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In Luxor ist der 18-jährige Deutsche Isa El Sabbagh vor mehr als drei Wochen spurlos verschwunden.

Ägypten

Verschwundener Student in Haft

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Es gibt ein erstes Lebenszeichen vom zweiten in Ägypten verschwundenen Deutschen. Offenbar sitzt er in Haft, weil ihm Kontakte zu Terroristen vorgeworfen werden.

Von dem 18-jährigen Gymnasiasten Isa El Sabbagh aus Gießen, der vor mehr als drei Wochen in Luxor spurlos verschwand, gibt es ein Lebenszeichen. Nach Angaben seines Vaters Mohamed El Sabbagh habe das Auswärtige Amt ihm am Donnerstag mitgeteilt, sein Sohn sei in Haft und die ägyptische Staatssicherheit werfe ihm vor, er stünde mit Terroristen in Kontakt. Das Auswärtige Amt in Berlin verwies auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen und nahm zu der Information keine Stellung. Die Familie des Jungen vermutet eine Racheaktion, weil sein Vater im Internet mehrfach das Regime von Präsident Abdel Fattah al-Sisi kritisiert hat.

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerten die Eltern die Befürchtung, ihr Sohn könnte gefoltert werden. Sollte sich die Information über den Terrorvorwurf bestätigen, könnte das für den Oberschüler, der aus einer deutsch-ägyptischen Familie stammt, gefährlich werden. Nach den derzeitigen Gepflogenheiten der ägyptischen Justiz kann dies überlange Untersuchungshaft und eine drakonische Haftstrafe bedeuten.

Zuvor hatten die ägyptischen Behörden am Montag erstmals offiziell bestätigt, dass sich auch der seit dem 27. Dezember verschwundene Student Mahmoud Abdel Aziz aus Göttingen in ihrem Gewahrsam befindet. Dem deutschen Konsulat jedoch wird bisher trotz intensiver Bemühungen ein Besuch des 23-jährigen Gefangenen verweigert. Sein Vater Amr Abdel Aziz vermutet, dass sein Sohn misshandelt wurde und die deutschen Diplomaten ihn in diesem Zustand nicht sehen sollen.

Nach ihm vorliegenden Informationen will Ägypten seinen Sohn nach Deutschland abschieben, wenn er seine ägyptische Staatsbürgerschaft ablege. Obwohl Mahmoud Abdel Aziz nur einen deutschen Pass besitzt, betrachten ihn die Behörden am Nil wegen seines ägyptischen Vaters als Staatsbürger ihres Landes. Er studiert derzeit an der saudischen Universität Medina.

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