Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Verteidiger der Waffenfreunde: Wayne LaPierre.
+
Verteidiger der Waffenfreunde: Wayne LaPierre.

US-Politik

USA: NRA-Chef Wayne LaPierre schießt in Video mehrfach auf Elefanten

  • Luisa Weckesser
    vonLuisa Weckesser
    schließen

Der oberste Waffenlobbyist der USA, Wayne LaPierre, geht auf die Jagd. Ein Video zeigt den Lobbyisten wie er mehrfach auf einen Elefanten schießt, doch die falsche Stelle trifft.

Botswana - Der neunminütige Clip, den Naturschützer als „krank“ bezeichnen, zeigt LaPierre 2013 auf einer Jagd im Okavango-Delta in Botswana. Die National Rifle Association (NRA), die als die größte Lobbyorganisation für Schusswaffenbesitz in den USA gilt, finanzierte den Aufenthalt. Bei dem Trip wurde auch eine Promotion-Serie namens „Under Wild Skies“ gedreht.

Die Jagd hatte offenbar den Zweck, afrikanische Savannah-Elefanten zu töten. Diese Elefantenart wurde Anfang dieses Jahres offiziell als gefährdet eingestuft. Nachdem professionelle Guides eine Gruppe der größten lebenden Landsäugetiere aufgespürt hatten, erwies sich LaPierre aber als „schlechter Schütze“, wie das Video zeigt.

Waffengesetzte in den USA: Wayne LaPierre erweist sich als nicht fähig, einen Gnadenschuss abzugeben

An die Öffentlichkeit sollten die Aufnahmen jedoch eigentlich erst gar nicht gelangen. Das von der Nichtregierungsorganisation „Trace“ erhaltene und am Dienstag von der Zeitung „The New Yorker“ veröffentlichte Filmmaterial wurde verschrottet, nachdem NRA-Beamte befürchtet hatten, dass es eine PR-Katastrophe sein würde.

Nachdem LaPierres erster Schuss den Elefanten verwundet, bringen ihn die Führer näher an das bereits am Boden liegende Tier heran. Der schießt aus nächster Nähe und trifft das Tier trotzdem dreimal an der falschen Stelle. Schließlich tötet einer der Begleiter den Elefanten.

Später am selben Tag soll auch Susan LaPierre geschossen haben. Nachdem die Jagd-Führer einen Elefanten für sie aufgespürt hatten, den die Frau von LaPierre auch souverän tötete, schneidet sie ihm den Schwanz ab und hält ihn mit dem Wort „Sieg!“ in die Luft.

Auch Donald Trump Jr., der zeitweise als Nachfolger von Wayne LaPierre bei der National Rifle Association gehandelt wurde, hatte in der Vergangenheit Jagd auf bedrohte Tierarten gemacht. Begleitet wurde der älteste Sohn von Donald Trump dabei meist von seinem Bruder Eric Trump.

NRA-Chef Wayne LaPierre: Tierschützer kritisieren Umgang mit dem Tier

Nach zahlreichen Massakern werden in den USA immer wieder Forderungen nach schärferen Waffengesetzen laut - und meistens scheitern diese genau so schnell, wie sie aufkamen. Ein Grund dafür ist die National Rifle Association (NRA), die als politisch sehr einflussreich gilt.

Nach dem Video von Geschäftsführer Wayne LaPierre dürfte es allerdings allerdings eng für die NRA werden, die in der Öffentlichkeit immer betont, dass nur gute Menschen mit Waffen schlechte Menschen mit Waffen stoppen könnten. Zudem kritisieren Tierschützer LaPierre für den miserablen Umgang mit dem Tier. (Luisa Weckesser)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare