Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Ex-Bundespräsident muss jetzt schwer nachdenken.
+
Der Ex-Bundespräsident muss jetzt schwer nachdenken.

Christian Wulff

Die verpfändete Luxusuhr des Christian Wulff

  • VonKatja Tichomirowa
    schließen

Eine Rolex-Uhr, private Kredite und diverse Gefälligkeiten: Neues aus dem Ermittlungsverfahren gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff.

Eine als Sicherheit hinterlegte Rolex-Uhr, private Kredite und diverse Gefälligkeiten – aus dem laufenden Ermittlungsverfahren gegen den im Februar zurückgetretenen früheren Bundespräsidenten Christian Wulff hat die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am Wochenende neue Details publik gemacht hat.

So soll Christian Wulff als Sicherheit für zwei Kredite des befreundeten Unternehmers Egon Geerkens seine Rolex-Uhr und wertvolle Bücher hinterlegt haben. Wulff sei nach der Scheidung von seiner ersten Frau im Jahr 2007 knapp bei Kasse gewesen und habe sich insgesamt 90.000?Euro von ihm geliehen, soll Geerkens der Staatsanwaltschaft in Hannover gesagt haben.

Mehr als 40 Zeugen

Die Ermittler vernahmen dem Bericht zufolge in den vergangenen sieben Monaten mehr als vierzig Zeugen, nach Informationen des Magazins Focus auch Wulffs Ehefrau Bettina. Sie habe sich am 1. Oktober überraschend als Zeugin zum Vorwurf der Vorteilsnahme gegen ihren Mann geäußert, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Zuvor hatte Bettina Wulff sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berufen.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen gegen Wulff steht der Filmproduzent David Groenewold. Er hatte für zwei gemeinsame Aufenthalte auf Sylt die Hotelkosten für das Ehepaar Wulff übernommen, eine Schuld, die Christian Wulff später bar und zwar mit Geld von seiner Frau beglichen haben will.

Zu dieser Zeit soll Wulffs Privatkonto 12.534 Euro Soll aufgewiesen haben. Ein Umstand, der es der Staatsanwaltschaft Hannover unglaubwürdig erscheinen ließ, dass Bettina Wulff Bargeld für einen Aufenthalt auf der Insel Sylt erübrigen konnte.

Nur Geldbuße?

Wulff hatte sich bereits während seiner Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident für die unternehmerischen Interessen Groenewolds eingesetzt, was den Verdacht der Vorteilsnahme zumindest nahelegt. Gegen Groenewold wird zudem wegen des Verdachts ermittelt, er habe unter Eid falsche Angaben gemacht. Sie betreffen einen gemeinsamen Aufenthalt Groenewolds und Wulffs in München. Dort steht in Frage, wer ein Upgrade für das Hotelzimmer der Wulffs bezahlt hat und ob Wulff davon wusste.

Die Staatsanwaltschaft Hannover will sich noch in diesem Monat zum Verfahren gegen Wulff äußern. Denkbar scheint sowohl die Einstellung der Ermittlungen gegen eine Geldbuße als auch die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den früheren Bundespräsidenten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare