Vorwahlen USA

USA: Biden erfolgreich - Sanders prüft Ausstieg

  • schließen
  • Steffen Herrmann
    Steffen Herrmann
    schließen

Bei den US-Vorwahlen der Demokraten kommt Joe Biden der Präsidentschaftskandidatur ein Stück näher. Was bedeutet sein Erfolg für Bernie Sanders? 

  • US-Demokraten suchen Trump-Herausforderer
  • Ohio verschiebt wegen Coronavirus als nächster US-Bundesstaat Demokraten-Vorwahl
  • Joe Biden führt das Rennen der Demokraten an 
  • Bernie Sanders unter Druck

Update, 18.03.2020, 15.11 Uhr: Nach seiner erneuten Vorwahlschlappe prüft der linksgerichtete US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders, ob er im Rennen bleibt oder aussteigt. „Senator Sanders wird Gespräche mit seinen Unterstützern führen, um seine Kampagne zu beurteilen“, erklärte sein Sprecher Faiz Shakir am Mittwoch. 

Die nächste Vorwahl findet nach jetzigem Stand erst in mindestens drei Wochen statt. Die Coronavirus-Pandemie hat den Vorwahlkalender der US-Demokraten stark durcheinandergebracht, mehrere Vorwahlen wurden verschoben.

Wahlkampf in den USA: Bernie Sanders könnte von den Wahlen zurücktreten

Update, 18.03.2020, 7.00 Uhr: Der Demokrat Joe Biden ist der Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten einen großen Schritt näher gekommen. Bei den von der Coronavirus-Krise überschatteten Vorwahlen gewann der 77-Jährige in Florida, Illinois und Arizona und damit in allen drei Bundesstaaten, in denen am Dienstag abgestimmt wurde. Nun richten sich alle Augen auf seinen linksgerichteten Rivalen Bernie Sanders: Der Senator muss entscheiden, ob er weiter im Rennen bleibt oder aufgibt. 

Einen wahren Erdrutschsieg fuhr Biden im bevölkerungsreichen und damit besonders wichtigen Florida ein: Prognosen zufolge landete der hoch favorisierte Mitte-Politiker mit rund 60 Prozent etwa 40 Prozentpunkte vor Sanders. Auch in Illinois und Arizona fielen die Siege US-Medien zufolge deutlich aus.

Update, 17.03.2020, 12.38 Uhr: Im Duell der demokratischen Präsidentschaftsbewerber  Joe Biden und Bernie Sanders steht an diesem Dienstag in den USA die nächste große Vorwahl-Runde an. Abgestimmt wird in mindestens drei Bundesstaaten: Arizona, Florida und Illinois. 

Auch in Ohio sollte gewählt werden. Wegen der Gefahren des Coronavirus Sars-CoV-2 ordnete die Gesundheitsbehörde jedoch kurzfristig an, dass die Wahllokale geschlossen bleiben sollen. Es sei inakzeptabel, Wähler und Wahlhelfer während einer solchen Gesundheitskrise einem Infektionsrisiko auszusetzen, schrieb Gouverneur Mike DeWine am Montagabend (Ortszeit) zur Begründung auf Twitter.

In den anderen drei Staaten sollen die Wahllokale wie geplant gegen Mittag deutscher Zeit öffnen. Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet.

Wahlkampf in den USA: Coronavirus beeinträchtigt Vorwahlen

Update, 15.03.2020, 08.50 Uhr: Die Präsidentschaftsvorwahlen in den USA treten aufgrund der Coronavirus-Pandemie immer mehr in den Hintergrund. Ähnlich wie der Sport kann auch die Politik ihre Terminpläne nicht mehr einhalten. Nach Louisiana hat nun auch der US-Bundesstaat Georgia die Präsidentschaftsvorwahlen der Demokraten und Republikaner auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die für den 24. März geplante Vorwahl ist nun für den 19. Mai vorgesehen, teilte die Regierung von Georgia am Samstag mit. Die Gesundheit der Wahlhelfer, ihrer Familien und der gesamten Bevölkerung habe für ihn „oberste Priorität“, erklärte der geschäftsführende Regierungsbeamte Brad Raffensperger.

