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USA

Republikaner Youngkin siegt in Virginia – Donald Trump verspottet Joe Biden

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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  • Lukas Zigo
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Eine Schlappe für Joe Biden, ein hocherfreuter Donald Trump: Der Republikaner Glenn Youngkin gewinnt die Gouverneurswahl im US-Bundesstaat Virginia.

+++ 15.37 Uhr: Nach dem Sieg des republikanischen Kandidaten Glenn Youngkin bei der Gouverneurswahl in Virginia hat sich der frühere US-Präsident Donald Trump zu Wort gemeldet. In einer Erklärung reklamierte er für sich, dass seine Anhängerschaft für den Sieg von Youngkin verantwortlich sei. Ohne sie sei ein Triumph kaum möglich gewesen. „Die MAGA-Bewegung ist größer und stärker als zuvor“, hieß es in der Erklärung. MAGA ist die Kurzform für „Make America Great Again“ – den Slogan machte Trump zum Hauptmotto des Wahlkampfes zur Präsidentschaftswahl 2016.

Donald Trump mokierte sich in einem weiteren Statement über die Haltung des demokratischen Rivalen Terry McAuliffe in Virginia. Dieser hatte sich im Vorfeld der Wahl stark gegen den umstrittenen Ex-Präsidenten ausgesprochen. „Es sieht so aus, als ob die Kampagne von Terry McAuliffe gegen eine bestimmte Person namens ‚Trump‘ Glenn Youngkin sehr geholfen hat“, so Trump.

Republikanischer Erfolg in Virginia: Donald Trump macht sich über Joe Biden lustig

Des Weiteren griff er die Presse in den USA an. „Alles, was McAuliffe tat, war Trump, Trump, Trump und er hat verloren! Was sagt euch das, Fake News? Ich schätze, dass Leute, die als Demokraten für ein Amt kandidieren, das nicht mehr allzu lange tun werden“, ließ der 75-Jährige verlauten und spielte damit auf Joe Biden, den demokratischen Amtsinhaber im Weißen Haus, an.

Der Republikaner Glenn Youngkin feiert seinen Wahlsieg in Virginia – Donald Trump ist erfreut.

Der älteste Sohn des früheren Präsidenten, Donald Trump Jr., schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: „Wenn Biden morgen Nachmittag aufwacht, wird ihm jemand sagen müssen, dass er jetzt offiziell den Vorsitz über den Zusammenbruch der Demokratischen Partei führt.“ Zahlreiche Personen aus dem Umfeld von Donald Trump greifen Joe Biden immer wieder aufgrund seines fortgeschrittenen Alters an. So nennen sie ihn beispielsweise „Sleepy Joe“, also „Schläfrigen Joe“. Trump selbst ist nur drei Jahre jünger.

Virginia: Trump-Kandidat Glenn Youngkin siegt – Schlappe für Joe Biden zur Unzeit

+++ 9.00 Uhr: Der Republikaner Glenn Youngkin hat laut Hochrechnungen der US-Fernsehsender die Gouverneurswahl im US-Bundesstaat Virginia gewonnen. Youngkin schlug demnach seinen demokratischen Rivalen Terry McAuliffe mit 2,7 Prozentpunkten Vorsprung. „Wir haben das Ding gewonnen“, sagte Youngkin in der Wahlnacht bei einer Rede. Er bezeichnete seinen Sieg als einen „entscheidenden Moment“ für Virginia. Der Bundesstaat werde unter seiner Führung einen neuen Kurs einschlagen. „Und wir werden diesen Wandel am ersten Tag beginnen.“ In den vergangenen acht Jahren hatten die Demokraten den Gouverneur in Virginia gestellt.

Die Niederlage McAuliffes im bislang demokratisch regierten Virginia ist eine schwere Schlappe für Joe Biden und ein schlechtes Vorzeichen für die Zwischenwahlen zum US-Kongress im November 2022. Im Wahlkampf hatten sie auf prominente Unterstützung gesetzt. Biden trat zusammen mit McAuillfe auf, auch der frühere Präsident Barack Obama war vor Ort. Doch viele Menschen in den USA sind ein Jahr nach Bidens Sieg bei der US-Wahl 2020 enttäuscht vom Präsidenten, dessen Reformagenda angesichts von Widerstand im Kongress kaum vorankommt.

Ähnliche Befürchtungen haben die Demokraten auch mit Blick auf die als Midterms bekannten Kongress-Zwischenwahlen in einem Jahr. Die oppositionellen Republikaner könnten dann die Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat zurückerobern und Biden damit entscheidend schwächen.

Wahl in Virginia: Republikaner Glenn Youngkin liegt vorne

Update vom Mittwoch, 04.11.2021, 6.00 Uhr: Der Republikaner Glenn Youngkin hat bei der als wichtiger Stimmungstest geltenden Gouverneurswahl im US-Bundesstaat Virginia Prognosen zufolge gewonnen. Der Republikaner lag bei der Abstimmung knapp vor dem von US-Präsident Joe Biden unterstütztem Kandidaten Terry McAuliffe, wie aus übereinstimmenden Vorhersagen der Fernsehsender CNN und NBC hervorging. Die Wahl in Virginia ein Jahr vor den Kongresswahlen wird im Land aufmerksam verfolgt - für Bidens Demokraten ist das Ergebnis eine heftige Schlappe.

