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Ukraine-Krieg: „Geht auf die Straße“ – Selenskyj ruft zu globalen Demos auf

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Von: Daniel Dillmann

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Wolodymyr Selenskyj meldet sich erneut zu Wort - und wendet sich nach einem Monat Ukraine-Krieg mit einem Appell an die Welt.

Update vom Donnerstag, 24.03.2022, 06.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für Donnerstag (24.03.2022) zu weltweiten Protesten gegen die russische Invasion in die Ukraine aufgerufen. „Geht mit ukrainischen Symbolen auf die Straße, um die Ukraine zu verteidigen, um die Freiheit zu verteidigen, um das Leben zu verteidigen“, sagte Selenskyj in einer am Mittwochabend (23.03.2022) veröffentlichten Videobotschaft. Am Donnerstag ist der russische Einmarsch in die Ukraine genau einen Monat her.

Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. © Ukraine Presidency/Ukraine Presi/Imago Images

In der Aufzeichnung ist Selenskyj sichtlich erschöpft in den leeren Straßen Kiews zu sehen. „Die Welt muss den Krieg stoppen“, appellierte er. „Kommt aus euren Büros, euren Häusern, euren Schulen und Universitäten“, forderte er.
Selenskyj räumte ein, dass der letzte Monat „lang“ gewesen sei. Er lobte aber den ukrainischen Widerstand, der viel heftiger gewesen sei, als Russland erwartet habe. Die Ukraine würde so lange kämpfen, wie es nötig sei. „Dies ist ein Krieg für die Unabhängigkeit, und wir müssen ihn gewinnen“, sagte er. „Wir werden jede Stadt wieder aufbauen und die Invasoren für jedes Verbrechen zur Rechenschaft ziehen“, versprach er. „Unser ganzes Volk wird in einer freien Ukraine leben“.

Selenskyj übersteht Attentat – und droht Russlands Piloten

+++ 08.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde zum mächtigsten Mann Europas gewählt. In einer Liste der 28 mächtigsten Menschen Europas steht Selenskyj an erster Stelle und führt somit in der „Publikumswahl“ des US-Magazins Politico. Ein Wähler beschrieb den ukrainischen Führer als „Leuchtfeuer der Hoffnung“, das nach „Frieden, Demokratie und Anstand“ strebe.

Ukraine-Krieg: Selenskyj übersteht Attentat – und droht russischen Piloten

Update vom Mittwoch, 23.03.2022, 06.40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat allen Piloten russischer Kampfflugzeuge für ihre Einsätze gegen Ziele in der Ukraine mit persönlicher Verantwortung gedroht. „Sie werden zur Rechenschaft gezogen, wie auch immer“, sagte er in der Nacht zum Mittwoch. „Heute oder morgen, das ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es unausweichlich ist.“

Als besonderes Beispiel nannte er den Abschuss eines russischen Kampfbombers über der schwer umkämpften Hafenstadt Mariupol. „Und so wird es jedem gehen, der unsere Menschen tötet, friedliche Menschen in unserem friedlichen Land.“ Den russischen Piloten sei offenbar nicht klar, was für Befehle sie ausführten: „Die Tötung von Zivilisten ist ein Verbrechen.“

Ukraine-Krieg: Selenskyj übersteht Attentat – „Kämpft, um unser Volk zu retten“

+++ 22.19 Uhr: Am Donnerstag (24.03.2022) wird ein außerordentlicher Nato-Gipfel stattfinden. Mit dabei sein wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Der 44-Jährige soll per Video zu dem Treffen geschaltet werden, so der Sprecher Serhij Nykyforow gegenüber Unian.

Das Treffen findet exakt vier Wochen nach dem Beginn des Angriffs von Russlands statt. Für den Gipfel wird auch Joe Biden* aus den USA nach Brüssel reisen. Am Ende der Woche wird der US-Präsident weiter nach Warschau reisen, es ist die dritte Europareise seit seinem Amtsantritt 2021.

+++ 20.15 Uhr: Während in der Ukraine weiter gekämpft wird, setzt Wolodymyr Selenskyj seine diplomatische Reise durch die Parlamente der Welt fort. Am Mittwoch (23.03.2022) wird der Präsident per Videoschalte im Parlament von Japan sprechen. Danach wird er in einer zweiten Schalte in Frankreich sprechen.

Der Krieg gegen das ukrainische Volk geht alle Völker Europas und ihre Parlamente an.

