US-Wahl 2020

"Dreckige Taktik“ - Kamala Harris kontert Donald Trumps rassistische Vorwürfe

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Kamala Harris reagiert auf Spekulationen, sie sei für das Amt der Vizepräsidentin nicht berechtigt. Die haltlose Theorie hatte auch Donald Trump verbreitet.

  • In einem Artikel wird Kamala Harris vorgeworfen, keine "natürliche" US-Staatsbürgerin zu sein
  • Kamala Harris wehrt sich gegen die Vorwürfe, die einen rassistischen Ursprung haben
  • Die Verschwörungstheorie entstand Jahre zuvor über Ex-Präsident Barack Obama

Washington D.C. - Kamala Harris könnte nicht nur die erste Vizepräsidentin in der Geschichte der USA werden, sondern auch die erste dunkelhäutige und mit indischer Abstammung. Ihr Vater stammt aus Jamaika, ihre Mutter aus Indien. Geboren wurde sie im US-Bundesstaat Kalifornien. Damit ist sie laut US-Verfassung berechtigt, das Amt der Präsidentin oder Vizepräsidentin anzutreten. Es gibt jedoch Leute, die das anzweifeln.

Harris, Vize-Kandidatin von Joe Biden, wehrt sich gegen eine Verschwörungstheorie, nach der sie das Amt überhaupt nicht antreten dürfe. John Eastman, ein Anwalt und Universitätsprofessor, warf das Thema in einem Artikel in der „Newsweek“ auf. Er bezog sich darauf, dass nur ein „natural born citizen“ als Präsident oder Vizepräsident in Frage kommen könnte. Das Magazin entschuldigte sich bereits, wies Rassismus-Vorwürfe aber von sich. Auch Donald Trump trug zur Verbreitung der Idee maßgeblich bei.

Biden-Vize Kamala Harris wehrt sich gegen Vorwürfe, dass sie nicht für das Amt berechtigt sei.

Kamala Harris: Vize-Kandidatin wehrt sich gegen rassistische Vorwürfe

Kamala Harris wirft den Republikanern um US-Präsident Donald Trump einen schmutzigen Wahlkampf vor. „Sie werden versuchen, von den wahren Problemen abzulenken“, sagte Harris in einem Interview mit „The Grio“ dass am Sonntag (16.08.) veröffentlicht wurde. „Ich erwarte, dass sie eine dreckige Taktik verfolgen werden.“ Die Debatten vor der US-Präsidentschaftswahl im November werden ein langer Kampf, erwartet Harris.

Donald Trump sagte, er würde sich nicht weiter zu den Vorwürfen über Harris Kandidaturberechtigung äußern, bestritt sie aber auch nicht. Damit zog er Kritik auf sich. „Darüber weiß ich nichts“, so Trump. „Ich habe gehört, dass sie die Kriterien nicht erfüllt. Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt.“

Kamala Harris: Rassistische „Birther“-Theorie fing mit Obama an

Jahrelang wurde die Theorie verbreitet, dass der ehemalige US-Präsident Barack Obama überhaupt nicht für das Amt berechtigt sei, da er in Kenia und nicht im US-Bundesstaat Hawaii geboren sein soll. Unterstützer dieser Theorie werden als „Birther" bezeichnet. Auch Donald Trump war an der Verbreitung dieser Idee beteiligt, jahrelang zweifelte er an Obamas Herkunft. 2016 veröffentlichte Obama jedoch seine Geburtsurkunde, die zeigte, dass er in Hawaii geboren wurde.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich für Kamala Harris als mögliche Vizepräsidentin entschieden. Zuvor war sie im Rennen um die Kanditatur seine Konkurrentin. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Seth Wenig/AP/dpa

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