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Ivanka Trump und Jared Kushner ziehen sich zurück: Donald Trump streitet Konflikt ab

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Von: Sandra Kathe

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Der abgewählte US-Präsident wettert über „Fake News“-Berichte zum Rückzug seiner Angehörigen aus der Politik und betont, die Aktion sei reiner Selbstschutz.

Palm Beach/Washington – Schon kurz nachdem der abgewählte US-Präsident Donald Trump seine erneute Präsidentschaftskandidatur bekannt angekündigt hat, gaben seine älteste Tochter Ivanka und deren Ehemann Jared Kushner bekannt, ihren Vater und Schwiegervater zukünftig nicht mehr politisch unterstützen zu wollen. Beide waren in Trumps Amtszeit als Präsident der USA wichtigen Beratungstätigkeiten mit eigenen Büros und Teams nachgegangen. Über den Grund, warum sie in einer möglichen zweiten Amtszeit auf ihre einflussreichen Positionen verzichten wollen, wird seither heftig spekuliert.

Verschiedene Medienberichte in den vergangenen Wochen legten immer wieder nahe, dass ihre Entscheidung womöglich mit persönlichen Konflikten mit dem abgewählten Präsidenten zusammenhängen könnte. So habe sich Jared Kushner laut New York Magazine etwa nicht für seinen Schwiegervater eingesetzt, nachdem dieser lautstark für ein Treffen mit dem einstigen Rap-Star Kanye West und dessen offen antisemitischem Neonazi-Kumpan Nick Fuentes kritisiert worden war. Kushner selbst ist jüdischen Glaubens.

Ivanka Trump und Jared Kushner haben angekündigt, sich aus der Politik zurückzuziehen. Nun liefert Vater und Schwiegervater Donald eine Erklärung.
Ivanka Trump und Jared Kushner haben angekündigt, sich aus der Politik zurückzuziehen. Nun liefert Vater und Schwiegervater Donald eine Erklärung. (Archivfoto) © Alex Edelmann/AFP

Ärger im Hause Trump? Donald Trump äußert sich zu Ivankas Rückzug aus der Politik

Auch das bislang enge Verhältnis Trumps zu seiner ältesten Tochter Ivanka Trump, die seit 2009 mit Kushner verheiratet ist und mit ihm drei Kinder hat, wird seit einigen Monaten hinterfragt. Es gab sogar Gerüchte, dass Ivanka Trump und Jared Kushner in Ermittlungsverfahren gegen Trump illoyal geworden und Informationen an Ermittler:innen herausgegeben hätten. Auch gegen Ivanka selbst und ihre Brüder Eric und Donald Jr. wird in einigen Verfahren ermittelt. Ivanka Trump selbst hatte in einer offiziellen Stellungnahme betont, dass sie ihren Vater „außerhalb der politischen Arena“ weiterhin unterstützen wolle.

Nun hat sich auch Vater Donald Trump zu den Spekulationen um seine Tochter, die lange als Trump „Lieblingskind“ galt, geäußert und die Chance genutzt, erneut politische Gegner und die ihm nicht-wohlgesonnenen Medien, die er traditionell als „Fake News“ bezeichnet, heftigst zu kritisieren. Denn letztlich wären sie es gewesen, die Ivanka und Jared Kushner zum Rückzug aus der Politik gezwungen hätten.

„Grässliche Widerlinge“: Donald Trump gibt Medien die Schuld an Rückzug seiner Tochter

So zitiert die britische Zeitung Independent einen Social-Media-Post Trumps auf dessen Twitter-Ersatzplattform Truth Social, in der Trump erklärt, dass er Ivanka und Jared gezielt gebeten hätte, nicht mehr Teil seines Wahlkampfteams für 2024 zu sein, um beide vor „gemeinen und fiesen“ Angriffen zu schützen. Diese erfolgten neben den „falschen und korrupten Medien“ auch vonseiten „grässlichen Widerlinge“ („horrendous SleazeBags“) in der Politikwelt und darüber hinaus.

Offiziell hatte Ivanka Trump nach der Bekanntgabe ihres Vaters, ein drittes Mal für das Amt des US-Präsidenten kandidieren zu wollen, erklärt, dass sie sich zukünftig vorrangig um Familie und Privatleben kümmern wolle. Insgesamt gilt derzeit als ungewiss, ob eine dritte Kandidatur Trumps überhaupt zustande kommt. Nachdem Trumps Republikaner bei den Midterms im Herbst deutlich schlechter abgeschnitten hatten als erwartet, bereiten sich Berichten zufolge mehrere republikanische Kontrahenten des abgewählten Präsidenten darauf vor, ihm seine Führungsrolle in der Partei streitig zu machen. (ska)

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