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Nuklearprogramm

USA werfen China Bruch der Nordkorea-Sanktionen vor

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Die USA beschuldigen China, illegalen Handel mit Nordkorea zu treiben. Außerdem werde das Nuklearprogramm des Landes unterstütz.

  • Die USA beschuldigen China, mit Nordkorea unerlaubt Handel zu treiben.
  • Seit 2006 bestehen strenge UN-Sanktionen gegen Nordkorea.
  • China weist die Vorwürfe von sich, hofft aber auf eine Lockerung der Sanktionen.

Washington – China habe die Sanktionen gegen Nordkorea „schamlos verletzt“. Diese Anschuldigungen bringt der für Nordkorea zuständige Beamte des US-Außenministeriums, Alexander Wong, nun laut der Nachrichtenagentur Reuters in einer Rede vor dem Center for Strategic and International Studies in Washington vor.

Vorwurf der USA: China beherbergt Arbeiter aus Nordkorea

Nach Wongs Angaben beherbergt China rund 20.000 Arbeiter aus Nordkorea. Außerdem hätten die USA in mehr als 550 Fällen beobachtet, wie Schiffe Kohle und andere Waren von Nordkorea nach China transportiert hätten. Beides ist laut den seit mehreren Jahren bestehenden UN-Sanktionen verboten. China wolle die Sanktionen, für die das Land seit 2006 mehrfach gestimmt habe, rückgängig machen, so Wong.

Unterstützung für Atomwaffenprogramm in Nordkorea durch China?

Der wohl schwerwiegendste Punkt der Anschuldigung ist die Angabe der USA, dass China „mehrere Dutzend“ Mitglieder des nordkoreanischen Programms zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen oder von Banken aus Nordkorea beherberge. China versuche, Handelsverbindungen mit Nordkorea wiederzubeleben, so Wong.

Die chinesische Regierung weist die Anschuldigungen der USA von sich. Man halte sich an die UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Dennoch hatte China zusammen mit Russland in der Vergangenheit die Hoffnung ausgedrückt, dass eine Lockerung der Sanktionen die festgefahrenen Verhandlungen rund um das nordkoreanische Atomprogramm wieder in Gang bringen könnte.

USA verhängten schon in 50er-Jahren Sanktionen gegen Nordkorea

Spätestens seit der damalige US-Präsident George W. Bush im Oktober 2001 Nordkorea als „Schurkenstaat“ bezeichnet hat, ist auch das Atomprogramm des Landes immer wieder Thema auf der Weltbühne. Sanktionen gegen Nordkorea haben die USA bereits nach Ende des Koreakrieges in den 1950er-Jahren eingeführt. Umfassende Sanktionen mit Billigung der UN wurden in der UN-Resolution 1718 im Jahr 2006 erlassen, wenige Tage nach dem ersten offiziellen Atomwaffentest des ostasiatischen Landes.

Unter US-Präsident Donald Trump sah es dann einige Zeit so aus, als näherten sich die USA und Nordkorea nach rund 60 Jahren Konflikt wieder einander an. Sogar zwei Treffen zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un gab es. Nachhaltig waren die Versuche der Annäherung allerdings nicht. Vielmehr hätten die USA und Nordkorea zeitweise kurz vor einem Krieg gestanden, erklärte Donald Trump. Und so lässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen, Massenvernichtungswaffen zu entwicklen und präsentierte erst vor wenigen Wochen neue nordkoreanische Interkontinentalraketen. (Marcel Richters mit Reuters)

Rubriklistenbild: © dpa

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