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Schwere Verluste für Russland: „Putins Koch“ reagiert mit drastischer Forderung – FBI jagt ihn

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Von: Tobias Utz

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„Putins Koch“ wollte zuletzt russische Kinder an die Front in der Ukraine schicken. Nun fordert er den Einsatz von Abgeordneten.

Moskau – Jewgeni Prigoschin, auch als „Putins Koch“ bekannt, hat kürzlich zugegeben, dass er im Jahr 2014 die berüchtigte „Wagner“-Gruppe gegründet hat. Er habe eine „Gruppe von Patrioten“ für Kämpfe im Osten der Ukraine rekrutiert und entsandt, so Prigoschin. Er soll vor allem Gefängnisinsassen angeheuert haben, um für Russland zu kämpfen. Er durchforste die Straflager vor allem nach „Mördern und Räubern“, hieß es bereits mehrfach.

Nun hat Prigoschin auf Russlands schwere Verluste im Ukraine-Krieg reagiert: Wie das Nachrichtenportal Nexta berichtet, forderte er russische Duma-Abgeordnete auf, in den Krieg zu ziehen. Sie müssten sich der „Wagner“-Truppe anschließen und an der Front in der Ukraine kämpfen, so Prigoschin. Zuletzt sorgte „Putins Koch“ bereits für Aufsehen, als er den Einsatz von russischen Kindern im Ukraine-Krieg forderte.

News zum Ukraine-Krieg: FBI jagt „Putins Koch“

„Putins Koch“ muss sich jedoch nicht für seine Forderungen im Ukraine-Krieg verantworten: Das FBI ist Prigoschin bereits seit Jahren auf den Fersen. Ihm wird eine „mutmaßliche Beteiligung an einer Verschwörung zum Wahl-Betrug“ in den USA vorgeworfen. Prigoschin soll unter anderem hinter eine Troll-Farm und einer Social-Media-Kampagne im Kontext von verschiedenen US-Wahlen stecken. Als Zeitraum der Beeinflussung werden die Jahre zwischen 2014 und 2018 genannt. Elf weitere Personen sollen beteiligt gewesen sein. Für Hinweise, die zur Festnahme Prigoschins führen, hat das FBI eine Belohnung von 250.000 US-Dollar ausgesetzt.

Russland im Ukraine-Krieg
Jewgeni Prigoschin (r.) hat russische Abgeordnete aufgefordert, die Armee an der Front in der Ukraine zu unterstützen. © Archivfotos: TASS / Imago Images, SNA / Imago Images | Collage: IPPEN.MEDIA

Prigoschins „Wagner“-Truppe steht hingegen unter Verdacht, in zahlreichen Ländern aktiv zu sein. Verschiedenste Kriegsschauplätze soll sich die Gruppierung zunutze gemacht haben, unter anderem Syrien, Lybien und Mali. Dort verfolgt Wladimir Putin seine ganz eigenen Interessen.

Schon gewusst?

Der St. Petersburger Unternehmer Jewgeni Prigoschin erlangte seinen Spitznamen „Putins Koch“ als einer der Lieferanten der Küchen im Kreml.

(tu mit dpa/AFP)

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