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VW-Prozess

Untreue-Prozess: Landgericht Braunschweig spricht VW-Personalmanager frei

  • Ares Abasi
    VonAres Abasi
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Das Landgericht Braunschweig spricht im Untreue-Prozess gegen Volkswagen-Personalmanager, die Angeklagten frei. Die Staatsanwaltschaft wirft vorsätzliches Handeln vor.

Braunschweig – Im Untreue-Prozess um die jahrelange Genehmigung hoher Gehälter für leitende Betriebsräte bei Volkswagen hat das Landgericht Braunschweig die vier angeklagten Personalmanager freigesprochen.

Haben Personalmanager bei Volkswagen jahrelang eine zu gute Bezahlung von Betriebsräten veranlasst? Von dem Vorwurf der Untreue sprach das Landgericht Braunschweig die vier Angeklagten frei. Laut der zuständigen Kammer sei kein strafbares Verhalten nachzuweisen. Die Kammer folgte nicht dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Diese forderte nämlich Bewährungsstrafen und Geldauflagen für die Manager. Der Vorwurf gegen die Angeklagten lautete – zum Teil schwere – Untreue. VW solle einen Teil des Gewinns durch die hohen Zahlungen gemindert haben. Dadurch sollen sie Steuern gespart haben, so die Staatsanwaltschaft.

Im Untreue-Prozess gegen Volkswagen-Personalmanager sprach das Landgericht Braunschweig die Angeklagten frei.

Untreue-Prozess gegen VW-Manager: Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft vorsätzliches Handeln vor

Der Schaden für die Autobauer solle nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als fünf Millionen Euro betragen haben. Kritiker schöpften ebenfalls den Verdacht, dass die Führung über finanzielle Zuschüsse den Betriebsrat vor schwierigen Entscheidungen auf ihre Seite ziehen wollte. Ex-Konzernpersonalchefs Horst Neumann und Karlheinz Blessing waren ebenfalls Angeklagte im Prozess. Nach Aussagen der Staatsanwaltschaft haben alle vier Manager pflichtwidrig und vorsätzlich gehandelt. Die Verteidiger plädierten allesamt auf Freispruch. „Eine erfreuliche Entscheidung, die klarstellt, dass entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft die Vergütung der Betriebsräte bei VW strafrechtlich nicht zu beanstanden ist“, sagte Verteidiger Hanns Feigen über das Urteil.

Im Prozess wurden ebenfalls die Bezüge des langjährigen Ex-Chefs der Belegschaftsvertretung, Bernd Osterloh, verhandelt. In bonusstarken Jahren kam Osterloh auf Gesamtvergütungen von bis zu einer Dreiviertelmillion Euro. Als Zeuge im Prozess betonte er: „Ich war an keiner Entgeltfindung, die meine Person betrifft, beteiligt.“

Volkswagen-Personalmanager: Hintergrund des Untreue-Prozesses

Hintergrund des Prozesses war die Frage, ob drei ehemalige und ein weiterhin tätiger Manager zwischen 2011 und 2016 untypisch hohe Zahlungen für einflussreiche Mitglieder der VW-Belegschaftsvertretung genehmigt haben sollen.

Die Vorwürfe gegen die VW-Manager kamen erstmals 2017 auf. (Ares Abasi mit dpa)

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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