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„Wann Bubatz legal?“ Scholz verspricht Mann baldige Cannabis-Legalisierung

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Von: Moritz Serif

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Magdeburg
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht in Magdeburg mit Bürgerinnen und Bürger im „Kanzlergespräch“. © Kay Nietfeld/dpa

Kanzler Scholz stellt sich den Fragen des Publikums bei einem Bürgerdialog. Einige hätten sich „das Hirn weggekifft“ doch die Breite habe einen vernünftigen Umgang.

Magdeburg – „Um es mal in der Jugendsprache zu formulieren: Wann Bubatz legal, Herr Bundeskanzler?“, fragte ein junger Mann Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der anlässlich eines Bürgerdialogs in Magdeburg zugegen war. Der Politiker antwortete laut einem Bericht des Nachrichtenportals Focus Online offen und ehrlich, ob es eine Cannabis-Legalisierung geben werde.

„Tja, in dieser Legislaturperiode, also das haben wir in den Koalitionsvertrag geschrieben. Ich gebe gerne zu, dass ich mich da erst habe hinbringen müssen, das richtig zu finden, weil ich erstens nie gekifft habe, also nicht selber einen Beitrag zum Überlegen leisten kann, und zweitens natürlich finde, dass alle Drogen Probleme haben und dass die Rede, es gibt welche, die gar keine Konsequenzen haben, für die eigene Gesundheit, einfach nie stimmt“, so der Kanzler.

Olaf Scholz: Gibt Leute, „die sich das Hirn weggekifft haben“

Es gebe Leute, „die sich das Hirn weggekifft haben und schwere psychische Schäden davongetragen haben, weil sie es sehr übertrieben haben“. Die allermeisten aber hätten einen „halbwegs gesitteten Umgang“ mit Cannabis. Deshalb solle es nun auch legalisiert werden – „und es soll auch ziemlich schnell gehen“, sagte der Bundeskanzler.

Allgemein betrachtet ist Scholz kein Freund des Rausches. Beispiel gefällig? Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 wollte das Publikum wissen, was denn sein Lieblingsbier sei. „Im Wahlkampf auf jeden Fall alkoholfrei“, so die nüchterne Antwort des damaligen Kandidaten. Zigaretten kämen ihm ebenfalls nicht in die Lunge. „Ich rauche nicht“, so Scholz. Fotos vom konsumierenden Kanzler sind daher Mangelware. Eine der wenigen Ausnahmen: 2018 war der damalige Bürgermeister von Hamburg auf dem Oktoberfest zugegen und trank Bier.

Der eigentlich nüchterne Scholz machte eine Ausnahme beim Wahlkampf

Logisch und folgerichtig, dass Scholz im Wahlkampf zur Bundestagswahl viel Sport trieb und kaum zum Alkohol griff. Erst nach dem zweiten TV-Triell, bei dem der SPD-Politiker gegen Armin Laschet und Annalena Baerbock antrat, gönnte er sich zur Feier des Tages eine Flasche Bier. Während es sich Scholz schmecken ließ, ließ er sich umringt von Saskia Esken, Hubertus Heil und Lars Klingbeil von Parteifreund:innen und Anhänger:innen feiern. Ein Moment, der im nüchternen Leben des Olaf Scholz wahrlich Seltenheit hat. (mse/dpa)

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