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Osama Bin Laden: War er der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September?
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Osama Bin Laden: War er der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September?

9/11: Gesellschaft

Verschwörungstheorien zu 9/11 - von Gründen und Abgründen

War Osama Bin Laden der Drahtzieher des Anschlags in New York? Oder nicht doch die CIA? Das Buch „Der Kampf um die Wahrheit“ befasst sich auch mit den Verschwörungstheorien zum 11. September. Ein Auszug.

Der 11. September kann als das erste global bedeutsame Ereignis gelten, das von Anfang an intensiv in dem neuen Medium Internet diskutiert wurde. Bereits am Tag der Geschehnisse fanden sich erste Spekulationen über mögliche Hintergründe der Anschläge im Netz, die sich zu verschiedenen alternativen Erklärungsmodellen verdichteten und nach und nach eine internetbasierte Gegenöffentlichkeit bildeten. Eine populäre journalistische (und auch wissenschaftliche) Analyse bestand zu jener Zeit darin, das Internet als Nährboden für die Entstehung von Verschwörungstheorien zum 11. September und als Ursache für deren Popularität zu betrachten. Der amerikanische Jurist Mark Fenster gibt dagegen zu bedenken, dass nach der Ermordung John F. Kennedys das Misstrauen der amerikanischen Bevölkerung gegenüber der offiziellen Erklärung sogar noch größer war als nach dem 11. September.

Fest steht, dass das Internet Möglichkeiten der Kommunikation und Verbreitung alternativer Deutungen geschaffen hat, die im Rahmen konventioneller Medien nicht existierten. Die im Internet und bald auch in Form von Printmedien verbreiteten Verschwörungstheorien zu den Terror-Ereignissen können grob zwei Interpretationssträngen zugeordnet werden, die auch als LIHOP-Theorie (Let It Happen On Purpose) und MIHOP-Theorie (Make It Happen On Purpose) bezeichnet werden. Zusammen mit der offiziellen Version der Ereignisse existieren also im Wesentlichen drei konkurrierende Erklärungen:

(1) Die offizielle Version: Ende 2004 legte die vom US-Kongress eingerichtete 9/11 Commission ihren Abschlussbericht zu den von ihr untersuchten Ursachen der Terroranschläge vor. Die darin geschilderte Version der Vorgeschichte und der konkreten Abläufe der Ereignisse bildet die offizielle Darstellung der Anschläge, die in den Folgejahren die meisten Regierungen und etablierten Medien der westlichen Welt vollständig oder in großen Teilen übernommen haben.

Demnach waren die Terroranschläge das Ergebnis einer von langer Hand geplanten Verschwörung der islamistischen Terrororganisation Al-Qaida unter Führung von Osama Bin Laden und Chalid Scheich Mohammed. Die Motivation für die Anschläge sei ein tiefsitzender Hass der Verschwörer auf die westliche Welt und vor allem auf die USA gewesen. [...] Insbesondere die Stationierung von US-Truppen in Saudi-Arabien im Zuge des Zweiten Golfkrieges (1990–1991) der USA gegen den Irak und die Operation Restore Hope in Somalia hätten Bin Laden und die Al-Qaida-Führung radikalisiert. Diese militärischen Operationen der USA seien von Al-Qaida als eine Art ‚christlicher Kreuzzug‘ gegen den Islam gewertet worden, den sie rächen wollten.

Am 11. September schließlich, so die offizielle Version, haben 19 islamistische Selbstmordattentäter von Al-Quaida vier Passagiermaschinen gewaltsam unter ihre Kontrolle gebracht. Vier der Attentäter hatten zuvor in den USA Flugstunden genommen und Fluglizenzen erworben. Zwei der entführten Flugzeuge wurden von den Terroristen in die Zwillingstürme des World Trade Centers gelenkt, das dritte in den Außenflügel des Pentagons, das vierte stürzte bei Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania ab, nachdem mehrere Geiseln die Terroristen im Flugzeug angegriffen hatten. Die Beschädigungen in den Twin Towers in New York waren aufgrund der Wucht der Einschläge und der Schwächung der Stahlträger durch die anschließenden Kerosinbrände derartig stark, dass die Gebäude kollabierten. Beim Einsturz des Nordturms fielen Trümmerteile auf ein weiteres Gebäude, das WTC 7. Dies verursachte erhebliche Schäden an der Außenseite des Gebäudes und erzeugte auf mehreren Stockwerken massive Brände. Diese bewirkten eine Ausdehnung einzelner Stahlträger, was schließlich zum Zusammensturz von WTC 7 führte.

Dass es überhaupt so weit kommen konnte, dass Terroristen die Passagiermaschinen entführen konnten, so die Schlussfolgerungen in dem Abschlussbericht der Kommission, ist auf eine ganze Reihe von systemischen Fehlern in den US-Sicherheitsbehörden zurückzuführen. Im Vorfeld existierten zwar durchaus Hinweise auf die bevorstehenden Attentate, doch FBI, Geheim- und Nachrichtendienste waren nicht dazu in der Lage, diese zu einem Gesamtbild zusammenzufügen und die Bedrohung richtig einzuschätzen. [...]

(2) Die LIHOP-Theorie: Diese These hat mit der offiziellen Erklärung der Ereignisse gemeinsam, dass sie hinter den Attentaten eine Verschwörung islamistischer Terroristen unter der Führung von Osama Bin Laden sieht. Im Unterschied zur offiziellen Darstellung wird hier jedoch davon ausgegangen, dass die US-Geheimdienste von den Vorbereitungen zu den Anschlägen wussten, aber absichtlich nichts dagegen unternahmen. Skrupellose Personen innerhalb der Regierung und bei den Geheimdiensten hätten, so die Behauptung, die Anschläge bewusst geschehen lassen, um so eine Rechtfertigung für diverse (zum Teil bereits zuvor geplante) innen- und außenpolitische Maßnahmen zu haben. Die Verschwörung bestünde hier in der Verschleierung des Vorwissens und in der Verhinderung der Abwehr der Anschläge.

(3) Die MIHOP-Theorie: Im Gegensatz zur LIHOP-Theorie geht diese Variante der Deutungen der Anschläge des 11. September von einer aktiven Mitwirkung verschworener Kreise innerhalb der US-Regierung und der Geheimdienste aus. Oftmals wird in diesen Theorien auch der sogenannte ‚militärisch-industrielle Komplex‘ als Umfeld gesehen, aus dem heraus sich die Verschwörung entwickeln konnte. Bei dieser Deutung handelt es sich gewissermaßen um ein Worst-Case-Szenario. [...] Die Attentäter seien dabei über Mittelsmänner (z. B. CIA-Agenten, die Al-Quaida unterwandert haben) beauftragt worden, die Anschläge durchzuführen. Hierfür seien Kontakte der US-Geheimdienste zu Netzwerken islamistischer Kämpfer genutzt worden, die zur Zeit des Krieges zwischen Afghanistan und der Sowjetunion (1979–1989) von den USA gezielt mit Waffen und Geld unterstützt wurden. Weitergehende Varianten der MIHOP-Theorie behaupten gar, dass die entführten Flugzeuge am 11. September in Wahrheit gar nicht von Terroristen gelenkt, sondern [...] durch Fernsteuerung von außen in das World Trade Center und das Pentagon gesteuert wurden.

