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US-Wahl 2020

Bewaffnete „Security“ vor Wahllokal in Florida - Donald Trump soll sie geschickt haben

  • VonMirko Schmid
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In St. Petersburg, Florida, USA, bauen zwei bewaffnete Männer ein Zelt vor dem Wahllokal auf und geben vor, ein Sicherheitsdienst im Auftrag von Donald Trump zu sein.

  • In St. Petersburg im Landkreis Pinella in Florida geben sich bewaffnete Männer vor einem Wahllokal als Sicherheitsdienstleister aus.
  • Die Männer geben an, dass das Wahlkampfteam von Donald Trump sie beauftragt habe.
  • Alle Informationen über den amtierenden Präsidenten der USA finden Sie in den Trump News.

Florida - Im umkämpften Swing State Florida spitzt sich die Lage vor den Wahllokalen im Vorfeld der US-Wahl 2020 zu. Donald Trump hatte seine Anhänger immer wieder, unter anderem im Rahmen seines Town Hall Meetings, aufgefordert, die Wahlen genauestens zu beobachten. Nun scheinen seine Worte zu fruchten: Vor einem Wahllokal in St. Petersburg tauchten jetzt zwei uniformierte Männer auf, die angaben, für einen Sicherheitsdienst zu arbeiten.

Sheriff Bob Gualtieri will für die Sicherheit der Wahlen in St. Petersburg sorgen - auch gegen vermeintlich von Donald Trump geschickte „Sicherheitsdienste“

Das Team um Donald Trump habe sie angeheuert, sagen die „Security“-Mitarbeiter

Julie Marcus, Wahlleiterin des Landkreises Pinella, gab in einem Interview mit dem Nachrichtensender NBC an, dass der örtliche Sheriff, Bob Gualtieri, sie darüber informiert habe, dass die mit Uniformen eines Sicherheitsdienstes gekleideten und bewaffneten Männer behaupteten, für ein lizensiertes Sicherheitsunternehmen zu arbeiten. Der Auftrag für ihren Einsatz komme direkt aus dem Wahlkampfteam von Donald Trump, gaben die Männer zu Protokoll, berichtet Marcus. Sheriff Gualtieri und sie würden die Lage sehr ernst nehmen. In Florida ist es gesetzlich verboten, sich bewaffnet im Umfeld von Wahllokalen aufzuhalten.

Wahlleiterin Marcus bekräftigt: „Einschüchterung der Wähler, Abschreckung der Wähler, Behinderung der Möglichkeit eines Wählers, bei dieser Wahl eine Stimme abzugeben, ist inakzeptabel und wird in keiner Form toleriert. Wir haben also viele Dinge erwartet, die in diese Wahl einfließen würden. Nicht nur im Bereich Cybersicherheit, sondern physische Sicherheit betreffend. Wir hatten von Anfang an einen Plan und führen diesen Plan weiter aus.“ Man wolle darüber hinaus dem Team um Donald Trump die Möglichkeit einräumen, sich zum Sachverhalt zu äußern.

Das Team um Donald Trump schweigt, Sheriff Gualtieri will die Sicherheit der Wahlen garantieren

Der Sheriff des Landkreises Pinellas, Bob Gualtieri, bekräftigte, dass er alles tun werde, um die Sicherheit der Präsidentschaftswahl zu schützen. Wie genau, das möchte er nicht zu genau skizzieren, um gegenüber etwaigen Angriffen auf die Wahl einen taktischen Vorsprung zu behalten. „Aber ich kann sagen, dass wir eine Kombination aus uniformiertem Personal, das in der Gegend sein wird, und verdecktem Personal einsetzen, um die Situation zu überwachen.“

Während aus Reihen der Trump-Kampagne noch keine Reaktion zum Vorfall in Florida zu vernehmen war, äußerten Nutzer:innen in sozialen Medien wie Twitter die Befürchtung, Donald Trump könnte einen Polizeistaat errichten, würde er wiedergewählt werden.

Florida kommt bei den Wahlen am 3. November und im Rennen um die Präsidentschaft zwischen Donald Trump und Joe Biden eine besondere Rolle zu. Mit seinen 24 Wahlleuten gilt der Sonnenstaat als „Größter Preis“ unter den umkämpften „Battleground States“, in denen weder die Demokraten noch die Republikaner traditionell weit vorne liegen. Fachleute prognostizieren, dass Präsident Trump kaum eine Chance darauf hat, wiedergewählt zu werden, sollte er im Gegensatz zu 2016 in Florida verlieren. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Scott Keeler via www.imago-images.de

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