Am 24. März wollten sowohl die oppositionellen Demokraten als auch die Republikaner von US-Präsident Donald Trump in Georgia ihre Vorwahlen abhalten. Nach 66 bestätigten Coronavirus-Fällen und einem Todesfall rief Gouverneur Brian Kemp am Samstag jedoch den Gesundheitsnotstand aus.

Coronavirus-Krise: Louisiana als erster US-Bundesstaat die Präsidentschaftsvorwahl

Update, 13.03.2020, 18.10 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise verschiebt Louisiana als erster US-Bundesstaat die Präsidentschaftsvorwahl der oppositionellen Demokraten. Die für Anfang April geplante Vorwahl werde auf den 20. Juni verschoben, sagte ein Vertreter des Bundesstaates am Freitag. In Louisiana wurde wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 zudem der Notstand ausgerufen.

Louisiana ist der erste Bundesstaat, der Vorwahlen wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 verschiebt. Bevor bei großen Nominierungsparteitagen im Sommer die Präsidentschaftskandidaten der Parteien für die Wahl im November gekürt werden sollen, sind noch in zahlreichen Bundesstaaten Vorwahlen geplant. In 24 Staaten wurden sie bereits abgehalten. Am Dienstag soll in Florida, Arizona, Illinois und Ohio gewählt werden.

Die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten steigt auch in den USA immer weiter an. Der Gesundheitsbehörde CDC zufolge liegt die Zahl der Coronavirus-Fälle bei mehr als 1600. Mehr als 40 Tote wurden verzeichnet. Es dürfte eine hohe Dunkelziffer geben, weil bislang vergleichsweise wenig Tests durchgeführt wurden.

Update, 11.03.2020, 13.45 Uhr: Es gibt doch noch halbwegs positive Nachrichten für Bernie Sanders. Prognosen zufolge hat der 78-Jährige die Vorwahl im US-Bundesstaat North Dakota gewonnen. Das ist allerdings angesichts der deutlichen Niederlagen in Idaho, Michigan, Missouri und vor allem Mississippi, wo Joe Biden allein 81 Prozent der Stimmen erhielt, nur ein schwacher Trost für Sanders. Im Bundesstaat Washington liefern sich beide ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem Sanders derzeit einen Vorsprung von 2084 Stimmen hat. Allerdings sind erst 67 % der Wahlbezirke ausgezählt.

Update, 11.03.2020, 07.20 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich in allen sechs Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur seiner Republikaner am Dienstag (Ortszeit) zum Sieger erklärt. Trump bedankte sich auf Twitter bei den Wählern in den Bundesstaaten Idaho, Washington, North Dakota, Michigan, Missouri und Mississippi für deren Unterstützung. Anders als die Demokraten halten Trumps Republikaner nur pro forma Vorwahlen ab. Trump hat intern keinen ernsthaften Herausforderer und ist als Kandidat seiner Partei für die Wahl im November gesetzt. Die Republikaner haben daher in mehreren Bundesstaaten die Vorwahlen gleich ganz abgesagt. 

Von den bislang bei den Republikaner-Vorwahlen vergebenen Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im August hat Trump so gut wie alle gewonnen. In jenen Bundesstaaten, wo Vorwahlen der Republikaner stattfanden, hat Trump diese Abstimmungen in der Regel mit mehr als 90 Prozent der Stimmen gewonnen.

Update, 11.03.2020, 06.30 Uhr: Der US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat bei den Vorwahlen der Demokraten seinen Siegeszug fortgesetzt. Der frühere Vizepräsident gewann laut Prognosen am Dienstag in mindestens vier von sechs Bundesstaaten: Er siegte in Idaho, Michigan, Mississippi und Missouri gegen seinen linksgerichteten Rivalen Bernie Sanders und konnte damit seine Favoritenrole ausbauen. Der 77-jährige Mitte-Politiker versprach am Wahlabend ein „Comeback für die Seele dieser Nation“. Ergebnisse aus den Bundesstaaten North Dakota und Washington standen zunächst aus. 

US-Vorwahl: Biden ruft Sanders zur Zusammenarbeit auf

Michigan kam bei dieser Vorwahlrunde aber ohnehin die zentrale Rolle zu: Dort wurden 125 und damit besonders viele der Parteitagsdelegierten vergeben, die im Juli den Herausforderer von Präsident Donald Trump nominieren werden. Insgesamt wurde über 352 der 3979 Delegierten entschieden. Sie werden proportional zum Wahlergebnis der Bewerber verteilt. 

