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Studentinnen und Studenten der Yale Universität, an der auch Brett Kavanaugh studierte, protestieren gegen dessen Nominierung für den Obersten Gerichtshof.

Supreme Court

Vierte Frau erhebt Vorwürfe gegen Brett Kavanaugh

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Mittlerweile sind es vier Frauen, die Brett Kavanaugh sexuelle Übergriffe in verschiedenen Formen vorwerfen. Der Druck steigt auf Donalds Trumps Kandidaten für den Obersten Gerichtshof.

Seit Wochen sieht sich Brett Kavanaugh mit Vorwürfen des sexuellen Übergriffs an Frauen konfrontiert. Drei Frauen beschuldigen Donald Trumps Kandidaten für den vakanten Posten am Obersten Gerichtshof der USA. Nun soll eine vierte Frau ähnliche Vorwürfe gegen Kavanaugh geäußert haben.

Laut Informationen des amerikanischen Fernsehsenders NBC erhielt der republikanische Senator Cory Gardner einen anonymen Brief, in dem eine Frau Übergriffe Kavanaughs aus dem Jahr 1998 beschreibt. Eine Freundin ihrer Tochter sei damals in einer Beziehung mit Kavanaugh gewesen. Nach einem gemeinsamen Abend in einer Bar in Washington D. C. habe der angetrunkene Kavanaugh die Freundin „aggressiv und sexuell motiviert“ gegen eine Wand gestoßen. Mindestens vier Zeugen hätten die Szene beobachtet. Sowohl ihre Tochter als auch ihre „immer noch traumatisierte“ Freundin hätten sich entschieden, anonym zu bleiben.

Donald Trump könnte seine Meinung ändern

Kavanaugh hat diese neue Vorwürfe von sich gewiesen. Es handle sich „um einen anonymen Brief über eine anonyme Person und ihre anonyme Freundin. Es ist lächerlich. Es ist eine Twilight Zone. Und nein, ich habe niemals etwas derartiges getan“, sagte Kavanaugh laut CBS News.

Nach Dr. Christine Blasey Ford und Deborah Ramirez ist es die dritte Frau, die Kavanaugh persönlich der sexuellen Übergriffe beschuldigt. Hinzu kommt Julie Swetnick, die laut ihren Angaben Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde, bei der auch Kavanaugh anwesend war.

Kavanaugh selbst streitet alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe ab. Doch der Druck auf den Kandidaten für den Obersten Gerichtshof wächst. Auch US-Präsident Trump hat in einer 80-minütigen Pressekonferenz erstmals die Möglichkeit eingeräumt, einen anderen Kandidaten für den Obersten Gerichtshof zu benennen. Es sei „möglich“, dass er nach der Anhörung von Dr. Ford seine Meinung gegenüber Kavanaugh ändere, sagte Trump. Nichtsdestotrotz stünde er weiter hinter Kavanaugh. Die Anschuldigen gegen ihn bezeichnete Trump in der Pressekonferenz als einen inszenierten Schwindel („con job“).

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