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Von Schülern lernen

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Steffen Grimm.
Steffen Grimm. © Privat

Steffen Grimm, Lehrer und stellvertretender Vorsitzender der Energieagentur an der Alexander-von-Humboldt-Schule Viernheim, meint: Klimaschutz sollte Schulfach sein.

Klimaschutz ist so wichtig, dass er ein eigenes Schulfach werden sollte. Das ist natürlich illusorisch. Als Lehrer versuche ich das Thema zumindest immer wieder in den Unterricht einzubringen. Mir ist das persönlich ein Anliegen, denn die Klimaerwärmung bedroht Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen.

An meiner Schule betreue ich deswegen auch eine Klimaschutz-Schülerfirma auf Vereinsbasis: die Energieagentur. Talentierte Schülerinnen und Schüler realisieren dort Maßnahmen, um den Energieverbrauch der Schule zu reduzieren. Dadurch gespartes Geld wird in neue Projekte investiert. Keine Simulation: reale Aktionen, echtes Geld. Am Ende muss eine Steuererklärung gemacht werden.

Als mein Kollege die Agentur vor dreißig Jahren gegründet hat, gab es noch viele Widerstände. Ich bin froh, dass wir heute Rückenwind haben. Wir werden von Schulleitung, Kollegium und Hausmeisterteam bei unseren vielen Vorhaben unterstützt. Zuletzt hat uns zum Beispiel ein anderer Lehrer darauf aufmerksam gemacht, dass der Schulteich eine neue Pumpe braucht. Dank uns wird sie jetzt mit Solarenergie betrieben.

Besonders stolz bin ich – und sind auch die Schülerinnen und Schüler – auf „unsere Windräder“. Die Energieagentur hat an denen früh Anteile gekauft, die sich jetzt auszahlen. Solche Erfolge sind klasse für die Schüler. In meinen Augen sind aber auch die Kenntnisse, die sie in der Arbeit für die Agentur sammeln, ein großer Gewinn. Die meisten Erwachsenen können im Bereich Klimaschutz viel von den Mitgliedern der Energieagentur lernen.

Aufgezeichnet von Jane Escher

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