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Rauch steigt von den brennenden Zwillingstürmen des World Trade Centers in Manhattan auf.
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Rauch steigt von den brennenden Zwillingstürmen des World Trade Centers in Manhattan auf.

„Mein 11. September“ (3)

Völlig losgelöst

  • Boris Halva
    VonBoris Halva
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Wie haben FR-Autorinnen und -Autoren den Tag der Anschläge erlebt? Erinnerungen von Panorama-Chef Boris Halva.

Nein, wir hatten nichts mitbekommen. Gar nichts. Wir hatten in der Nacht zuvor, am 10. September um 5.37 Uhr, unser zweites Kind bekommen. Und waren ein paar Stunden, nachdem das Menschlein geboren worden war, von der Hebamme in unser Zuhause entlassen worden, wo wir uns in einem wohlig-warmen Zauber einrichteten.

Wir bestaunten das Neugeborene und waren dankbar, dass es allen gut ging. So verstrich der erste Tag. Und auch der zweite. In uns und um uns herum: Stille. Und das Gefühl von Geborgenheit.

Bis sich dann, am 11. September gegen Abend, das Unheil auch seinen Weg in unsere kleine, heile Welt bahnte: „Habt ihr das mitbekommen?!“ Die Schwägerin, selbst noch geschockt von den Fernsehbildern, die sie zufällig im Kaufhaus gesehen hatte, merkte gleich, dass wir völlig ahnungslos waren.

Und doch spürten wir sofort: Das war alles viel zu groß für uns. Also ließen wir den Fernseher aus. Und gehören wohl bis heute zu den wenigen Menschen, denen sich die Bilder der einstürzenden Twin Towers nicht ins Gedächtnis gebrannt haben. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Welt nicht verloren ist, solange es eine Zuflucht gibt für die Hoffnung und die Unschuld.

Die Bilder vom 11. September nicht gesehen zu haben, macht es mir leichter, daran zu glauben, dass die Welt nicht verloren ist.

Boris Halva leitet die Panorama-Redaktion der FR.

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