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Washington District of Columbia USA Weißes Haus
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Das Weiße Haus in Washington D.C.: Schauplatz eines unsichtbaren Anschlages?

Mutmaßliche Attacken

USA: Mysteriöse Erkrankungen am Weißen Haus - Behörden vermuten Anschlag hinter „Havanna Syndrom“

  • VonMirko Schmid
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Die USA stehen womöglich im Kampf gegen einen unsichtbaren Feind. Nach Attacken auf US-Botschaften soll auch das Gelände des Weißen Hauses betroffen sein.

Washington D.C. - In der US-Hauptstadt Washington D.C. könnte es einen versteckten Anschlag gegeben haben. Verschiedene Bundesbehörden prüfen einen möglichen Angriff mittels Mikrowellenstrahlung. Einer dieser unsichtbaren Attacken soll sich nach Informationen des US-Nachrichtensender CNN in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses ereignet haben.

Bei dem mutmaßlichen Angriff könnte es sich um eine Fortführung der Begebenheiten in Kuba, Russland und China handeln. In diesen drei Ländern berichteten Angestellte der dortigen Botschaften und Konsulate von identischen Symptomen. Dabei handelte es sich um Schwindel und pochende Kopfschmerzen, ein Betroffener soll zudem irreparable Hirnschäden erlitten haben.

„Havanna-Syndrom“: USA untersuchen mögliche geheime Angriffe

Ausgangspunkt der Serie von mutmaßlichen Attacken war Kuba, genauer die dortige Hauptstadt Havanna. Angesichts der noch nicht restlos geklärten Ursache firmiert die Symptomatik in den USA derzeit als „Havanna-Syndrom“. Ebendort reagierte die USA unter Donald Trump mit einem radikalen Stellenabbau, diverse Mitglieder des diplomatischen Dienstes wurden abgezogen.

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In einem kürzlich freigegebenen Bericht des State Department Accountability Review Board aus dem Jahr 2018 erntet die Trump-Administration herbe Kritik. Ihre „übermäßige Geheimhaltung“ der Vorfälle sowie „schwerwiegende Mängel in der Reaktion des Außenministeriums“ hätten die Gesundheit Dutzender US-Bürger:innen im Ausland gefährdet. Weiter heißt es: „Der Vorstand stellt fest, dass das Fehlen eines designierten Beamten auf der Ebene des Unterstaatssekretärs, der die Angelegenheit verantwortet, der bedeutendste Mangel in der Reaktion des Ministeriums“ gewesen sei.

Die Regierung um Joe Biden hingegen hat bereits reagiert. Sein Außenminister Antony Blinken hat die Diplomatin Pamela Spratlen, ehemalige US-Botschafterin in Usbekistan und Kirgisistan, als Chefermittlerin eingesetzt. Als Senior Advisor leitet sie die Ermittlungen der bereits 2018 eingerichteten Health Incident Response Task Force. Berichten wird sie direkt an Blinken und das Außenministerium.

Nach mutmaßlichen Attacken auf US-Botschaften nun Verdachtsfall in den USA

Das kündigte Außenminister Blinken selbst an: „Wir haben keine höhere Priorität als die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter. Botschafterin Spratlen wird uns dabei helfen, dieses Problem überall dort anzugehen, wo es Mitarbeiter der Abteilung und ihre Familien betrifft“, so der Demokrat, „sie wird uns helfen, sicherzustellen, dass die Betroffenen die Pflege und Behandlung erhalten, die sie benötigen. Ich werde eng mit ihr zusammenarbeiten, da dies für mich und die gesamte Abteilung Priorität hat.“

NameAntony Blinken
PositionAußenminister der Vereinigten Staaten
ParteiDemokraten
Alter59 Jahre (16. April 1962)

Tatsächlich hat Blinken das unter Donald Trump und den Republikanern unter den Teppich gekehrte Problem zur Chefsache gemacht, die er offensiv angeht. Inzwischen hat sich der Minister in die Materie eingearbeitet und lässt sich stetig über den Stand der Ermittlungen informieren.

Nun soll die Serie der Attacken auf US-amerikanischem Boden ihre Fortsetzung gefunden haben. Das US-Verteidigungsministerium, das sich bereits in den letzten Monaten unter Donald Trump in den Fall eingeschaltet hatte, leitet die Ermittlungen. Konkret soll es um den Fall eines Mitarbeiters des Nationalen Sicherheitsrates gehen. Dieser habe in der Nähe der Ellipse, des großen ovalen Rasens auf der Südseite des Weißen Hauses, plötzlich über die auftretende Symptomatik des „Havanna-Syndroms“ geklagt.

Bisher keine Schuldigen benannt - Beamte vermuten Russland hinter den Anschlägen

Noch wollen die Behörden offiziell keine klaren Schlussfolgerungen dahingehend ziehen, was tatsächlich passiert und berufen sich auf laufende Ermittlungen. Allerdings, so heißt es aus Kreisen des Pentagon, empfinde man die Tatsache, dass ein solcher Angriff möglicherweise so nahe am Weißen Haus stattgefunden hat, als alarmierend.

Ebenfalls noch nicht gesichert ist die Urheberschaft der mutmaßlichen Angriffe - sowohl im Aus- als auch im Inland. Angestellte des Verteidigungsministeriums sollen gegenüber der US-Regierung den Verdacht geäußert haben, dass Russland involviert sein könnte. Noch allerdings lägen noch nicht genug Informationen vor, um das mit der gebotenen Sicherheit bestätigen zu können. (Mirko Schmid)

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