1. Startseite
  2. Politik

AfD verteilt Pfefferspray an Passanten

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Jan Bollinger, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD im rheinland-pfälzischen Landtag, brachte das Aufenthaltsverbot in Zusammenhang mit sexuellen Straftaten von Flüchtlingen gegen Frauen. Die Polizei stellt die betreffenden Vorgänge anders dar.
Jan Bollinger, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD im rheinland-pfälzischen Landtag, brachte das Aufenthaltsverbot in Zusammenhang mit sexuellen Straftaten von Flüchtlingen gegen Frauen. Die Polizei stellt die betreffenden Vorgänge anders dar. © Imago

Kritik an Wahlkampfaktion: Wegen angeblicher sexueller Übergriffe durch Flüchtlinge verteilt die AfD in Bad Kreuznach Pfefferspray an Passanten.

Eine Wahlkampfaktion der AfD in Bad Kreuznach sorgt für Aufsehen und Kritik: Die Partei hatte am Wochenende an einem Infostand Pfefferspray an Passanten verteilt - wegen angeblicher sexueller Übergriffe durch Flüchtlinge. Zunächst hatte die „Rhein-Zeitung“ darüber berichtet.

„Rechtlich können wir nichts machen, aber es ist moralisch natürlich nicht hinnehmbar“, sagte Bad Kreuznachs Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer (SPD) am Dienstag.

Bei dem Infostand am Samstag wurden nach AfD-Angaben insgesamt 150 Sprays verteilt. Dabei habe man darauf hingewiesen, dass das Spray zur Tierabwehr sei, sagte der Landtagsabgeordnete Damian Lohr als Sprecher der Jungen Alternative (JA) Rheinland-Pfalz. Oder zur Abwehr von Menschen - „aber halt nur in absoluten Notsituationen“, sagte Lohr. 

Aufenthaltsverbote in Parks

Hintergrund der Aktion sei das nächtliche Aufenthaltsverbot in drei Bad Kreuznacher Stadtparks. Auslöser des Ende Juli verhängten Verbots war ein Streit zwischen zwei Gruppen von Zuwanderern in einem der Parks, bei dem es Verletzte gab.

Der Sprecher des AfD-Landesverbands, Jan Bollinger, stellte das Aufenthaltsverbot in Zusammenhang mit sexuellen Straftaten von Flüchtlingen gegen Frauen. Laut Polizei waren an dem Streit in der Grünanlage allerdings nur Männer beteiligt. Das Motiv war den Angaben zufolge eine interne Auseinandersetzung zwischen den Gruppen gewesen. (dpa)

Auch interessant

Kommentare