Die Streitpunkte

Die verschwörungstheoretischen Diskussionen zum 11. September sind von einer enormen Detailversessenheit gekennzeichnet. Jeder Einzelaspekt der Ereignisse, jede Lücke in der offiziellen Darstellung, jede vermeintlich unbedeutende Kleinigkeit wird hin und her gewälzt und auf Anzeichen für eine Regierungsverschwörung überprüft. Die entsprechenden, hauptsächlich im Internet stattfindenden Diskussionen haben von den USA ausgehend nach und nach eine internationale Gegenöffentlichkeit zum Thema entstehen lassen, die in der Regel als 9/11 Truth Movement (dt.: 9/11-Wahrheitsbewegung) bezeichnet wird und deren Anhänger Truther genannt werden. Innerhalb der Bewegung gründeten sich mehrere Interessengemeinschaften und Arbeitsgruppen, die sich auf einzelne Aspekte der Anschläge konzentrieren. Größere Aufmerksamkeit erzielte etwa die Gruppierung Architects and Engineers for 9/11 Truth, ein Zusammenschluss von laut Eigenaussage derzeit über 3000 Architekten und Ingenieuren sowie rund 30 000 weiteren Mitgliedern, die die offizielle Darstellung der Ursachen für den Zusammensturz der Türme des Word Trade Center in Zweifel ziehen und die These einer gezielten Sprengung in Erwägung ziehen. In der Diskussion zwischen Vertretern alternativer Deutungen und der offiziellen Version lassen sich einige besonders umstrittene Themen herauskristallisieren, die gewissermaßen den Kern der Auseinandersetzung ausmachen.

Das Zusammenstürzen der Zwillingstürme und des WTC 7: Einige Vertreter verschwörungstheoretischer Deutungen der Anschläge gehen davon aus, dass die Zwillingstürme des World Trade Center und das WTC 7 durch gezielte Sprengungen kontrolliert zum Zusammensturz gebracht wurden. Hinweise auf eine Sprengung seien unter anderem Berichte von Augenzeugen, die kurz vor dem Zusammensturz Explosionen im Inneren der Gebäude gehört haben wollen. Darüber hinaus hätten die Beschädigungen der Gebäude durch den Aufprall der Flugzeuge und die anschließend ausgebrochenen Brände nicht ausgereicht, um sie bis hin zum Kollaps zu destabilisieren. In den letzten Jahren hat sich die Diskussion immer mehr auf den Zusammensturz von WTC 7 konzentriert. Für Daniele Ganser ist die Frage nach der Ursache für den Einsturz von WTC 7 gar eine der wichtigsten in der gesamten Diskussion. [...] Ein wichtiges Indiz dafür, dass das Gebäude gesprengt wurde, ist für Ganser der Umstand, dass es mehr oder minder symmetrisch in seinem Grundriss kollabierte und dabei auch für etwas mehr als zwei Sekunden im freien Fall fiel. Verdächtig erscheinen ihm auch die Mieter des Gebäudes, zu denen die CIA und das Verteidigungsministerium gehörten. [...]

In ähnlicher Weise [...] argumentiert auch der deutsche Physiker Ansgar Schneider in seinem 2018 erschienenen Buch Stigmatisierung statt Aufklärung . Für Schneider ist die offizielle Version des durch Feuer verursachten Einsturzes von WTC 7 nicht haltbar. Er kritisiert, dass das National Institute of Standards and Technology (NIST), das die offizielle Untersuchung des Zusammensturzes durchführte, die Sprengungshypothese pauschal ablehnt, obwohl es sie gar nicht ernsthaft überprüft hätte, etwa durch die Suche nach Sprengstoff-Rückständen im Schutt des Gebäudes. Diese gab es laut Schneider. Und zwar in Form von kleinen Eisenkügelchen (die nur bei sehr hohen Temperaturen entstehen) und verschiedenen Metalloxiden. [...] Bei Versuchen, bei denen man die Partikel erhitzte, hätten diese stark exotherm reagiert und jene Eisenkügelchen erzeugt, die man ebenfalls in Proben vom WTC 7-Schutt fand. Die Energie, die dabei freigesetzt wurde, sei mit den Reaktionen bei Sprengstoffexplosionen vergleichbar. [...] Eine absichtliche Zerstörung des WTC 7 (sowie auch der Twin Towers) ist für Schneider die gegenwärtig einzige „empirische Erklärung zum Einsturz“. [...]

Die Flugzeugentführer: Bereits am 14. September 2001 erschien die erste Täterliste des FBI mit den Namen der 19 mutmaßlichen Flugzeugentführer. Kurze Zeit später kursierten erste Gerüchte, nach denen einige der genannten Terroristen noch lebten und nichts mit den Anschlägen zu tun hätten. Obschon einige dieser Meldungen nicht überprüft werden konnten, sich als Falschmeldungen oder Namensverwechslungen herausstellten und laut offiziellen Angaben einige der Täter über DNS-Spuren identifiziert werden konnten, hält die Kontroverse über die Identität der Flugzeugentführer bis heute an. So schreibt etwa der deutsche Journalist und Buchautor Mathias Bröckers in dem gemeinsam mit Christian Walter veröffentlichten Buch 11. 9. Zehn Jahre danach. Einsturz eines Lügengebäudes , dass die Berichte über die DNS-Identifizierung einiger Terroristen „allesamt zweifelhaft“ seien und diverse Ungereimtheiten in Bezug auf die Passagierlisten dafür sprächen, „dass die veröffentlichten Listen der Hijacker von Anfang an manipuliert waren“.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch der britische Politikwissenschaftler David Hughes. In einem [...] Artikel mit dem Titel 9/11 Truth and the Silence of the IR Discipline führt Hughes aus: „Die Liste der 19 Männer, die vom Federal Bureau of Investigation (FBI) als die angeblichen Flugzeugentführer genannt wurden, ist bekanntlich problematisch, nicht zuletzt, weil 10 dieser Männer nach 9/11 als noch am Leben bestätigt wurden. Als bewiesen wurde, dass zwei der angeblichen Flugzeugentführer, die am 10. September nach Portland gefahren sein sollen, nicht an 9/11 beteiligt gewesen sein können, tauschte das FBI einfach ihre Identitäten mit denen von Mohamed Atta und Abdul Aziz al-Omari aus – obwohl es keine Beweise gibt, dass Atta an diesem Tag in Portland war [...].“

Vorwissen der Geheimdienste: Vor allem Vertreter der LIHOPTheorie vertreten die Ansicht, dass die US-Regierung und die CIA im Vorfeld der Anschläge von dem Vorhaben der Terroristen erfahren hätten, absichtlich aber nichts dagegen unternommen und gar das FBI bei Ermittlungen blockiert haben. [...] So hätten die Terroristen, die angeblich schon vorher von den Geheimdiensten beobachtet wurden, ohne Probleme in die USA einreisen und sich dort frei bewegen können. Diverse Warnungen von ausländischen Geheimdiensten seien systematisch ignoriert worden. [...]

Terrorübungen: Es sind in den Jahren und Monaten vor den Anschlägen sowie um den 11. September 2001 herum mehrere Anti-Terror-Übungen verschiedener US-Sicherheitsbehörden dokumentiert. Solche Übungen dienen dazu, Abläufe einzustudieren und mögliche Szenarien und Risiken zu antizipieren, um sich dadurch besser auf den Ernstfall vorzubereiten. Für sich genommen sind solche Übungen und Simulationen daher nichts Ungewöhnliches. Einige der Anti-Terror-Übungen weisen jedoch eine erstaunliche inhaltliche und zeitliche Nähe zu den real stattfindenden Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf. Die Krisenübung mit dem Akronym RedEx beispielsweise sollte unter anderem ein Szenario simulieren, in dem Flugzeuge in Gebäude im Herzen Manhattans fliegen. Das Kommandozentrum dieser Übung befand sich pikanterweise im Gebäude WTC 7. RedEx hätte am 12. September 2001 in Manhattan simuliert werden sollen und wurde dann durch den ‚echten‘ Terror am Morgen des 11. September unterbrochen. [...]

Kein Flugzeug traf das Pentagon: Die These, dass das Pentagon am 11. September nicht von einem Flugzeug, sondern von einer Cruise Missile oder Ähnlichem getroffen wurde, ist auch unter Anhängern von Verschwörungstheorien zum 11. September höchst umstritten. Verfechter der These argumentieren, dass die Schäden am Pentagon zu geringfügig seien, als dass sie von dem Aufprall einer Boeing 757 herrühren könnten. Darüber hinaus seien auf Fotos der Einschlagstelle keine Trümmerteile zu erkennen. Laut offizieller Version der Ereignisse hingegen wurde das Flugzeug durch die Wucht des Aufpralls vollkommen zerstört. [...]

