Studie

Verbreiteter Antisemitismus

Viele Vorfälle für das Jahr 2019 dokumentiert.

Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) hat in seinem ersten Jahresbericht 1253 antisemitische Vorfälle für 2019 dokumentiert. Darin eingeflossen sind die Zahlen aus den Bundesländern Berlin (881), Brandenburg (138), Bayern (178) und Schleswig-Holstein (56), wie der Geschäftsführer des RIAS-Bundesverbandes, Benjamin Steinitz, am Mittwoch in Berlin mitteilte. Aus den restlichen Bundesländern seien die Daten weniger aussagekräftig, da dort 2019 noch keine eigenständigen Meldestellen existierten. So seien für das übrige Bundesgebiet im vergangenen Jahr 200 antisemitische Vorfälle gemeldet worden.

Mit Blick auf die Pandemie warnte RIAS vor einer Zunahme antisemitischer Verschwörungsfantasien und antisemitischer Symbole bei Demonstrationen, die sich gegen die Corona-Maßnahmen richteten. So seien bei Protesten mehrfach Schutzmasken mit gelbem Stern aufgetaucht, in dessen Mitte „Impfgegner“ oder „ungeimpft“ stand. (epd) 

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