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Wahlen in den USA: Rekordergebnisse aus Georgia lassen Demokraten hoffen

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Von: Daniel Dillmann

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Rund 20 Tage vor dem eigentlichen Start der Midterms gibt es in Sachen Wahlbeteiligung bereits erfreuliche Nachrichten aus Georgia.

Atlanta - Bei den Midterms in den USA ist der erste Rekord bereits gebrochen. In Georgia nahmen so viele Wähler:innen an der vorzeitigen Stimmabgabe teil wie noch nie bei derartigen Wahlen in den USA in der Geschichte des Bundesstaates. Mit 131.000 wurden fast doppelt so viele Stimmzettel abgegeben wie zum selben Zeitpunkt der Midterms im Jahr 2018. Laut Angaben der britischen BBC lag die Beteiligung an der vorzeitigen Stimmabgabe fast so hoch wie bei der Präsidentschaftswahl 2020.

Diese Daten zu den Wahlen in den USA wurden am Dienstagabend von Wahlbeamten des Bundesstaates veröffentlicht. Demnach stieg die Zahl der abgegebenen Stimmen um 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zudem beteiligten sich bereits rund 12.000 Wahlberechtigte an der Briefwahl. Die Gesamtzahl der bereits abgegeben Stimmen lag damit bei 143.000 und somit sogar höher als bei der Präsidentschaftswahl 2020. Damals hatten zu diesem Zeitpunkt 136.739 Menschen ihre Stimme bereits abgegeben.

Wahlen in den USA: Rekordbeteiligung in Georgia - knappes Rennen deutet sich an

Dem Bundesstaat Georgia kommt bei den dieses Jahr anstehenden Wahlen in den USA eine besonders wichtige Rolle zu. Gleich mehrere enge und entscheidende Rennen werden dort ausgefochten. Neben den Wahlen zum Repräsentantenhaus werden in Georgia auch der Gouverneur und die Vertretung für den US-Senat neu gewählt.

Dort treten der Republikaner Herschel Walker und der demokratische Senator Raphael Warnock gegeneinander an. Ihr Duell gilt als eines der am meisten beachteten im ganzen Land. Walker ist ein enger Vertrauter Donald Trumps. Sollte sein Kandidat den sehr beliebten Amtsinhaber Warnock tatsächlich schlagen können, wäre das ein deutliches Zeichen, dass Trumps Unterstützung den Republikanern nach wie vor Siege verschaffen kann.

Raphael Warnock im Wahlkampf für die Midterms im US-Bundesstaat Georgia.
Raphael Warnock im Wahlkampf für die Midterms im US-Bundesstaat Georgia. © MEGAN VARNER/AFP

Wahlen in den USA: Vier Bundesstaaten entscheiden über Mehrheitsverhältnisse

In den aktuellen Umfragen zu den Midterms in den USA zeichnet sich vor allem in Georgia ein sehr enges Rennen ab. Der Vorsprung, mit dem Raphael Warnock vor Herschel Walker ins Rennen gegangen war, schrumpft zusehends. Auch der Skandal um Herschel Walker, der seine Geliebten zum Schwangerschaftsabbruch drängte und diesen auch bezahlte, obwohl er sich gegen das Recht auf Abtreibung ausspricht, konnte dem Republikaner kaum schaden.

Doch die anscheinend hohe Wahlbeteiligung dürfte die Hoffnung der Demokraten wiederbeleben. Traditionell profitiert die Partei des amtierenden US-Präsidenten Joe Biden von hoher Beteiligung mehr als die Republikaner. Neben Georgia dürften bei den Wahlen in den USA vor allem der Ausgang in Arizona, Pennsylvania und Ohio über die Mehrheitsverhältnisse entscheiden - und somit über die Möglichkeit Biden, überhaupt Entscheidungen in den kommenden zwei Jahren seiner Amtszeit durchzusetzen. (Daniel Dillmann)

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