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Iranische Boden-Luft-Raketen des Systems Bavar („Glaube“ auf Farsi) 373 bei einer Waffenschau in Teheran.

Israel

Vorboten eines Krieges zwischen Israel und dem Iran?

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Israel attackiert neuerdings auch iranische Ziele im Irak und dem Libanon.

Die gewaltige Explosion war in ganz Bagdad zu hören und ließ die Scheiben klirren. Eine halbe Nacht lang loderte die Feuersäule in den Himmel. Am Morgen danach standen auf der Militärbasis im Süden Bagdads nur noch zerfetzte Gebäude und die verbogenen Gerippe der kollabierten Lagerhallen. 2003 als Camp Falcon von der US-Armee errichtet, ging das Areal 2011 in den Besitz der irakischen Streitkräfte über, die es dann schiitischen Milizen überließen. Seit dem Flammeninferno liegt alles in Trümmern. Eine israelische Kampfdrohne hat iranischen Ermittlern zufolge das Munitionslager zur Explosion gebracht. Ein Paramilitär starb, 29 wurden verwundet.

Fünf verheerende Luftangriffe auf Waffendepots

Die Zerstörung von Camp Falcon ist kein Einzelfall. Seit Mitte Juli gab es bereits fünf verheerende Luftangriffe auf Waffendepots pro-iranischer Schiitenmilizen im Irak. Getroffen wurde die Shohada-Kaserne in der Provinz Saladin, der Camp Ashraf Komplex nahe der Grenze zum Iran sowie der Luftwaffenstützpunkt Al-Balad nördlich von Bagdad. Jedes Mal flogen große Mengen an Granaten, Artilleriegeschossen und Raketen in die Luft, mit denen Teheran offenbar seit dem Sommer 2018 auch die irakischen Schiitenmilizen aufrüstet. 

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Zuletzt traf es ein Waffendepot nahe der irakisch-syrischen Grenzstadt Al-Qaim. Die Führung in Bagdad reagierte empört und sprach von einem „eklatanten Akt der Aggression“. Auch der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, das derzeit 5000 Soldaten im Zweistromland stationiert hat, ging auf Distanz zu den mysteriösen Attacken, ohne Ross und Reiter zu nennen. Die „New York Times“ dagegen zitierte zwei amerikanische Regierungsvertreter, die bestätigten, dass Israel hinter den Angriffen stecke.

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Denn Israels Generalstab kalkuliert mehr und mehr auf eigene Rechnung. Angesichts einer möglichen Annäherung zwischen den USA und dem Iran will Israel offenbar den Kampf gegen die iranische Präsenz in seiner Nachbarschaft künftig stärker selbst in die Hand nehmen, was neben Syrien nun auch den Irak und Libanon in diese indirekte Konfrontation mit der Islamischen Republik hineinziehen könnte.

Israelische Drohnen und Kampfjets operieren über dem Irak

Hunderte Angriffe flogen israelische Kampfjets bereits seit 2011 gegen iranische Truppen und ihre Hisbollah-Verbündeten auf syrischem Territorium, so auch kürzlich wieder südöstlich von Damaskus, wo die Al-Kuds-Auslandsbrigade der Revolutionswächter einen Massenangriff mit Kamikazedrohnen auf den Norden Israels vorbereitet haben soll. Seit kurzem nun operierenisraelische Drohnen und Kampfjets auch über dem Irak. Sogar Beirut erlebte am Wochenende zum ersten Mal seit dem Krieg 2006 wieder einen Luftangriff auf das Zentrum der Hisbollah im Süden der libanesischen Hauptstadt. Libanons pro-syrischer Präsident Michel Aoun nannte den Vorfall eine Kriegserklärung. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah schwor Rache für diese „feindselige Aktion“.

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„Seien Sie vorsichtig mit Ihren Worten und noch vorsichtiger mit Ihren Taten“, retournierte Benjamin Netanjahu. Der Iran genieße „nirgends Immunität“, so Israels Regierungschef. Sein Land sei bereit, alle zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, „um uns gegen die iranische Bedrohung an mehreren Fronten zu wehren“. Man habe eine Zahl von offenen und verdeckten Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass sich der Iran in Syrien, dem Irak und Libanon festsetze, bestätigte auch Mossad-Chef Yossi Cohen bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte. Nach seinen Worten versuchen der Iran und die Hisbollah derzeit, einen Teil ihrer Stützpunkte in den Norden Syriens zu verlegen. „Parallel dazu errichten sie Fabriken für moderne Waffen im Irak und im Libanon in dem irrtümlichen Glauben, wir hätten Schwierigkeiten, ihnen dort beizukommen“.

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