Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mursi-Gegner demonstrieren vor dem Präsidentenpalast und zeigen Plakate mit dem Foto von Armeechef Abdel Fattah al-Sisi.
+
Mursi-Gegner demonstrieren vor dem Präsidentenpalast und zeigen Plakate mit dem Foto von Armeechef Abdel Fattah al-Sisi.

Ägypten

Vereint gegen Ausländer

Säkulare und Islamisten demonstrieren in Kairo weiter. Sowohl die Islamisten als auch ihre Gegner machten Stimmung gegen ausländische Vermittler.

Säkulare und Islamisten demonstrieren in Kairo weiter. Sowohl die Islamisten als auch ihre Gegner machten Stimmung gegen ausländische Vermittler.

Eigentlich ist das Fest des Fastenbrechens ein Freudenfest: Doch in Ägypten nutzen die politischen Gegner den Beginn der Feiertage für große Protestkundgebungen. Tausende von Islamisten forderten am Donnerstag, der entmachtete Präsident Mohammed Mursi solle wieder eingesetzt werden. Sowohl die Islamisten als auch ihre Gegner machten Stimmung gegen ausländische Vermittler. Die EU will ihre Bemühungen um eine Lösung des ägyptischen Konflikts dennoch fortsetzen; aus dem Ressort der Außenbeauftragten Catherine Ashton wurde verlautbart, alle Konfliktparteien sollten „Ruhe bewahren und auf jeden Fall Gewalt vermeiden“. Die Muslimbrüder errichteten unterdessen am Eingang zu ihrem zentralen Protestlager vor der Rabea-al-Adawija-Moschee in Kairo eine Betonwand. Beobachter glauben, die Polizei werde wegen der Feiertage vor Montag die Camps nicht räumen.

Suche nach „rein ägyptischer Lösung“

Eine Kundgebung der „Tamarud“-Bewegung auf dem Tahrir-Platz stand am Donnerstag unter dem Motto „Fest der nationalen Unabhängigkeit gegen ausländische Einmischung“. Bei einer zweiten Kundgebung der Mursi-Gegner vor dem Präsidentenpalast trugen Demonstranten Plakate mit dem Foto von Armeechef Abdel Fattah al-Sisi.

„Tamarud“ (Rebellion) hatte Ende Juni Millionen Menschen mobilisiert, um gegen die da noch regierenden Muslimbrüder zu demonstrieren. Daraufhin setzte die Armee Mursi am 3. Juli ab.

Westliche und arabische Diplomaten hatten zuletzt vergeblich versucht, in Kairo einen Kompromiss auszuhandeln. Sie befürchten, dass eine dauerhafte Marginalisierung der Islamisten zu mehr Gewalt führt. Einige empfinden diese Bemühungen als „Einmischung“. Der von der Armee eingesetzte Übergangspräsident Adli Mansur hat die Vermittlungsversuche für gescheitert erklärt. Er rief die Ägypter auf, ihre „persönlichen Interessen zugunsten des geeinten Vaterlandes hintanzustellen“. Die Partei der Muslimbrüder teilte mit, sie habe die Ausländer nicht um Vermittlung gebeten.

Auch die Partei Starkes Ägypten („Masr al-Kawija“) betonte, es müsse eine „rein ägyptische Lösung“ gefunden werden. Die Partei, deren Chef Abdel Moneim Abul Futuh ein abtrünniger Muslimbruder ist, warnte vor einem gewaltsamen Ende der Islamisten-Proteste. Es heißt, Abul Futuh sei der Lieblingskandidat der Saudis für das Präsidentenamt. Ein islamisch-konservativer Staatschef wäre ihnen wohl lieber als ein säkularer Volkstribun wie zu Zeiten Nassers. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare