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Verkehrsminister Volker Wissing: Fachlich hat er wenig zu bieten

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Von: Moritz Serif

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Volker Wissing: Bei der Reform der Deutschen Bahn könnte es schneller gehen (Archivbild).
Volker Wissing: Bei der Reform der Deutschen Bahn könnte es schneller gehen (Archivbild). © Fabian Sommer/dpa/picture alliance

Volker Wissing muss eine gehörige Portion Kritik einstecken. Kritiker:innen loben seine Qualitäten als Zuhörer. Fachlich mangele es allerdings.

Berlin - Zeit Online schrieb bereits im September 2020, dass Volker Wissing „kein Mann für Experimente“ sei. Nun, fast zwei Jahre später, hat es der FDP-Mann zum Verkehrsminister gebracht. Expertinnen und Experten aus Verbänden, Unternehmen und dem Verkehrsministerium gehen mit dem Politiker jedoch hart ins Gericht.

Wissing sei zwar nett und ein aufmerksamer Zuhörer, fachlich habe er aber wenig zu bieten, berichten der Business Insider und Merkur. Obendrein sei der Verkehrsminister zu unsicher. „Ich hätte mir das nie träumen lassen, aber ich wünsche mir Scheuer zurück“, sagte demzufolge ein Fachmann aus einem Landesministerium.

Volker Wissing musste bereits einen Rückschlag einstecken

Einen ersten Rückschlag musste Volker Wissing bereits wegstecken - seine Digitalpolitik hat er künftig mit mehreren Ressorts abstimmen. Doch dass der FDP-Politiker aktuell nicht die besten Aktien hält, hat mehrere Gründe. Die Reform der maroden Deutschen Bahn ist überaus wichtig, um die Verkehrs- und Klimawende zu meistern.

Bislang ist allerdings so gut wie nichts geschehen. Laut Business Insider hat Wissing eine zuständige Geschäftsstelle aufgelöst. Auch käme zu wenig vom Verkehrsminister hinsichtlich des Deutschlandtakt-Projektes. Jede halbe Stunde soll ein Zug von Stadt zu Stadt fahren. Auch auf dem Land sollen die Menschen bequem umsteigen können - ganz ohne lange Wartezeiten.

„Autoverkehr wichtiger, als erkehrswende“: ADFC kritisiert Wissing und FDP

„Wir haben den Verdacht, dass der FDP der Autoverkehr wichtiger ist, als eine Verkehrswende zugunsten von Rad, Fuß und Bahn“, zitiert Business Insider die ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider. Auch beim 9-Euro-Ticket habe es lange gedauert, bis es zu Gesprächsterminen kam.

Bettina Jarasch, Berlins Verkehrsministerin (Grüne), warf Volker Wissing Tatenlosigkeit vor. Der FDP-Politiker spreche gerne von Verkehrswende und Klimaschutz, geschehen tue jedoch nichts. „Doch da sehe ich von ihm keine wirklich signifikanten Anstrengungen“, sagte Jarasch der Deutschen Presse Agentur. Auch vom FDP-Chef sollte Jarasch in dieser Hinsicht nicht allzu viel erwarten. Lindner will gegen ein Verbrenner-Aus stimmen. (mse mit dpa)

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