Das fehlende Flugzeug: Hierbei geht es um den Absturz des Flugzeuges UA 93 bei Shanksville, das laut der offiziellen Version der Ereignisse nach einem Handgemenge der Entführer mit Passagieren von den Terroristen zum Absturz gebracht wurde. Vertreter verschwörungstheoretischer Deutungen verweisen, ähnlich wie bei dem Flugzeug, das ins Pentagon gesteuert wurde, darauf, dass auf den entsprechenden Fotos keine Trümmerteile zu sehen seien. Ferner kursieren Gerüchte, dass die Maschine von einem Militärjet abgeschossen wurde, was jedoch von offizieller Seite zurückgewiesen wird. Es habe zwar einen Abschussbefehl für Flug UA 93 gegeben, dieser sei aber erst weitergeleitet worden, nachdem das Flugzeug bereits abgestürzt war. Verdächtig erscheinen Anhängern von Verschwörungstheorien auch die Berichte über angebliche Handy-Telefonate der Passagiere des entführten Flugzeugs, die um die ganze Welt gingen. Diese seien aus technischen Gründen gar nicht möglich gewesen[...].

Die verzögerte Flugabwehr: Laut Abschlussbericht der Untersuchungskommission zum 11. September hätten eine Reihe von Kommunikationspannen, zu lange Befehlsstrukturen und nicht auf derartige Ereignisse ausgerichtete Handbücher dazu geführt, dass die nationale Luftabwehr nicht rechtzeitig Kampfjets in die Luft schicken konnte, um die entführten Maschinen abzufangen. Vertreter von Verschwörungstheorien hingegen verweisen darauf, dass die Pannen und Probleme der Flugabwehr am 11. September ein verdächtiges Ausmaß hätten und auf eine gezielte Verzögerung hinweisen. [...]

Die Rolle Osama Bin Ladens: Einige Vertreter verschwörungstheoretischer Deutungen bezweifeln, dass Osama Bin Laden überhaupt etwas mit den Anschlägen vom 11. September zu tun hatte. Am 13. Dezember 2001 hatte die US-Regierung ein Video veröffentlicht, das als Beweis für die Urheberschaft Bin Ladens dienen sollte. Das Video sei von US-Soldaten in Afghanistan gefunden worden. Es zeigt zwei Männer im Gespräch, einer davon soll Bin Laden sein, der über die Planungen der Anschläge berichtet. Das Video ist sehr unscharf, Osama Bin Laden nicht eindeutig zu erkennen. Hinzu kommt: Zentrale Passagen des Videos, die die Täterschaft Bin Ladens beweisen sollen, wurden falsch übersetzt, wie die ARD-Sendung Monitor berichtete. In den folgenden Jahren tauchten immer neue Videos und Audiobotschaften von Bin Laden auf, die seine Verantwortung für die Anschläge vom 11. September belegen sollen. Kritiker überzeugte dies jedoch nicht. [...]

Auch durch die rätselhaften Umstände der Ermordung Bin Ladens erfuhren Zweifel weitere Bestätigung. Laut Angaben der US-Regierung wurde Bin Laden am 2. Mai 2011 von US-Spezialeinheiten in einem Haus im Nordosten Pakistans erschossen. Das Bild Situation Room , das zeigt, wie Präsident Obama und Mitglieder seines Sicherheitsteams über die Operation der Spezialeinheiten informiert werden, ging um die Welt. Die Identität Bin Ladens wurde laut offiziellen Angaben durch DNS-Analysen festgestellt, seine Leiche am 2. Mai 2011 im Arabischen Meer bestattet. Fotos, die angeblich von der Leiche gemacht wurden, hält die US-Regierung bis heute unter Verschluss. [...]

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