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Säuberungen in Cherson: Russische Offizielle verschwinden

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Von: Moritz Serif

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In Cherson sind russische Beamt:innen verschwunden. Einer von ihnen sei bei einem Autounfall gestorben, heißt es.

Cherson – Neue Entwicklungen im Ukraine-Konflikt: Eine von Russland installierte Beamtin im ukrainischen Cherson ist „verschwunden“, nur wenige Tage nachdem Moskau seine Truppen aus der wichtigen Stadt abgezogen hat. Die stellvertretende Leiterin der von Russland installierten Regionalverwaltung gilt seit Dienstagnachmittag als vermisst, wie ihr Mann Pavel Gubarev am Mittwoch (16. November) auf Telegram mitteilte. Darüber hatte unter anderem Newsweek berichtet.

„Der letzte Ort, an dem sie gesehen wurde, war das Gebäude der Regierung der Region Cherson in Genitschesk“, schrieb er. Nach Angaben der in Lettland ansässigen unabhängigen russischen Nachrichtenagentur Meduza zogen die von Russland ernannten Beamten nach dem Rückzug der Truppen aus der Stadt Cherson nach Genitschesk.

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Gubarev fügte hinzu, dass Wolodymyr Saldo, der vom Kreml zum Leiter der Region Cherson ernannt wurde, ebenfalls nicht weiß, wo sich seine Frau aufhält. Gubareva wurde im Verlauf des Ukraine-Kriegs im Juni zur stellvertretenden Leiterin der Region Cherson ernannt. Ihr Telegram-Kanal wurde seit Montag nicht mehr aktualisiert.

Zuvor war Kirill Stremousov, ein vom Kreml eingesetzter Leiter des besetzten Chersons, bei einem Autounfall am 9. November ums Leben gekommen. Darauf deutet auch eine Aussage des russischen Militärjournalisten Semjon Pegow hin. Demnach habe der persönliche Fahrer von Stremousov bestätigt, dass der Leiter verstorben sei.

Ukrainische Soldaten nach der Befreiung in Cherson.
Ukrainische Soldaten nach der Befreiung in Cherson. © IMAGO/Nina Liashonok

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Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti verlor der Fahrer des Wagens die Kontrolle über sein Fahrzeug, als er versuchte, an einer Kreuzung einen Zusammenstoß mit einem Lastwagen zu verhindern. Stremousov wurde am 11. November in Simferopol beigesetzt.

Zwei Tage nach Stremousovs Tod überlebte ein vom Kreml eingesetzter Führer in der besetzten Stadt Melitopol in der ukrainischen Region Saporischschja Berichten zufolge einen Attentatsversuch. RIA Novosti berichtete, dass der stellvertretende Sportminister von Melitopol, Andrei Boyko, nach einer Explosion am 11. November ins Krankenhaus eingeliefert wurde. (mse)

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