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Volker Wissing: FDP-Politiker und Verkehrsminister im Scholz-Kabinett

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Von: Moritz Serif

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Volker Wissing, FDP-Minister, nimmt an einer Sitzung des Bundestages teil. (Archivbild)
Volker Wissing, FDP-Minister, nimmt an einer Sitzung des Bundestages teil. (Archivbild) © Kay Nietfeld/dpa

Volker Wissing (FDP) ist Bundesminister für Digitales und Verkehr in der Scholz-Regierung. Seine politische Karriere beginnt in Rheinland-Pfalz.

Berlin ‒ Volker Wissing (FDP) ist seit dem 8. Dezember 2021 Bundesminister für Digitales und Verkehr im Kabinett Scholz. In Rheinland-Pfalz trat der Politiker als Spitzenkandidat seiner Partei zur Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Südpfalz an. Dabei bekam er zehn Prozent der Erststimmen und erreichte den vierten Platz der Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkreis. Dennoch zog Wissing über die Landesliste in den Bundestag ein.

Volker WissingMitglied des Deutschen Bundestages
Geboren22. April 1970 (Alter 52 Jahre), Landau in der Pfalz
ParteiFDP
Vorheriges AmtMitglied des Bundesrates von 2016–2021
AusbildungWestfälische Wilhelms-Universität Münster (1997)

Wissing ist seit 1998 Mitglied der FDP und seit 2001 Kreisvorsitzender der Partei in Landau. Seit 2000 zählt der Politiker zum Bezirksvorstand der FDP Pfalz — seit 2004 gehört er dem Landesvorstand an. 2007 folgte der Aufstieg zum stellvertretenden Landesvorsitzenden. Außerdem wurde Wissing Mitglied des Bundesvorstandes. Der Jurist ist Vorsitzender des FDP-Bundesfachausschusses Finanzen- und Steuerpolitik und Mitglied im Schaumburger-Kreis, ein Zusammenschluss des liberalkonservativen Wirtschaftsflügels seiner Partei.

Volker Wissing und sein Aufstieg zum FDP-Generalsekretär

2013 gewann Volker Wissing die Wahl zum Beisitzer des Präsidiums der FDP-Bundespartei. Bei diesen Wahlen konnte der Politiker in den Folgejahren ebenfalls triumphieren. Seit 2020 ist der Jurist außerdem Generalsekretär der FDP und trat somit die Nachfolge von Linda Teuteberg an. In den Bundestag zog Wissing erstmals 2004 ein: Damals rückte er für die verstorbene Abgeordnete Marita Sehn in Deutschlands höchstes Parlament nach.

Wissing kam bislang bei jeder Wahl über die Landesliste Rheinland-Pfalz in den Bundestag. 2013 scheiterte die FDP bei der Bundestagswahl allerdings an der Fünf-Prozent-Hürde. Somit schied der Politiker aus dem Parlament aus. 2016 trat der Jurist bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz als Spitzenkandidat seiner Partei an und konnte 6,2 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinen und über die Landesliste in den Landtag einziehen.

Volker Wissing und die erste Ampelkoalition in Rheinland-Pfalz

2016 wurde Wissing Vorsitzender der FDP-Fraktion. Zusammen mit SPD und den Grünen konnte die Partei die erste Ampelkoalition in Rheinland-Pfalz bilden - seinen Fraktionsvorsitz gab der Politiker daraufhin wieder ab. Der Jurist war im Dreyer-Kabinett Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und stellvertretender Ministerpräsident. Zur Landtagswahl 2021 trat Wissing nicht mehr an, da er in die Bundespolitik wechselte.

Das Ministeramt übernahm Daniela Schmitt. Dieser Erfolg gelang der FDP auch bei der Bundestagswahl 2021 unter Spitzenkandidat Christian Lindner. Volker Wissing betreibt außerdem ein eigenes Weingut, ist verheiratet und hat eine Tochter. (Moritz Serif)

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