Glenn Youngkin feiert seinen Wahlsieg bei einer Wahlparty.

Youngkin wurde im Wahlkampf von Donald Trump unterstützt - auch wenn sich Youngkin öffentlich von ihm distanzierte und sich auf gemäßigte Wählerinnen und Wähler konzentrierte. Youngkin lag den Prognosen zufolge rund drei Prozentpunkte vorn. Zu Beginn des Wahlabends schien der Abstand zwischen den beiden Kandidaten deutlich größer - McAuliffe holte dann aber noch auf.

Die Wahl gilt als eine Art Lackmustest für Biden, der vor einem Jahr ins Weiße Haus gewählt wurde. Seine Zustimmungswerte sind schlecht wie nie seit seinem Amtsantritt. Er versucht seit langem, zwei Investitionspakete durch den Kongress zu bringen. Biden scheiterte damit aber bislang an Flügelkämpfen in seiner eigenen demokratischen Partei. Beobachtern zufolge ist die Niederlage bei der Wahl in Virginia auch als Quittung dafür zu werten.

Gouverneurswahl in Virginia: Schicksalhafter Tag für Joe Biden

Erstmeldung vom Mittwoch, 03.11.2021: Washington D.C.– Ein Jahr ist es noch, bis in den USA die Kongresswahlen beginnen; ein Stimmungstest könnten die Gouverneurswahlen im Bundesstaat Virginia am Dienstag sein. Zwischen dem Demokraten Terry McAuliffe und dem Republikaner Glenn Youngkin sagen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus. US-Präsident Joe Biden hat zur Wahl McAuliffes aufgerufen, sein Vorgänger Donald Trump unterstützt Glenn Youngkin. Die Republikaner um Donald Trump wollen bei den kommenden Kongresswahlen wieder die Mehrheit im Senat und dem Repräsentantenhaus erobern. Joe Bidens Demokraten verfügen derzeit in beiden Kammern über eine knappe Mehrheit.

Bei der letztjährigen Präsidentschaftswahl in den USA hatte Biden in Virginia mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung vor Trump gewonnen. Lag McAuliffe im Sommer nach Umfragen noch deutlich vor Youngkin, so hat Youngkin zuletzt aufgeschlossen und lag sogar leicht vorne.

Donald Trump warnt erneut vor Wahlbetrug: „Bei dieser Wahl steht alles auf dem Spiel“

Der 64-jährige McAuliffe war von 2014 bis 2018 Gouverneur, Youngkin (54) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Gouverneuren in Virginia ist es nicht erlaubt, für zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten zu kandidieren. Wie McAuliffe auch, können sie aber später ein zweites Mal antreten. Der Demokrat Ralph Northam hat das Amt derzeit inne.

In Arlington warb Biden vergangene Woche für McAuliffe und nannte dessen Herausforderer Youngkin „einen Gefolgsmann von Donald Trump“. In einem Wahlkampfauftritt für seinen Parteifreund warnte Ex-Präsident Barack Obama vor einer „Rückkehr zu dem Chaos, das so viel Schaden angerichtet hat“.

Donald Trump wirbt für Kandidat in Virginia

Trump hingegen teilte am Montag (01.11.2021) mit, Youngkin sein ein „toller Typ“ und habe seine „volle und uneingeschränkte Unterstützung“. Seine Anhänger rief er dazu auf, die Wahllokale zu „fluten“, um damit einen vermeintlichen Betrug auszugleichen. „Bei dieser Wahl steht alles auf dem Spiel.“ Bis heute behauptet Donald Trump, durch Betrug um seinen Wahlsieg gebracht worden zu sein. Dafür gibt es keinerlei Belege.

Der Demokrat McAuliffe versuchte im Wahlkampf, Youngkin mit Trump und einer möglichen erneuten Kandidatur des früheren Präsidenten für die Wahl 2024 in Verbindung zu bringen. McAuliffe schrieb am Montag auf Twitter, die Wahl habe Konsequenzen weit über Virginia hinaus. „Dies ist unsere Chance, eine Botschaft an die Nation zu senden: Hier in Virginia gehen wir nicht zurück.“ McAuliffe rief dazu auf, mit seiner Wahl ein Signal an das Land und die ganze Welt zu senden.

US-Wahlen: Demokratische Innenkämpfe über Infrastruktur stärken Republikaner

In den letzten Wochen waren sinkende Umfragewerte für den Demokraten McAuliffe zu verzeichnen, und diese sind auch auf die Bundespolitik in Washington zurückzuführen. Seit langem versucht Biden – vergeblich –, zwei Investitionspakete durch den Kongress zu bringen, von denen auch die Wählerinnen und Wähler in Virginia profitieren würden. Damit scheiterte er jedoch bislang an Flügelkämpfen in seiner eigenen demokratischen Partei.

Die Ergebnisse der Gouverneurswahl werden am Mittwoch (MEZ) erwartet. Die Wahllokale in Virginia sind von 6.00 Uhr (Ortszeit/11.00 Uhr MEZ) bis 19.00 Uhr (Ortszeit/Mitternacht MEZ) geöffnet. Der Bundesstaat grenzt an die US-Hauptstadt Washington. (Lukas Zigo/dpa)

Rubriklistenbild: © Chip Somodevilla/AFP

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