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Ein älterer Iraker und ein Angehöriger der Sicherheitskräfte betrachten das Wrack eines Wagens, der in unmittelbarer Nähe der Autobombenexplosion in Bakuba abgestellt war.
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Ein älterer Iraker und ein Angehöriger der Sicherheitskräfte betrachten das Wrack eines Wagens, der in unmittelbarer Nähe der Autobombenexplosion in Bakuba abgestellt war.

Verheerendes Bombenattentat in Irak

Sprengsatz tötet mindestens 70 Menschen / Nato-Einsatz bleibt umstrittenBei dem schwersten Anschlag seit der Machtübergabe vor einem Monat sind am Mittwoch auf einem belebten Marktplatz in der irakischen Stadt Bakuba mindestens 70 Menschen getötet worden. Dossier: Irak nach dem Krieg

Bagdad · 28. Juli · rtr/dpa/ap · 56 Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei der Explosion verletzt. Ein Selbstmordattentäter hatte den Sprengstoff in seinem Fahrzeug vor einer Polizeiwache gezündet. Dort hatten rund 250 Arbeitssuchende gewartet, um sich rekrutieren zu lassen, berichteten Augenzeugen.

Viele Passanten waren zudem auf dem Platz unterwegs, um einzukaufen. Während die Polizeiwache durch Betonmauern geschützt war, traf die Detonationswelle mit voller Wucht die Wartenden vor der Wache und die umliegenden Gebäude. Die Explosion riss einen tiefen Krater in die Straße. Der US-Militärsprecher Marshall Jackson sprach von ausschließlich zivilen Opfern. Sanitäter bargen verstümmelte Leichen, Polizisten brachten Verletzte auf Kleinlastern ins Krankenhaus. Bakuba gilt als Zentrum des Widerstands gegen die US-Besatzung.

Der Anschlag ereignete sich kurz vor Beginn der Nationalversammlung. Am Samstag beraten rund 1000 Delegierte über die Zukunft und wählen einen Nationalrat, der die Übergangsregierung kontrollieren soll. Nahe der Stadt Suwarijah wurden sieben irakische Soldaten und 35 Aufständische bei einem Gefecht getötet, teilte ein polnischer Militärsprecher mit. Auch US-amerikanische und ukrainische Soldaten seien darin verwickelt gewesen.

Bei einem Anschlag nördlich von Bagdad kam laut einem Militärsprecher ein US-Soldat ums Leben. Beim Einschlag einer Granate in der Hauptstadt wurden zwei Iraker, darunter ein Kind, getötet. Zwei weitere starben beim Versuch, eine Öl-Pipeline zu sabotieren. In der Provinz Anbar stürmten Unbekannte nach Polizeiangaben das Haus des dortigen Gouverneurs und entführten drei seiner Söhne. Danach zündeten sie das Gebäude an.

Bei den Planungen zur Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte durch die Nato bahnt sich ein Streit zwischen Frankreich und den USA an. Die USA wollen mit dem Training bereits nächste Woche beginnen. Frankreich ist nach Angaben aus diplomatischen Kreisen gegen eine Präsenz in Irak und erwägt, einen entsprechenden Beschluss der Allianz zu blockieren. Die Bundesregierung bleibt dabei, keine deutschen Truppen einzusetzen.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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