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Waffenhandel

Immer mehr Geld für Waffen: Rüstungsausgaben steigen weltweit - Rangliste der größten Waffenhändler

  • vonThomas Borchert
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Rüstungskonzerne verzeichnen erneut Umsatzzuwächse. Die führenden Hersteller legten stark zu, die USA dominieren den Markt nach wie vor.

  • Weltweit sind die Rüstungsausgaben auch im vergangenen Jahr gestiegen.
  • Eine Erhebung des schwedischen Instituts SIPRI zeigt, dass die USA den Markt dominieren.
  • Aufgeholt bei der Rüstung hat der Nahe Osten.

Frankfurt – Die großen Rüstungskonzerne sind im vergangenen Jahr vor allem in den USA und China kräftig gewachsen. Sie müssen sich auf zunehmende Konkurrenz aus Ländern einstellen, die bisher nur Waffen importiert haben. Nach neuen Zahlen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri legten die 25 führenden Rüstungshersteller der Welt zusammen 2019 um acht Prozent auf einen Umsatz von 361 Milliarden Dollar (297 Milliarden Euro) zu.

Hinter der Rangliste aus Schweden mit den erfolgreichsten Waffenschmieden der Welt stecken handfeste geopolitische Entwicklungen: Die nach wie vor souverän dominierenden US-Unternehmen haben vom Kurs des nun abgewählten Präsidenten Donald Trump profitiert. Chinas Streben nach der weltpolitischen Führungsrolle schlägt sich auch darin nieder, dass hier erstmals drei Rüstungsunternehmen unter den Top Ten der Branche zu finden sind.

Russland verliert bei Rüstung, Naher Osten holt auf

Russland dagegen verliert zunehmend an Boden. Die im Kalten Krieg bei der Rüstungsproduktion einst unangefochtene Nummer zwei hinter den USA ist unter den größten 25 Unternehmen nur zweimal vertreten sowie unter den zehn größten gar nicht. Sipri-Expertin Lucie Béraud-Sudreau wies gegenüber der FR darauf hin, dass mit dem Edge-Konzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erstmals ein Unternehmen aus Nahost zu den Branchenführern aufsteigen konnte.

Die Konfliktregion mit extrem hohen staatlichen Militärausgaben galt bisher als unerschöpfliches Absatzgebiet für die klassischen Rüstungsexporteure, allen voran den USA, gefolgt auch von den großen europäischen Lieferanten Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Béraud-Sudreau sagte dazu, der Aufstieg von Edge (2019 durch Zusammenlegung 25 kleinerer Unternehmen entstanden) zeige „den Beginn einer Wende“: „Auch andere aufstrebende Staaten werden sich durch eigene Produktion unabhängiger von ihren bisherigen Lieferanten machen.“

USA dominieren weiterhin Markt für Rüstung

Trotzdem ist die Dominanz der Vereinigten Staaten beim globalen Geschäft mit der Rüstung nach wie vor überwältigend. Nach den Sipri-Angaben sind die fünf größten Unternehmen der Branche allesamt in den USA angesiedelt. An der Spitze stehen die Flugzeugkonzerne Lockheed Martin und Boeing. Zwölf der 25 führenden Unternehmen haben ihre Zentrale in den Vereinigten Staaten und machen 61 Prozent des Gesamtumsatzes aller 25 Branchenführer unter sich aus. Chinas Anteil beträgt 16 Prozent, der russische 3,9 Prozent.

Die westlichen Hersteller haben den Sipri-Angaben zufolge eine massiv höhere „internationale Präsenz“ als die in China und Russland. So sind der französische Konzern Thales und das europäische Gemeinschaftsunternehmen Airbus mit Töchtern in jeweils 24 Staaten die weltweit „am stärksten internationalisierten“ Rüstungshersteller. (Thomas Borchert)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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