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Wagner-Gruppe sendet Vorschlaghammer als Drohung an die EU

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Von: Niklas Kirk

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Ukraine-Krieg: der Kreml-Vertraute und Chef der „Wagner-Gruppe“ Jewgeni Prigoschin
Der Kreml-Vertraute und Chef der „Wagner-Gruppe“ Jewgeni Prigoschin © Mikhail Metzel/Imago

Als Reaktion auf die Einstufung Russlands als Terrorismus-Unterstützer, soll Wagner-Chef Prigoschin einen Hammer als Drohung an die EU versendet haben.

Frankfurt – Der mit dem Kreml verbundene Gründer der Wagner-Söldnergruppe, Jewgeni Prigoschin, erklärte am Mittwoch (28. November) er habe einen Vorschlaghammer an die Europäische Union geschickt. Darüber berichtet das Onlinemagazin The Moscow Times übereinstimmend mit anderen Medienberichten und einem Video, das die Drohgebärden zeigen soll.

Demnach habe ein Anwalt der berüchtigten Miliz einen Geigenkasten mit dem Hammer, der das Logo der Gruppe ziert, an das EU-Parlament übergeben. Seit Donnerstag (24. November) war ein Video-Ausschnitt auf mehreren Telegramkanälen zu sehen und vom kremlkritischen Kanal Nexta geteilt worden.

Wagner-Gruppe sendet Drohung an die EU – Verurteilung Russlands als möglicher Grund

Als Hintergrund für die Drohung wird die Einstufung Russlands als Terrorismus-Unterstützer durch das europäische Abgeordnetenhaus gesehen. Eine Mehrheit von 494 Abgeordneten verurteilte in einer Resolution die „vorsätzlichen Angriffe und Gräueltaten“ Moskaus gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine. In der deutschen Fassung des Beschlusses wird Russland „als dem Terrorismus Vorschub leistender Staat“ geführt.

Derweil reagierte der estnische Außenminister Urmas Reinsalu mit einer symbolischen Geste seinerseits auf das Video. „Terroristen machen sich über die Opfer in der Ukraine lustig. In dieser Woche hat Prigoschin einen Vorschlaghammer an das Europäische Parlament geschickt, nachdem das Parlament Russland zum ‚Terrorismus-Unterstützer‘ erklärt hat.“ wird der 47-Jährige vom Focus zitiert.

„Ich werde diese Handschellen nach Den Haag zum Hauptquartier des internationalen Strafgerichtshofs schicken. Dort werden sie auf Prigoschin und seine Komplizen warten – für die Verbrechen an den Menschen in der Ukraine.“ (nki)

Über eine mögliche Verurteilung von Wladimir Putin als Kriegsverbrecher spricht der Jurist Fin-Jasper Langmack im FR-Interview.

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