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Daniel Kriener am Flughafen International Airport Simon Bolivar.

Venezuela weist deutschen Botschafter aus

Venezuelas Präsident Maduro fordert den deutschen Botschafter zur Ausreise auf. Der Grund: Er hatte Maduros Gegner Guaidó am Flughafen begrüßt.

Venezuela weist den deutschen Botschafter in Caracas wegen Unterstützung der Opposition aus. Botschafter Daniel Kriener sei wegen der Einmischung in Venezuelas interne Angelegenheiten zur Persona non grata erklärt worden und müsse das Land binnen 48 Stunden verlassen, erklärte das venezolanische Außenministerium am Mittwoch. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte den Vorgang, derzeit werde das weitere Vorgehen abgestimmt, „auch vor Ort mit unseren Partnern“, erklärte eine Sprecherin.

Kriener hatte den selbsternannten venezolanischen Übergangspräsidenten Juan Guaidó bei dessen Rückkehr nach Caracas am Montag zusammen mit anderen europäischen Botschaftern und Unterstützern auf dem Flughafen begrüßt. Deutschland erkennt den oppositionellen Parlamentspräsidenten Guaidó als Übergangspräsidenten an, ebenso wie inzwischen mehr als 50 Länder.

Staatschef Nicolás Maduro hatte dem Oppositionsführer mit seiner Festnahme gedroht, da dieser trotz eines Ausreiseverbots am 23. Februar das Land verlassen hatte. Die Rückkehr setzt den umstrittenen linksnationalistischen Präsidenten unter Druck: Geht er gegen Guaidó vor, riskiert er massiven internationalen Protest - die USA hatten sogar eine militärische Intervention nicht ausgeschlossen. Sollte Maduro auf eine Festnahme verzichten, könnte dies seine Autorität schwächen. (afp)

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