Das erklärte die Nationalversammlung von Frankreich in Paris

Der Präsident der Ukraine sprach bereits vor mehreren Parlamenten. Zuletzt war er per Video in das Parlament von Italien geschaltet worden. Hier rief er nicht nur zu einem harten Vorgehen gegen Oligarchen aus Russland auf, sondern warnte auch vor erneuten Herausforderungen durch die starken Fluchtbewegungen. Vor diesen Parlamenten sprach Selenskyj bereits:

+++ 17.22 Uhr: Nach fast einem Monat Krieg in der Ukraine gibt es weiterhin kaum Hoffnung auf Frieden. Angesichts zunehmender Gewalt gegen Zivilisten rief Präsident Wolodymr Selenskyj seine Landsleute in einer neuen Videobotschaft zum Durchhalten gegen die russischen Truppen auf. Beide Kriegsparteien berichten am Dienstag von Geländegewinnen. Immer mehr Menschen fliehen vor Bomben und Schüssen - auch nach Deutschland. Bei den diplomatischen Bemühungen gab es keine erkennbaren Fortschritte. Russland drohte den USA sogar mit einem Abbruch der Beziehungen. UN-Generalsekretär António Guterres äußerte die Einschätzung, dass Moskau den Krieg nicht gewinnen kann.

Selenskyj appellierte an seine Landsleute, alles zu tun, um den Staat zu schützen. „Um unser Volk zu retten. Kämpft. Kämpft und helft!“ Der in Kiew ausharrende Staatschef rief dazu auf, die „Eindringlinge“ zu vertreiben.

NameWolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj
Alter44 Jahre (geboren am 25. Januar 1978)
verheiratet mitOlena Selenska (seit 2003)
ParteiSluha narodu
PositionPräsident der Ukraine

Ukraine-Krieg: „Seien Sie nicht länger ein Urlaubsresort für Mörder“

+++ Update, 15.45 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sich erneut zu Wort gemeldet. Diesmal sprach der ukrainische Präsident in einer Videoschalte im italienischen Parlament über die Ereignisse in seinem Land. Selenskyj warf Russland vor, die Seewege der Ukraine zu verminen und so eine weltweite Nahrungsmittelknappheit zu provozieren.

Von Italien verlangte Wolodymyr Selenskyj weitere Sanktionen gegen Mitglieder der russischen Elite. „Seien Sie nicht länger ein Urlaubsresort für Mörder“, so der ukrainische Präsident, der die Abgeordneten in Rom aufforderte, das Eigentum russischer Oligarchen in Italien zu beschlagnahmen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Kiew offenbar dem nächsten Attentat entgangen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Kiew offenbar dem nächsten Attentat entgangen. © dpa

Ukraine-Krieg: Attentat auf Wolodymyr Selenskyj in Kiew

Erstmeldung: Kiew – Wolodymyr Selenskyj ist im Ukraine-Krieg längst zum Symbol des Widerstands gegen Russland geworden. Allein deshalb steht der ukrainische Präsident im Fadenkreuz des Kremls – und ist nun offenbar zum wiederholten Mal einem Anschlag auf sein Leben entgangen. Laut Angaben der ukrainischen Spionageabwehr sei ein Attentat auf Selenskyj gestoppt worden.

Demnach sei eine Gruppe russischer Saboteure, angeführt von einem Geheimdienstler, in der Stadt Uschgorod im Dreiländereck zwischen der Ukraine, der Slowakei und Ungarn festgenommen worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Unian in der Nacht zum Dienstag. Es soll sich um etwa 25 Männer gehandelt haben, die auf dem Weg nach Kiew waren. In der ukrainischen Hauptstadt hätte die Gruppe laut Geheimdienstinformationen mehrere Ziele verfolgt: die Ermordung Selenskyjs sowie weitere Sabotageakte, die Russland und dem Kreml im Ukraine-Krieg strategische Vorteile verschafft hätten.

Wolodymyr Selenskyj: Zur Person

Wolodymyr Selenskyi entgeht im Ukraine-Krieg dem nächsten Attentat

Als Tarnung soll die Gruppe sich als Territorialeinheit der Ukraine ausgegeben haben, um so bis nach Kiew vorzudringen. Uschgorod liegt etwa 800 Kilometer vor der ukrainischen Hauptstadt entfernt. Die Angaben zu den Zielen und dem Plan der Saboteure lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt allerdings nicht unabhängig überprüfen. Im Ukraine-Krieg sollen Agenten im Auftrag von Russlands Präsident Wladimir Putin bereits mehrfach versucht haben, Wolodymyr Selenskyj zu töten. Der ukrainische Präsident soll insgesamt bereits drei Attentaten entgangen sein. Das berichtet die Sunday Times aus Großbritannien. Russland soll für die Attentate sowohl Söldner der berüchtigten Wagner-Gruppe eingesetzt haben als auch Spezialeinheiten aus Tschetschenien beauftragt haben.

Wolodymyr Selenskyj wendet sich im Ukraine-Krieg ans eigene Volk

Wolodymyr Selenskyj meldete sich am Morgen aus der im Ukraine-Krieg weiter hart umkämpften Hauptstadt Kiew. In einer Videobotschaft an alle Ukrainer rief der Präsident seine Landsleute zum Widerstand gegen Russland und seine Armee auf. Gleichzeitig stellte Selenskyj weitere Verhandlungen mit Moskau* über eine Waffenruhe in Aussicht.

Offenbar ist allerdings nicht nur der Sturz des ukrainischen Präsidenten geplant: Auch Russlands Präsident Putin soll weichen. Die Elite des Landes positioniert Berichten zufolge bereits einen Nachfolger. (dil/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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