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Donald Trump: Ermittlungen in Georgia könnten dem früheren US-Präsidenten zum Verhängnis werden

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Von: Karolin Schäfer

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Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA.
Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA. © Mike Sorensen/dpa

In Washington, D.C. laufen die Anhörungen zum Sturm aufs US-Kapitol. Doch auch in Georgia wird gegen Donald Trump ermittelt.

Washington, D.C. – Vor fast zwei Jahren verlor Donald Trump die Wiederwahl zum Präsidenten gegen den demokratischen Konkurrenten Joe Biden. Mit einem lauten Knall verließ Trump das Amt: Neben haltlosen Vorwürfen über Wahlbetrug stürmten Trump-Anhänger:innen Anfang Januar das Kapitol in Washington.

Leise wurde es danach um den ehemaligen Präsidenten der USA nicht. Seither wurden in Untersuchungen und öffentlichen Anhörungen mögliche kriminelle Machenschaften untersucht, darunter auch im Untersuchungsausschuss zum Sturm aufs US-Kapitol. Erst kürzlich sorgten die Darlegungen von Cassidy Hutchinson für Aufsehen. Abseits davon läuft eine Anhörung in Georgia, die Basis für eine Anklage des Ex-Präsidenten bieten könnte.

Donald Trump: Jury lädt Anwaltsteam in Georgia vor

Nach Angaben der britischen Zeitung The Independent hat in dieser Woche eine Jury, die eine mutmaßliche Einmischung in die Wahlergebnisse 2020 in Georgia untersucht, einige Personen aus Trumps damaligen Anwaltsteam vorgeladen. Dabei ist auch Trumps damaliger Anwalt Rudy Giuliani, dessen Lizenz wegen falscher Behauptungen zur Präsidentschaftswahl 2020 vorläufig entzogen wurde. Zudem sind weitere Personen vorgeladen worden:

USA: Vorladungen wegen mutmaßlichem Wahlbetrug – Ermittlungen schreiten voran

Die aktuellen Vorladungen seien das bisher deutlichste Zeichen dafür, dass die Ermittlungen Fortschritte machten, erklärte Norman Eisen, ehemaliger Sonderberater des Justizausschusses des Repräsentantenhauses. „Dies ist wahrscheinlich ein Zeichen dafür, (...) dass es eine Menge rechtlicher Gefahren für Trump und seine Mitarbeiter gibt“, sagte er gegenüber The Independent. Die Ermittlungen in Georgia seien dabei die „größte rechtliche Bedrohung“ für Trump und seine Anhänger:innen.

Fani Willis, Bezirksstaatsanwältin in Georgia, geht davon aus, dass die Jury noch weitere Vorladungen an Trump-Mitarbeiter:innen aussprechen wird. „Alles ist möglich“, sagte sie gegenüber NBC News. „Die Leute dachten wohl, dass wir uns auf eine Art Spiel eingelassen haben. Das ist überhaupt kein Spiel. Was ich tue, ist sehr ernst. Es ist eine sehr wichtige Arbeit. Und wir werden unserer Sorgfaltspflicht nachkommen und sicherstellen, dass wir alle Aspekte des Falles untersuchen.“

Donald Trump: Wackelt die Kandidatur zum Präsidenten 2024?

Empört über die Vorladungen ist vor allem einer – Donald Trump selbst. „Ich habe in Georgia NICHTS falsch gemacht, aber andere schon. Sie haben bei den Präsidentschaftswahlen 2020 geschummelt, und das sind diejenigen, die untersucht (und strafrechtlich verfolgt) werden sollten“, schrieb er am Donnerstag (7. Juli) in seinem sozialen Netzwerk Truth Social.

Eine Strafanzeige wegen Wahlbeeinflussung könnte in jedem Fall die Pläne für eine erneute Kandidatur zum US-Präsidenten 2024 durchkreuzen. Immer mehr ehemalige Berater:innen wenden sich bereits gegen Trump. (kas)

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