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In der mit 1,3 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt sind rund 900 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, über ein neues Unterhaus des Parlaments zu entscheiden.

Marathonwahl

Wahl in Indien beendet

900 Millionen Wähler und 8000 Kandidaten.

Nach knapp sechs Wochen ist Indiens Marathonwahl zu Ende gegangen. In der siebten und letzten Phase der Parlamentswahl waren am Sonntag mehr als 100 Millionen Menschen in Teilen von sieben der 29 Bundesstaaten wahlberechtigt. Alle abgegebenen Stimmen sollen am kommenden Donnerstag ausgezählt werden. Auf dem Spiel steht eine mögliche zweite fünfjährige Amtszeit für die hindu-nationalistische Regierung von Premierminister Narendra Modi.

Im wichtigen Westbengalen kam es am letzten Wahltag, wie bereits im Vorfeld der Stimmabgabe, zu Gewalt zwischen Modis Partei BJP und der Regionalpartei TMC. Beide Seiten gaben an, einige ihrer Kandidaten seien angegriffen worden und Anhänger am Wählen gehindert worden. Gewählt wurde am Sonntag auch in Modis Wahlkreis in der für Hindus heiligen Stadt Varanasi. Im Bundesstaat Himachal Pradesh wählte der 102-jährige ehemalige Lehrer Shyam Saran Negi zum 17.-mal in einer Parlamentswahl – seit dem ersten Urnengang des unabhängigen Indien 1951.

Insgesamt waren seit dem 11. April gut 900 Millionen Wähler in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Mehr als 8000 Kandidaten – davon nur knapp neun Prozent Frauen – kämpften um 543 Sitze im Unterhaus in Neu Delhi. Bei der vorherigen Wahl 2014 hatte die BJP als erste Partei seit 30 Jahren eine absolute Mehrheit erreicht. Diesmal wird ein knapperes Ergebnis erwartet. Umfragen sind in Indien notorisch unzuverlässig. (dpa)

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