missionen nutzen zu dürfen - beispielsweise Unterstützung bei der Erstellung von Einsatzplänen, der Schaffung von Fernmeldesystemen und bei Ermittlungsdiensten.

Szmajdzinski betonte, auch die Bundesrepublik nehme bei ihrem Isaf-Einsatz in Afghanistan diese Nato-Mittel zur Hilfe und wies damit deutsche Berichte zurück, wonach Polen sich mit der Verwaltung einer Militärzone in Irak zu übernehmen drohe. Warschau habe bereits in Kosovo seine Tauglichkeit für Friedensmissionen bewiesen. Für Warschau sei es aber wichtig, dass "die Nato, Deutsche, Belgier und andere" den Irak-Einsatz akzeptierten.

Premier Leszek Miller bekräftigte, sein Land werde die Führung der Militärzone zwischen Bagdad und Basra im Süden des Landes übernehmen. Nach Angaben von Szmajdzinski wird die polnische Militärzone ein Gebiet von 80 000 Quadratkilometern mit vier Millionen Einwohnern umfassen. Der Sektor liege zwischen der britischen und der US-Zone, was die Kooperation mit den beiden anderen Besatzungsmächten "erleichtern" werde. Am 22. Mai sollen sich jene Staaten in Warschau zu einer Konferenz treffen, die sich an der polnisch geführten Einsatztruppe beteiligen wollen: Neben der Ukraine haben auch die baltischen Staaten ihre Bereitschaft bekundet, Truppen nach Irak zu entsenden.

Warschau will 1500 Soldaten nach Irak schicken. Die Einsatzkosten werden großenteils von den USA übernommen, der Sold der Militärs vom polnischen Verteidigungsministerium bezahlt. Den Gewinn, der Polens Firmen beim Wiederaufbau Iraks winkt, schätzt das Wochenblatt Wprost auf zwei bis drei Milliarden Dollar.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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