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Polizisten verhindern das Eindringen von Demonstranten in das "Gefahrengebiet Hambacher Forst".

Hambacher Forst

Verletzte und Festnahmen bei Zusammenstößen

Bei den Protesten gegen die Räumung und geplante Rodung des uralten Waldes im Hambacher Forst nimmt die Polizei am Sonntag 14 Demonstranten fest. Acht Menschen werden verletzt.

Bei der Räumung von Baumhäusern im Hambacher Forst hat es am Sonntag Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Fünf Demonstranten und drei Beamte wurden verletzt, wie die Polizei in der Nacht zum Montag mitteilte. Sechs Menschen wurden in Gewahrsam genommen, es gab 14 Festnahmen und 27 Platzverweise. Die Polizei war auch in der Nacht weiterhin mit Einsatzkräften vor Ort.

Nach Polizeiangaben demonstrierte die überwiegende Anzahl der Protestteilnehmer am Sonntagmittag friedlich für den Erhalt des Hambacher Forstes. Einige seien aber in den Wald vorgedrungen. Dabei hätten sie teils „unter Anwendung massiver Gewalt“ an mehreren Stellen versucht, die polizeiliche Absperrung zu durchbrechen.

28 Baumhäuser von Polizei im Hambacher Forst geräumt

In einigen Fällen hätten die Beamten „körperliche Gewalt, Schlagstock und auch Reizgas einsetzen müssen, um das unkontrollierte Vordringen in den Gefahrenbereich des Forstes zu verhindern“. Einigen Demonstranten gelang es demnach trotzdem, in den Wald zu gelangen. Die Demonstranten hätten bis in den Abend hinein versucht, zu den bereits geräumten Baumhäusern vorzudringen. Dabei sei es immer wieder zu Konfrontationen mit Polizeibeamten gekommen.
Laut Polizei wurden bislang 28 Baumhäuser geräumt, 19 davon wurden bereits abgebaut. Die Räumungsmaßnahmen sollten am Montag fortgesetzt werden.

Der Hambacher Forst war in den vergangenen Monaten zum Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen die Kohleverstromung geworden. Ein Teil des zwischen Aachen und Köln gelegenen Waldgebiets ist seit geraumer Zeit von Klimaaktivisten besetzt. Der Energiekonzern RWE will ab Mitte Oktober einen weiteren Teil des Waldes roden, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau zu erweitern. (afp)

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