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Venezuelas Übergangspräsident Juan Guaidó hat vor einer Festnahme gewarnt.

Venezuela

Guaidó warnt vor seiner „Entführung“

Venezuelas selbsternannter Interimspräsident will heute nach Venezuela zurückkehren. Die USA warnen vor einer Festnahme des Oppositionsführers. 

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó hat Staatschef Nicolás Maduro davor gewarnt, ihn bei seiner für Montag geplanten Rückkehr in seine Heimat festnehmen zu lassen. Ihn zu „entführen“ wäre „zweifellos einer der letzten Fehler“, den das Regime begehen würde, sagte Guaidó am Sonntagabend in einer Online-Videobotschaft. Seine Rückkehr nach Venezuela sei eine „historische Herausforderung“. Der inzwischen von rund 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannte Guaidó hat für Montag zu neuen Protesten aufgerufen.

Guaidó war im Februar trotz eines Ausreiseverbots ins benachbarte Kolumbien gereist. Zudem besuchte er in den folgenden Tagen Brasilien, Paraguay, Argentinien und Ecuador. Sein Gegenspieler Maduro hat angekündigt, dass sich Guaidó wegen der unerlaubten Ausreise in Venezuela vor Gericht wird verantworten müssen.

Guaidó ignorierte Ausreisesperre 

Die venezolanischen Behörden ermitteln gegen den Oppositionspolitiker und Parlamentspräsidenten, weil er sich am 23. Januar zum Interimsstaatschef erklärt und zu Maduros Sturz aufgerufen hatte. Die Behörden hatten Guaidó wegen der gegen ihn laufenden Ermittlungen die Ausreise aus Venezuela untersagt.

Die Europäische Union hat die venezolanische Regierung vor einer Festnahme Guaidós bei dessen Rückkehr gewarnt. In einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini vom Samstagabend hieß es, jegliche Maßnahme, die Guaidós "Freiheit, Sicherheit oder persönliche Integrität" gefährde, werde die Spannungen erheblich eskalieren.

Hilfsgüter gelangen nicht ins Land 

Vergangene Woche hatte Maduro seinen Widersacher vor einer Rückkehr gewarnt. „Guaidó kann nicht einfach kommen und gehen, die Justiz hatte ihm das Verlassen des Landes verboten“, sagte er in einem Interview des US-Senders ABC.

Venezuela verfügt über die weltweit größten Öl-Vorkommen, leidet aber dennoch seit Jahren unter einer schweren Versorgungskrise. Vergangenes Wochenende scheiterte Guaidós Versuch, Hilfsgüter von Kolumbien und Brasilien aus nach Venezuela zu bringen. An Grenzübergängen kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Gegnern Maduros und venezolanischen Sicherheitskräften, mehrere Menschen wurden getötet und Hunderte verletzt. (dpa/afp)  

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