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Chaos vor Utah-Wahl : Vorwürfe von „Kannibalismus“ und „ritualistischem Sexualmissbrauch“

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Von: Fee Halberstadt

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In der US-amerikanischen Stadt Spanish Fork stehen die Wahlen des Bezirksstaatsanwaltes bevor.
In der US-amerikanischen Stadt Spanish Fork stehen die Wahlen des Bezirksstaatsanwaltes bevor. (Symbolbild) © Paul Zinken/dpa

Kurz vor Wahlen in Utah werden Ermittlungen zu einem alten Fall eingeleitet. Einer der Kandidaten behauptet, das Motiv der Untersuchung sei politisch.

Spanish Fork – In der Stadt Spanish Fork im US-Bundesstaat Utah stehen die Wahlen des Bezirksstaatsanwaltes bevor. In der Nacht zum Mittwoch (1. Juni) hat Sheriff Mike Smith bekannt gegeben, dass es Untersuchungen zu einem Ring für sexuellen Kindesmissbrauch geben werde. Der Staatsanwalt David Leavitt berief am Mittwochmorgen eine Pressekonferenz ein, wie der lokale Nachrichtensender Kutv2 berichtet. Dabei äußert er sich zu den Untersuchungen und beschuldigt den Sheriff eines politischen Motivs.

„Dass dies alles weniger als eine Woche vor der Stimmabgabe bei einer Wahl, an der ich teilnehme, geschieht, beunruhigt mich zutiefst“, sagt der Staatsanwalt während der Pressekonferenz in den USA. Hintergrund sei, dass er und seine Frau bereits vor über zehn Jahren beschuldigt wurden, Teil dessen zu sein. Die Verbrechen, um die es damals ging, waren Kannibalismus, sexuelle Misshandlung und Mord von kleinen Kindern.

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Ein mutmaßliches Opfer meldete sich damals zu Wort und beschuldigte ihn, seine Frau und zwischen 15 und 20 weitere Personen. Der Fall wurde allerdings entkräftet und alle Anschuldigungen fallen gelassen, wie Kutv2 schreibt. „Es gibt keinen organisierten Missbrauchsring, er wurde vor mehr als 10 Jahren entlarvt, und zwar von jemandem, der in keiner Weise mit mir verbunden war. Und es wurde nicht einmal ernsthaft von der Taskforce für Sexualverbrechen von Utah County untersucht“, äußert sich Leavitt.

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Als Reaktion auf die Pressekonferenz des Staatsanwalts sprach auch Sheriff Smith Nachmittag des Mittwochs (1. Juni) vor der Presse. Er wies die Beschuldigungen über sein Motiv zurück und sagte, dass die Untersuchungen mehr als nur den Fall, in dem Leavitt verwickelt war, umfasse. Außerdem kritisierte er scharf, dass der Anwalt das Opfer des Falles als „tragisch geisteskrank“ bezeichnete. „Es sind Opfer von Verbrechen, die den Mut aufgebracht haben, sich zu melden, und so nennen Sie sie? Psychisch krank. Wie können Sie es wagen.“ (fh)

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