Biden rief Sanders noch am Wahlabend zur Zusammenarbeit auf. „Wir haben ein gemeinsames Ziel. Zusammen werden wir Donald Trump besiegen“, sagte der 77-Jährige in einer Ansprache. „Wir werden diese Nation zusammenbringen.“ Er danke Sanders und seinen Anhängern für ihre „unermüdliche Energie und Leidenschaft“.

Zuvor hatten Biden und Sanders Wahlkampfauftritte im US-Bundesstaat Ohio abgesagt. Dort wurden laut dortigem Gesundheitsministerium drei Menschen positiv auf den Coronavirus-Erreger Sars-CoV-2 getestet, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Update, 05.03.2020, 17.01 Uhr: US-Senatorin Elizabeth Warren steigt aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten aus. Mehrere US-Medien berichteten, dass die linksgerichtete Politikerin nach ihrem schlechten Abschneiden am Superwahltag „Super Tuesday“ das Handtuch werfe. Bestätigt ist das bisher noicht. Es wird aber allgemein erwartet, dass Warren sich in Kürze zu ihrem Rückzug äußert.

Eine Wahlempfehlung für ihren ebenfalls linksgerichteten Konkurrenten Bernie Sanders gab Warren bisher nicht ab. Damit wird die Präsidentschaftskandidatur zu einem Duell zwischen Bernie Sanders und dem als gemäßigt geltenden Joe Biden. Der ebenfalls noch im Rennen befindlichen Tulsi Gabbard werden keinerlei Chancen eingeräumt. 

Update, 04.03.2020, 16.18 Uhr: US-Milliardär Michael Bloomberg ist aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten nach Informationen seines Wahlkampfstabs ausgestiegen. Der ehemalige Bürgermeister von New York hatte am Dienstag in Florida Wahlkampf gemacht. Fortan will Bloomberg den früheren Vizepräsidenten Joe Biden unterstützen. Das Wichtigste sei, bei der Präsidentschaftswahl im November Amtsinhaber Donald Trump zu besiegen, erklärte Bloomberg.

Er hatte mehr als eine halbe Milliarde Dollar investiert und bislang lediglich am „Super Tuesday“ im Außengebiet Amerikanisch-Samoa fünf von insgesamt sechs Delegiertenstimmen gewonnen. 

„Super Tuesday“: Fulminanter Erfolg von Joe Biden bei US-Vorwahlen

Update, 04.03.2020, 13.15 Uhr: Noch immer sind bei den US-Vorwahlen noch nicht alle Stimmen ausgezählt. Das Ergebnis fällt dennoch recht eindeutig aus. Der frühere Vizepräsident Joe Biden konnte mindestens neun von 14 Bundesstaaten gewinnen, in denen beim „Super Tuesday“ abgestimmt wurde. Für den Bundesstaat Maine lagen in der Nacht zu Mittwoch zunächst keine Prognosen über einen Sieger vor. Dort lag Biden nach 73 Prozent der ausgezählten Wahlbezirke mit knapp 1700 Stimmen vor Bernie Sanders.

Biden kann auf starken Rückhalt bei schwarzen Wählern bauen und konnte am Dienstag teils fulminante Erfolge in südlichen Bundesstaaten einfahren. So lag er etwa in Alabama nach vorläufigen Ergebnissen der Wahlkommission des Bundesstaats bei mehr als 63 Prozent der Stimmen, Sanders kam dort auf knapp 17 Prozent. In Virginia lag Biden nach vorläufigen Ergebnissen der dortigen Wahlkommission rund 30 Prozentpunkte vor Sanders.

Trotzdem gab sich auch Sanders zuversichtlich. „Heute Abend sage ich euch mit absoluter Zuversicht, dass wir die demokratische Nominierung gewinnen werden und wir den gefährlichsten Präsidenten in der Geschichte dieses Landes schlagen werden“, sagte Sanders in Vermont.

Donald Trump hat innerhalb seiner Partei keine ernstzunehmende Konkurrenz. Die Republikaner haben daher in mehreren Bundesstaaten ihre Vorwahlen abgesagt. Am Dienstag hielten sie aber auch in 13 der 14 „Super Tuesday“-Staaten Vorwahlen ab. Trump erklärte sich in allen diesen Bundesstaaten zum Sieger.

Joe Biden legt Siegesserie hin

Update, 04.03.2020, 08.10 Uhr: Joe Bidens Triumpmarsch geht weiter. Der frühere Obama-Vize gewann am „Super Tuesday“ laut Prognosen auch die Vorwahlen in Texas.  Das meldeten die Sender NBC und Fox News am frühen Mittwochmorgen. Damit hat Joe Biden bisher neun von 14 Bundesstaaten gewonnen.

Update, 04.03.2020, 06.00 Uhr: Damit hatte vorher kaum jemand gerechnet. Der frühere Vizepräsident Joe Biden hat bei den Vorwahlen am „Super Tuesday“ eine unerwartete Siegesserie hingelegt und besitzt nun gute Karten im US-Präsidentschaftsrennen der Demokraten. Nach Prognosen von TV-Sendern über den Ausgang von zunächst elf Vorwahlen gewann Biden in den Bundesstaaten North Carolina, Virginia, Alabama, Tennessee, Minnesota, Oklahoma, Arkansas und Massachusetts. 

Dem bisher führenden Senator Bernie Sanders sagen Fernsehsender drei Siege voraus: In seinem Heimat-Bundesstaat Vermont, in Colorado und in Utah. Auch in Kalifornien dürfte Sanders die Nase vorn haben. Dort ging der Sender Fox News schon so weit, den 78-Jährigen zum Gewinner zu erklären. Die Sender CNN und CBS berichteten zurückhaltender über eine Führung Sanders. Sollte sich dessen Sieg bestätigen, wäre das ein wichtiger Erfolg für Sanders. Immerhin geht es in Kalifornien um 415 Delegiertenstimmen, die beim Nominierungsparteitag der Demokraten im Juli den Präsidentschaftskandidaten der Partei offiziell bestimmen werden, und damit um deutlich mehr als in den anderen 13 Bundesstaaten, in denen am Dienstag abgestimmt wurde. Sanders kann in Kalifornien auf breite Unterstützung bei Latinos bauen.

Offen waren außerdem noch die Ergebnisse in Maine und dem Schwergewicht Texas, in dem sich Biden und Sanders ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. In beiden staaten geht die Tendenz allerdings Richtung Joe Biden.

Update, 04.03.2020, 05.20 Uhr: Bittere Niederlage für Elizabeth Warren in ihrem Heimat-Bundesstaat Massachusetts.  Im US-Präsidentschaftsrennen der Demokraten hat die Senatorin eine Niederlage eingesteckt. Nach Prognosen hat in Massachusetts der frühere US-Vizepräsident Joe Biden gewonnen, wie die US-Fernsehsender NBC und Fox News am Dienstagabend (Ortszeit) nach Schließung der Wahllokale in dem Staat im Nordosten der USA meldeten. 

Schlappe für Michael Bloomberg

Der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, hat nach bisherigem Stand keine großen Siege vorzuweisen. Nach den ersten Prognosen aus zehn Bundesstaaten konnte Bloomberg bei dem großen Vorwahl-Marathon der Demokraten keinen einzigen Staat für sich gewinnen. Er überschritt demnach zwar in mehreren Bundesstaaten die Schwelle von 15 Prozent der Stimmen, um sich einzelne Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer zu sichern, bei denen die Partei ihren Präsidentschaftskandidaten kürt. Er schaffte es aber in keinem der Staaten auf den ersten Rang.

Sanders in Colorado vorne

Der linke Senator Bernie Sanders kann nach Prognosen seinen zweiten Sieg am „Super Tuesday“ verbuchen. Die Sender ABC, NBC und Fox News sahen den 78-Jährigen als Gewinner bei der Vorwahl im Bundesstaat Colorado. Zuvor hatten Fernsehsender Sanders Sieg in dessen Heimat-Bundesstaat Vermont vorausgesagt. Sanders schrieb auf Twitter: „Danke, Colorado!“

Erstmeldung:

Washington - Auftakt zum „Super Tuesday“ in den USA: Die ersten Wahllokale öffneten am Dienstagmorgen um 6.00 Uhr (Ortszeit/12.00 Uhr MEZ) im Bundesstaat Virginia an der Ostküste der USA. In mehr als einem Dutzend der 50 US-Bundesstaaten wird darüber abgestimmt, welcher Kandidat bei der Präsidentschaftswahl am 3. November den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump herausfordern soll.

„Super Tuesday“: Wichtigster Tag für die Demokraten

Es geht um die Stimmen von mehr als einem Drittel aller Delegierten, die beim Nominierungsparteitag im Sommer letztlich den Präsidentschaftskandidaten bestimmen. Somit ist der „Super Tuesday“ der wichtigste Tag im Rennen um die Kandidatur der Demokraten.  

Bei den Demokraten liegt nach bislang vier Vorwahlen der linke Senator Bernie Sanders in Führung. Der 78-Jährige ist auch in landesweiten Umfragen Spitzenreiter. Einen gewaltigen Schub bekam kurz vor dem „Super Tuesday“ allerdings der frühere Vizepräsident Joe Biden: Die ausgeschiedenen Bewerber Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Beto O'Rourke riefen ihre Anhänger dazu auf, nun die Kandidatur des 77-Jährigen zu unterstützen.

Buttigieg, der frühere Bürgermeister von South Bend (Indiana), hatte am Sonntag seinen Rückzug aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten erklärt. Am Montag folgte Senatorin Klobuchar. Der frühere Kongressabgeordnete O'Rourke war schon im November ausgestiegen. O'Rourkes Empfehlung hat im wichtigen „Super Tuesday“-Bundesstaat Texas dennoch Gewicht: Er stammt aus Texas und hat den Bundesstaat im Kongress vertreten.

Die Unterstützungserklärungen für Joe Biden* sollen das gespaltene moderate Lager einen und eine Nominierung des linken Kandidaten Sanders verhindern. Der wichtigste Konkurrent Bidens aus dem moderaten Lager tritt allerdings erst jetzt ins Rennen ein: Der Multimilliardär und frühere New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg steht am „Super Tuesday“ erstmals auf den Wahlzetteln.

Wo wird am „Super Tuesday“ gewählt? 

In folgenden 14 Bundesstaaten: Alabama, Arkansas, Colorado, Kalifornien, Maine, Massachusetts, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee, Texas, Utah, Vermont und Virginia. Gewählt wird zudem im US-Außengebiet Samoa, auch die Demokraten im Ausland beginnen ihre Abstimmung, die noch bis zum 10. März dauert. 

Das Kandidatenfeld der Demokraten 

  • Joe Biden, früherer US-Vizepräsident (hat bisher 54 Delegiertenstimmen gewonnen)
  • Michael Bloomberg, früherer Bürgermeister von New York (bisher 0 Stimmen)
  • Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete aus Hawaii (0 Stimmen)
  • Bernie Sanders, Senator aus Vermont (60 Stimmen)
  • Elizabeth Warren*, Senatorin aus Massachusetts (8 Stimmen)

Und was ist mit den Republikanern am „Super Tuesday“?

Der Kandidat der Republikaner steht im Grunde schon lange fest, US-Präsident Donald Trump hat bereits am Tag seiner Amtseinführung 2017 seine Kandidatur bekanntgegeben. Später fügte er dann noch sein neues Wahlkampfslogan hinzu: „Keep America Great“, auf Deutsch in etwa: Sorgt dafür, dass Amerika großartig bleibt. In die Wahl 2016 war Trump mit dem Slogan „Make America Great Again“ gezogen („Macht Amerika wieder großartig“). Trump nannte dies den besten Wahlkampfslogan der Geschichte.

Trumps erneute Kandidatur bedeutet aber nicht, dass er nicht auch von republikanischer Seite herausgefordert werden könnte. Gegenkandidaten gibt es tatsächlich, und zwar:

  • Roque de la Fuente, Geschäftsmann aus Kalifornien
  • Joe Walsh, ehemaliger Kongressabgeordneter von Illinois 
  • Bill Weld, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts

Chancen haben sie alle drei nicht. Immerhin aber ist es Weld bei den bisherigen Vorwahlen gelungen, eine einzelne Stimme zu gewinnen. Am „Super Tuesday“ dürfte Trump ebenfalls ein Durchmarsch gelingen.

(cs/skr mit Agenturen)

*fr.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion