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US-Wahl 2020: Joe Biden siegt über Donald Trump - Klagen gegen Ergebnis laufen ins Leere

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Der Wahl-Krimi in den USA ist vorbei: Joe Biden gewinnt. Aber noch wehrt sich Donald Trump gegen die Niederlage.

+++ 14.11.2020, 10:49 Uhr: Der Sieger steht fest: Joe Biden hat die US-Wahl 2020 gewonnen und wird ab dem kommenden Jahr als 46. Präsident die Regierungsgeschäfte der USA leiten. Der unterlegene Amtsinhaber Donald Trump tut sich aber weiter schwer, seine Niederlage bei der US-Wahl einzugestehen. Seine Kampagne hat zahlreiche Klagen gegen die Auszählung der Stimmen in mehreren Bundesstaaten eingereicht.

Doch diese Klagen laufen zusehends ins Leere. Gleich drei Anträge der Trump-Kampagne gegen die Auszählung von Stimmen wurden von den zuständigen Gerichten unlängst abgelehnt. Sowohl in Pennsylvania als auch in Arizona und Michigan lehnten Richter einen Einspruch der Republikaner und der Kampagne von Donald Trump ab. Zuerst hatte die „New York Times“ darüber berichtet. Andere Anklagen wurden von Trumps Anwälten wieder zurückgezogen.

Donald Trump sprach in seiner ersten öffentlichen Rede nicht über seine Niederlage bei der US-Wahl. Doch zum ersten Mal räumte der US-Präsident - wenn auch verklausiert - ein, dass es eine Administration nach ihm geben könnte.

US-Wahl 2020: Joe Biden steht endgültig als Sieger fest

+++ 20.53 Uhr: Der neu gewählte Präsident Joe Biden hat nach Vorhersagen von Fernsehsendern bei der US-Wahl 306 Wahlleute gewonnen - deutlich mehr als die erforderlichen 270. Die Sender CNN, NBC und CBS prognostizierten am Freitag (13.11.2020), dass Biden Georgia gewonnen habe, der republikanische Amtsinhaber Donald Trump dafür den Bundesstaat North Carolina. Das waren die letzten beiden Bundesstaaten, in denen noch kein Sieger ausgerufen worden war.

US-Wahl 2020: Trump will sich erstmals nach der Wahl öffentlich äußern

+++ 20.26 Uhr:  US-Präsident Donald Trump will sich nach der verlorenen Wahl in den USA erstmals seit mehr als einer Woche bei einem öffentlichen Auftritt äußern. Das Weiße Haus teilte mit, Trump wolle sich am Freitag um 16.00 Uhr (Ortszeit/22.00 MEZ) zur Suche nach einem Impfstoff äußern. Der Auftritt des Republikaners ist im Rosengarten des Weißen Hauses geplant. Trumps demokratischer Herausforderer Joe Biden war am Samstag aufgrund von Erhebungen und Stimmauszählungen von US-Medien zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt worden.  

US-Wahl 2020: Trump blockiert Geheimdienstunterlagen für Biden ‒ Kritik von Republikanern

Update vom Freitag, 13.11.2020, 20.07 Uhr: Bei den Republikanern werden zaghaft die Stimmen lauter, die Donald Trump zum Eingeständnis einer Wahlniederlage gegen den Demokraten Joe Biden raten. Wie der Sender CNN berichtet, seien viele Top-Republikaner dafür, dass Biden Zugang zu den ihm bislang verwehrten Geheimdienstunterlagen bekommt. Außerdem geben dem Bericht zufolge einige Republikaner mittlerweile offen zu, dass sie Trump auch in einem Rechtsstreit gegen die Legitimität des Wahlergebnisses kaum Chancen einräumen. „Es sieht nach einem schwierigen Berg für den Präsidenten aus“, sagte etwa die Senatorin Shelley Moore Capito CNN.

Donald Trump steht anscheinend kurz davor, seine Niederlage gegen Joe Biden wahrzunehmen.

Weitere Republikaner hoffen demnach, dass sich die Sache von selbst erledigt, sobald die amtlichen Wahlergebnisse von Schlüsselstaaten wie Arizona und Georgia vorliegen, was wahrscheinlich am 30. und 20. November der Fall sein wird. Sollten die Staaten in ihren amtlichen Ergebnissen Biden den Sieg attestieren, bleibe Trump nicht viel anderes übrig, als seine Niederlage einzuräumen, schreibt CNN unter Berufung auf eine republikanische Quelle. Weitere Politiker wie etwa Senator Kevin Cramer, ein Vertrauter Trumps, sprechen sich für einen friedlichen Übergang aus. „Ich denke, wir sollten kooperieren. Man kann in einem Übergang kooperieren - einem friedlichen Übergang - während man etwas auf angemessenem juristischen Weg anficht“, so Cramer gegenüber CNN. Und weiter: „Ich denke, es ist sehr wahrscheinlich, dass wir eine ganzen Haufen von Wahlbetrug finden werden, und es wäre nicht genug, um die Wahl zu drehen.“

Dass Joe Biden keinen Zugang zu Geheimdienstunterlagen bekommt, kritisiert auch Senator Marco Rubio, der 2016 als Präsidentschaftskandidat angetreten, aber gegen Trump verloren hatte. Die täglichen Briefings des Geheimdienstes beinhalten Informationen über Angriffe auf die nationale Sicherheit. „Man verliert keine Ansprüche vor Gericht, wenn man einem potenziellen Nachfolger Informationen zugänglich macht, die er braucht, wenn sie tatsächlich in diese Richtung gehen“, so Rubio. „In allen inländischen Themen hat man vielleicht ein paar Wochen oder Monate Zeit. Aber bei nationaler Sicherheit warten unsere Gegner nicht, bis Präsidenten so weit sind.“

US-Wahl 2020: Donald Trump klammert sich ans Amt und blockiert Geheimdienstunterlagen für Joe Biden

+++ 12.11.2020, 13.30 Uhr: Amtsinhaber Donald Trump blockiert derzeit die Weitergabe von Glückwunschschreiben ausländischer Staats- und Regierungschefs an den gewählten Präsidenten der USA, Joe Biden. Das berichtet der TV-Sender „CNN“ unter Berufung auf Beamte des US-Außenministeriums. Demnach liege Post für Joe Biden im Ministerium, doch der Zugang dazu werde ihm verwehrt.

Laut dem Bericht musste Bidens Team bislang auch Anrufe mit Glückwünschen zum Wahlsieg, darunter ein Anruf von Bundeskanzlerin Angela Merkel, ohne Unterstützung des Außenministeriums entgegennehmen, was einen enormen finanzielle Aufwand nach sich zog. Das Ministerium unterstützt in der Regel bei der Logistik und der Übersetzung. Hinzu komme, dass Joe Biden ebenfalls noch keine Informationen der US-Geheimdienste erhalten habe, so „CNN“.

Donald Trump klammert sich weiterhin an sein Amt des US-Präsidenten. (Archivfoto)

All diese Beispiele sind Teil einer bislang fehlenden, geordneten Machtübergabe von Donald Trump an Joe Biden. Der republikanische Senator James Lankford (Bundesstaat Oklahoma) sprang Biden kürzlich in einem Radio-Interview des Senders „KRMG“ zur Seite: Der Politiker kündigte an, dass er sich, als Mitglied des entsprechenden Aufsichtsausschusses im US-Senat, dafür stark machen werde, dass Biden zum Beispiel Zugang zu vertraulichen Geheimdienstinformationen bekomme. Der US-Präsident müsse von Tag 1 seiner Amtszeit voll handlungsfähig sein, sagte Lankford.

Donald Trump geht mit juristischen Mitteln gegen Abwahl vor

+++ 14.00 Uhr: Donald Trump will mit juristischen Mitteln gegen seine Abwahl vorgehen. Der US-Präsident spricht von angeblichem Wahlbetrug und hat angekündigt, bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen zu wollen.

Derweil ermächtigte Justizminister Bill Barr die ihm unterstellten Strafverfolger, mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Wahl bei „glaubwürdigen Vorwürfen“ zu untersuchen. Experten schätzen die Erfolgsaussichten Trumps allerdings als sehr gering ein. Über die weitere Entwicklung können Sie sich in unserm neuen Ticker zur US-Wahl 2020 auf dem Laufenden halten.

+++ 08:45 Uhr: Donald Trump weigert sich partout, seine Niederlage bei der US-Wahl 2020 einzugestehen. Dieser Umstand sorgt weltweit für steigendes Unverständnis. Selbst bei Fox News schüttelt man die Köpfe, dass der noch amtierende US-Präsident den Sieg von Joe Biden an den Wahlurnen nicht akzeptieren will.

Beispielhaft dafür steht die Reaktion von Sandra Smith. Die Fox News Moderatorin verfolgte einen Dialog zwischen der Anwältin von Donald Trump, Clea Mitchell, und ihrem Kollegen bei Fox, Trace Gallagher. „Nur weil CNN oder sogar Fox News sagen, jemand sei Präsident, macht ihn das noch lange nicht zum Präsidenten“, sagt Trump-Anwältin Mitchell. Smith, aus dem Studio und im Glauben, nicht auf Sendung zu sein, entfährt ein ungläubiges „Was?!“ Dem schließt sich die rhetorische Frage an: „Was passiert hier?“ Die Antwort darauf bleiben ihr aber sowohl die Anwältin als auch ihre Kollege schuldig.

US-Wahl 2020: Donald Trump feuert Verteidigungsminister Mark Esper

+++ 19:20 Uhr: Donald Trump feuert seinen Verteidigungsminister. Mark Esper, der sich in den letzten Tagen laut CNN häufiger kritisch gegenüber Donald Trumps Festklammern am Amt des Präsidenten der USA geäußert haben soll. Sein Nachfolger: Christopher C. Miller, Direktor des National Counterterrorism Center. Eigentlich war geplant, dass Esper in der nächsten Woche Europa - auch Deutschland - besucht, um über die Finanzierung der UN zu sprechen. CNN spekuliert über eine „Purge“, eine Säuberung, die Donald Trump nun in seinem Umfeld verfolge. Die Frage: „Wer ist der Nächste?“ Genannt werden FBI-Chef Christopher A. Wray und Justizminister William Barr.

+++ 18:36 Uhr: Nach Tagen der Funkstille melden sich prominente Republikaner zu Wort. Während sich die Senatoren Lindsey Graham (South Carolina) und Ted Cruz (Texas) hinter Donald Trump stellen und dessen Verschwörungstheorie teilen, nach der es „illegale“ Stimmabgaben und es in Pennsylvania sogar tote Wähler:innen gegeben haben soll, gratulieren ihre Senatskolleg:innen Mitt Romney (Utah) und Lisa Murkowski (Alaska) Joe Biden zum Wahlsieg.

Ihnen schließen sich der republikanische Amtsvorgänger Trumps, George W. Bush und der ehemalige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger an, auch sie gratulieren Joe Biden und können wenig mit den unbewiesenen Vorwürfen von Donald Trump anfangen. Bush spricht sogar von einer „fundamental fairen“ Wahl, deren Ausgang „klar“ sei.

US-Wahl 2020: Merkel überschüttet Joe Biden mit Lob - Trump sabotiert Machtübergabe

+++ 16:00 Uhr: Eine US-Behörde verweigert dem Biden-Team offenbar einen Brief, der im Zuge der Machtübergabe an den Trump-Nachfolger eine wichtige Rolle spielt. Die Leitung der für die US-Regierungsgebäude zuständigen Behörde soll sich einem Medienbericht zufolge weigern, einen Brief zu unterschreiben, mit dem das Biden-Übergangsteam Zugang zu US-Behörden erhalten und formal diese Woche die Arbeit aufnehmen kann. Dies sei ein weiteres Zeichen dafür, das Amtsinhaber Donald Trump den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden nicht anerkenne und die Übergabe der Macht stören könnte, schreibt die „Washington Post“ in ihrer Online-Ausgabe vom Montag.

Ein solcher Brief der Behörde General Services Administration (GSA) kommt der Zeitung zufolge einer formalen Erklärung der US-Regierung über den Sieger der Präsidentenwahl gleich. Der amtierende US-Präsident Trump versucht, die Wahl mit rechtlichen Mitteln wie einer Klage doch noch zu gewinnen.

Biden-Team: GSA hat die Rolle, Gelder freizugeben und Räume in jeder US-Behörde zu schaffen

Die GSA, so schreibt die „Washington Post“, hat nach der Wahl eines neuen Präsidenten die Rolle, mit der Erklärung des „anscheinenden Siegers“ einer Präsidentenwahl dem Team des Gewinners Zugänge zu Regierungsgebäuden, E-Mails, Regierungsbeamten und Computersystemen zu gewähren, zuvor genehmigte Gelder für Gehälter und Verwaltung freizugeben und Räume in jeder US-Behörde zu schaffen. Eine neue Regierung aufzubauen, sei in diesem Jahr mit einer Summe von 9,9 Millionen Dollar (etwa 8,3 Millionen Euro) veranschlagt.

Joe Biden, Gewinner der US-Wahl 2020: Trump verweigert wichtigen Brief zur Amtsübernahme.

US-Wahl 2020: Behörde verweigert Brief und erschwert Biden-Team die Arbeitsaufnahme

Doch Behördenchefin Emily Murphy habe auch am Sonntagabend (Ortszeit) und damit fast 36 Stunden nach der Ausrufung des Wahlsiegers Joe Bidens durch die Medien einen solchen Brief nicht geschrieben, schreibt die „Washington Post“ weiter. Und die Trump-Regierung scheine im Einklang mit Trumps Linie, Bidens Wahlsieg nicht anzuerkennen, auch keine unmittelbaren Pläne für einen solchen Brief zu haben. „Dies könnte zu einer ersten Verzögerung beim Übergang in moderne Zeiten werden - ausgenommen das Jahr 2000, als der Supreme Court (das höchste US-Gericht) im Streit um eine Nachzählung zwischen Al Gore und George W. Bush entschied“, so die Zeitung.

US-Wahl 2020: Kanzlerin Merkel gratuliert Joe Biden zum Sieg

+++ 12.53 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Vormittag erneut zum Ausgang der US-Wahl geäußert und Joe Biden zum Sieg gratuliert. Dabei betonte sie die außerordentliche Bedeutung der Wahl: „Die ganze Welt verfolgt alle vier Jahre die amerikanischen Präsidentschaftswahlen mit großer Aufmerksamkeit.“ Was die baldige Vize-Präsidentin Kamala Harris erreicht habe, sei „für viele Menschen eine Inspiration“ und „ein Beispiel für die Möglichkeiten Amerikas“, so Merkel, die sich darauf freue, Harris kennenzulernen.

Die deutsch-amerikanische Freundschaft als „gemeinsamer Schatz“ könne durch den Sieg von Joe Biden einen neuen Antrieb erfahren. Merkel „erinnere sich an gute Begegnungen“ mit Biden. Deutschland müsse zudem mehr Verantwortung in den gemeinsamen Aufgaben übernehmen.

US-Wahl 2020: Klagewelle von Donald Trump und Republikanern läuft ins Leere

+++ 11.35 Uhr: Donald Trump und seine Rechtsabteilung um Anwalt Rudy Giuliani kündigten an, gerichtlich gegen den Ausgang der US-Wahl vorzugehen. Eine Niederlage will der derzeitige Amtsinhaber wegen vermeintlichen Wahlbetrugs zugunsten der Demokraten nicht eingestehen.

Nach Informationen der Nachrichtenseite „Time“ gab es bereits elf Klagen, fünf davon in Pennsylvania. Darunter befinden sich Vorwürfe, dass republikanischen Wahlbeobachtenden der Zugang zu Auszählungszentren verwehrt wurde. Hier wurde jedoch ein Mindestabstand aufgrund der Corona-Pandemie vorgeschrieben. Solche Klagen wurden, wie die meisten, bereits abgewiesen. In den sozialen Medien kursierten zudem Gerüchte, dass Stimmzettel in Arizona abgelehnt wurden, weil sie mit einem Filzstift ausgefüllt wurden. Die Wahlbehörde teilte mit, dass die Behauptung nicht stimmt. Das Verfahren wurde seitens der Kläger:innen eingestellt.

Lediglich eine der Klagen könnte vor dem Supreme Court landen, weil zunächst in einem Eilantrag darüber entschieden wurde, wie das „ZDF“ berichtet. Darin geht es um die Gültigkeit von Briefwahlstimmen in Pennsylvania, die erst am Freitag (6.11.2020), drei Tage nach der US-Wahl eintrafen, jedoch einen Poststempel vom 3. November oder früher haben. Sie müssen von anderen Stimmzetteln separat gelagert werden. Ein weiteres Verfahren ist wahrscheinlich. Auch ohne diese Stimmen liegt Trump in Pennsylvania hinten. Selbst wenn er die 20 Wahlleuten dort gewinnt, fehlen andere Staaten für einen Wahlsieg. Insgesamt mangelt es den Klagenden an genügend Beweisen für einen Wahlbetrug. Juristisch sind die Vorwürfe nicht haltbar.

US-Wahl 2020: George W. Bush gratuliert Joe Biden zum „vollkommen fairen“ Sieg gegen Donald Trump

Update vom Montag, 9.11.2020, 7.10 Uhr: Der frühere republikanische US-Präsident George W. Bush hat sich in die Reihe der Gratulanten von Joe Biden eingereiht. Bush telefonierte am Sonntag mit dem Sieger der US-Präsidentschaftswahl, wie er in einer Erklärung mitteilte. Darin habe er hervorgehoben, dass der Sieg des Demokraten gegen Amtsinhaber Donald Trump „vollkommen fair“ und mit einem „klaren“ Resultat errungen worden sei.

„Trotz unserer politischen Differenzen weiß ich, dass Joe Biden ein guter Mann ist, der die Gelegenheit bekommen hat, unser Land zu führen und zu einen“, schrieb Bush, der 2001 bis 2009 US-Präsident war. Er dankte Biden für seine „patriotische Botschaft“ in seiner Siegesrede am Samstag, dass er der Präsident aller Amerikaner sein wolle.

George W. Bush. 

Trump erkennt seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl weiterhin nicht an. Er will die Ergebnisse anfechten und bis zum Obersten Gerichtshof der USA ziehen. Bush sagte dazu, Trump habe das „Recht, Neuauszählungen zu fordern und Beschwerden vor Gericht einzulegen“.

Auch wenn die US-Präsidentschaftswahl vorbei ist, will Amtsinhaber Donald Trump sich scheinbar noch immer nicht geschlagen geben. Wie bereits im Vorfeld angekündigt, habe er in mehreren Bundesstaaten mit knappen Ergebnissen Klagen angestrengt. Für Joe Biden wäre es am gefährlichsten, aufgrund eines Rechtsstreits im umkämpften Bundesstaat Pennylvania zu verlieren.

Der größte umstrittene Bundesstaat Pennsylvania hat insgesamt 20 Wahlleute zu vergeben, weswegen Donald Trumps Anwälte hier besonders viel Mühe in eine Anfechtung des Ergebnisses stecken dürften. Ihre Hoffnungen beruhen unter anderem darauf, das Ergebnis vor dem Obersten Gericht anfechten zu können. Konkret ist dort derzeit noch eine Klage gegen eine wegen der Corona-Pandemie beschlossene Verlängerung der Frist für die Einsendung von Briefwahlunterlagen anhängig.

US-Wahl 2020: Joe Biden ruft die Nation zur Einheit auf

Update Sonntag, 08.11.2020, 05.10 Uhr: Der neugewählte US-Präsident Joe Biden hat in seiner Siegesrede versprochen, sich für eine Versöhnung des Landes einzusetzen. Der US-Demokrat bezeichnete seinen Wahlsieg am Samstagabend (Ortszeit) vor jubelnden Anhängern in seiner Heimatstadt Wilmington als „klar“ und „überzeugend“. „Ich verspreche ein Präsident zu sein, der nicht spalten, sondern vereinen will.“ Biden grenzte sich damit von Amtsinhaber Donald Trump ab, ohne ihn beim Namen zu nennen.

Der frühere Vizepräsident rief zu einem neuen politischen Miteinander auf. Es sei an der Zeit, das Land zu „heilen“, die „Ära der Verteufelung“ müsse enden. „Wir müssen aufhören, unsere Gegner wie Feinde zu behandeln. Sie sind keine Feinde. Sie sind Amerikaner.“ Für ihn gebe es keine demokratischen oder republikanische Bundesstaaten, sondern nur die „Vereinigten Staaten“, betonte Biden.

Er habe sich um das Amt des Präsidenten beworben, um „die Seele Amerikas wiederherzustellen, das Rückgrat dieser Nation - die Mittelklasse - wieder aufzubauen und dafür zu sorgen, dass Amerika wieder in der ganzen Welt respektiert wird.“

An Trumps Wähler appellierte der 77-Jährige, ihm als Präsident eine Chance zu geben. „Ich verstehe eure Enttäuschung. Ich habe selbst ein paar Mal verloren, aber lasst uns jetzt gegenseitig eine Chance geben“, sagte Biden bei der Siegesfeier in Wilmington.

Donald Trump bleibt stur: „Die Wahl ist nicht vorbei“

Amtsinhaber Trump erkannte den Sieg seines Kontrahenten jedoch nicht an. „Fakt ist: Die Wahl ist noch lange nicht vorbei", erklärte Trump. Biden stelle sich „fälschlicherweise" als Sieger dar und werde dabei von seinen "Medien-Verbündeten" unterstützt.

Trump kündigte an, von Montag an würden seine Anwälte vor sämtlichen Gerichten Einspruch gegen die einzelnen Wahlergebnisse einlegen. Der Präsident spricht ohne jeden Beleg von massivem Wahlbetrug, mit dem die Demokraten ihm die Wahl „stehlen" wollten. Die Erfolgsaussichten der Klagen gelten allerdings als gering.

Zehntausende feiern gewählten Präsidenten Joe Biden – Merkel gratuliert

+++ 21.14 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Demokraten Joe Biden zum Sieg bei der US-Wahl 2020 gratuliert. Sie freue sich auf die „künftige Zusammenarbeit mit Präsident Biden“, schrieb Merkel in einer auf Twitter verbreiteten Mitteilung. „Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen“, schrieb sie weiter.

Vor Merkel hatten bereits andere Regierungsmitglieder Freude darüber bekundet, dass Joe Biden Donald Trump bei der US-Wahl 2020 besiegt hat. Allgemein wurde die Hoffnung auf bessere Beziehungen zum langjährigen Partner USA geäußert. „Wir wollen in unsere Zusammenarbeit investieren, für einen transatlantischen Neuanfang, einen New Deal“, erklärte etwa Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD).

Als erster Republikaner sprach US-Senator Mitt Romney Joe Biden seine Glückwünsche aus. Auf Twitter sprach Romney auch im Namen seiner Frau Ann: „Ann und ich gratulieren dem gewählten Präsidenten Joe Biden und der gewählten Vize-Präsidentin Kamala Harris“, schrieb Romney.

US-Wahl 2020 live: Zehntausende feiern Sieg des Demokraten Joe Biden

Zehntausende feiern derweil den Wahlsieg Joe Bidens bei der US-Wahl 2020. In Washington strömten die Anhänger Bidens zum Weißen Haus, um dort den Triumph des 77-Jährigen über Amtsinhaber Donald Trump zu bejubeln. Die Straßen der Hauptstadt waren voll mit Wahlplakaten von Joe Biden und Kamala Harris. Ungeachtet der Feierstimmung trugen die Anhänger des neuen Präsidenten wegen der Corona-Pandemie ausnahmslos Schutzmasken.

Ein ähnliches Bild bot sich in New York, wo der Immobilienunternehmer Donald Trump sein Hauptquartier hat. Mit Hupkonzerten und Jubelrufen zogen die Anhänger Bidens durch die Straßen und feierten das Ende der vierjährigen Trump-Präsidentschaft.

US-Wahl 2020 live: Kamala Harris telefoniert lachend mit dem künftigen Präsidenten Joe Biden

+++ 19.28: Die gewählte US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat den US-Amerikanern versprochen, sich mit Joe Biden in den Dienst des Landes stellen zu wollen. „Bei dieser Wahl geht es um so viel mehr als um Joe Biden und mich. Es geht um die Seele Amerikas und unsere Bereitschaft, dafür zu kämpfen“, schrieb Harris auf Twitter. „Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Lasst uns anfangen.“ Noch nie zuvor war eine Schwarze und Frau in den USA im Amt des Vizepräsidenten.

Harris teilte auf dem Kurznachrichtendienst ein Video, in diesem ruft sie augenscheinlich Joe Biden an. „Wir haben es geschafft. Wir haben es geschafft, Joe. Du wirst der nächste Präsident der Vereinigten Staaten“, sagt sie am Telefon. Dann lacht die 56-Jährige.

Neben anderen US-Medien (CNN, Associated Press) hat nun auch der Trump-freundliche TV-Sender „Fox News“ Joe Biden zum Sieger der US-Wahl 2020 erklärt. „Joe Biden gewählter 46. Präsident“, titelte der Sender auf einem Banner. Fox gilt als „Haus und Hof“-Kanal von Präsident Donald Trump. Dieser nennt einige der Moderatoren seine „Freunde“.

US-Wahl 2020: Donald Trump erkennt Sieg Joe Bidens nicht an

+++ 18.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump erkennt den Sieg seines Herausforderers Joe Biden bei der US-Wahl 2020 nicht an. „Fakt ist: Die Wahl ist noch lange nicht vorbei“, erklärte Trump am Samstag. Der 77-jährige Demokrat stelle sich „fälschlicherweise“ als Sieger dar und werde dabei von seinen „Medien-Verbündeten“ unterstützt.

Joe Biden reagierte „geehrt und demütig“ auf seine rechtmäßige Wahl zum US-Präsidenten. „Nach Abschluss des Wahlkampfes ist es an der Zeit, die Wut und die harte Rhetorik hinter uns zu lassen und als Nation zusammenzukommen“, teilte der 77-jährige Demokrat mit.

US-Wahl 2020 Joe Biden gewinnt laut CNN in Pennsylvania und ist neuer US-Präsident

+++ 17.30 Uhr: Joe Biden hat die US-Wahl 2020 gewonnen. Das berichtet der Nachrichtensender CNN. Damit setzt sich der 77-Jährige bei der US-Wahl 2020 gegen Amtsinhaber Donald Trump (74) durch.

+++ 16.51 Uhr: Obwohl Joe Biden in den entscheidenden Bundesstaaten vorne liegt, hat Donald Trump auf Twitter mitgeteilt, er sei der rechtmäßige künftige Präsident der USA. „ICH HABE DIESE WAHL MIT GROSSEM ABSTAND GEWONNEN!“, schrieb er in Versalien auf Twitter. Diese Aussage ist falsch, offizielle Behörden haben das amtliche Endergebnis noch nicht bekanntgegeben.

+++ 14.51 Uhr: Der Oberste Gerichtshof hat einen von der Trump-Kampagne verlangten sofortigen Stopp der Auszählung in Pennsylvania bei der US-Wahl 2020 abgelehnt. Der Klage werde nicht stattgegeben, erklärt Richter Paul Diamond.

US-Wahl 2020: Donald Trump hetzt gegen Auszählung der Stimmen

Donald Trump hatte noch in der Wahlnacht einen Sieg für sich in Anspruch genommen und einen Stopp der Auszählung verlangt. Er kündigte an, bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen zu wollen. Der Präsident prangerte wiederholt ohne jeden Beweis angeblichen Wahlbetrug an und wirft den Demokraten vor, ihm die Wahl „stehlen“ zu wollen. Diese Äußerungen stoßen auch in den eigenen Reihen auf Kritik.

Derweil tobt Donald Trump weiterhin auf Twitter: „Zehntausende Stimmen gingen am Dienstag, dem Wahltag, nach 20 Uhr illegal ein.“ Diese hätten die Ergebnisse in Pennsylvania und anderen knappen Staaten geändert. Beweise dafür gibt es nicht.

US-Wahl 2020: Joe Biden kurz vor Sieg über Donald Trump - „Wir werden das Rennen gewinnen“

+++ 10.15 Uhr: In Georgia baut Joe Biden seine Führung vor Donald Trump weiter aus. 98 Prozent der Stimmen im Bundesstaat sind bislang ausgezählt. Biden liegt nun mit 7.248 Stimmen vorn, nachdem CNN mit Verweis auf die Wahlbehörden im Fulton County (Teile der Stadt Atlanta) den derzeitigen Stand (9 Uhr MEZ) bekanntgaben. Wenige Stunden zuvor führte Biden mit 4.430 Stimmen.

Den Vorsprung von rund 300.000 Stimmen durch Donald Trump konnte Joe Biden vor allem mit Briefwahl-Stimmen aufholen. Der wachsende Abstand deutet an, dass Bidens Führung noch weiter wachsen wird. Eine Neuauszählung der Stimmen in Georgia ist aufgrund des engen Rennens wahrscheinlich.

+++ 03:57 Uhr: Joe Biden wird aller Voraussicht nah in Kürze zur Bevölkerung der USA sprechen. Entgegen vorherigen Einschätzungen verschiedener US-Medien wird es sich wohl noch nicht zum Sieger der US-Wahl erklären. Es wird gemeinhin erwartet, dass er seine Anhängerschaft und die Bevölkerung der USA ein weiteres Mal dazu aufruft, geduldig zu bleiben und die Ergebnisse der Auszählungen in Pennsylvania, Georgia, Arizona und Nevada abzuwarten.

+++ 02:13 Uhr: Der Supreme Court der USA hat entschieden, dass alle Stimmen, die in Pennsylvania nach Schließung der Wahllokale eingegangen sind, separat gelagert werden müssen. Das könnte dazu führen, dass ein etwaiges Ergebnis juristisch angegriffen werden könnte, sollte der Abstand zwischen Joe Biden und Donald Trump am Ende weniger groß sein als das Doppelte der Menge dieser Stimmen.

+++ 01:08 Uhr: Joe Biden ist kurz davor, seine vielleicht historische Rede zu halten. Die US-Medienanstalten sind vor Ort, erste Bilder von der Bühne auf der Biden reden wird werden gezeigt. CNN ist sich sicher, dass Joe Biden sich zum Sieger der US-Wahl 2020 erklären wird. Aus dem Lager von Donald Trump gibt es bisher keine Ankündigungen, die wahrscheinliche Niederlage einzugestehen.

+++ 23:21 Uhr: Joe Biden legt im umkämpften Bundesstaat Georgia wieder zu. Nachdem Donald Trump zuletzt nahezu Kopf an Kopf mit seinem demokratischen Herausforderer gelegen hatte, zieht Biden nun wieder leicht davon. Der Unterschied zwischen beiden Rivalen beträgt nun 4.267 Stimmen. Auf Joe Biden entfallen somit zum derzeitigen Stand 49,4 Prozent, auf Donald Trump nur 49,3 Prozent der in Georgia bereits ausgezählten Stimmen.

Aus dem Umfeld der Republikaner mehren sich verschiedenen US-Medien zufolge die Stimmen, die Donald Trump dazu drängen, seine Wahlniederlage anzuerkennen, während Joe Biden, der auch in Pennsylvania, Arizona und Nevada vorne liegt, sich auf die laut CNN „wichtigste Rede seines langen politischen Lebens“ vorbereitet.

+++ 20:53 Uhr: Die Republikaner wollen die sich abzeichnende Niederlage ihres Präsidenten Donald Trump im umkämpften Staat Pennsylvania abwenden, indem sie gegen die Auszählung der erst nach Schließung der Wahllokale eingegangenen Stimmen vor dem Supreme Court klagen. Wie Rechtsexperte Richard Pildes im Programm des Nachrichtensenders CNN erklärt, ist es zwar durchaus möglich bis wahrscheinlich, dass der von Donald Trump mit den extrem konservativen Neubesetzungen Amy Coney Barrett und Brett Kavanaugh nach rechts verschobene Supreme Court dieser Klage durchaus stattgeben.

+++ 19.08 Uhr: Joe Biden wird sich heute Abend (Ortszeit) erneut mit einer Rede an die Bevölkerung der USA wenden. Seit der Ankündigung wird in den US-Medien darüber spekuliert, was er sagen will. Nachdem der amtierende Präsident Donald Trump gestern eine irritierende Rede gehalten und davon gesprochen hat, ihm sei die Wahl „gestohlen“ worden, spekulieren die US-Medien darüber, ob Biden auf die Anschuldigungen des Präsidenten eingehen oder diese präsidial übergehen und ignorieren wird.

US-Wahl 2020: Donald Trump muss Joe Biden mindestens 3 umkämpfte Bundesstaaten abnehmen

In der Zwischenzeit hat sich an den Zahlen in den entscheidenden Bundesstaaten nicht viel getan. Joe Biden liegt weiter in Arizona, Nevada, Pennsylvania und Georgia vorn, Donald Trump führt lediglich in North Carolina. Um entgegen der Erwartung der meisten professionellen Beobachter doch für vier weitere Jahre im Amt zu bleiben, muss Trump seinem Rivalen Biden mindestens drei der umkämpften Staaten auf den letzten Metern noch abnehmen, in denen der Herausforderer gerade führt.

+++ 17.05 Uhr: Nancy Pelosi, Mehrheitsführerin der Demokraten im Repräsentantenhaus der USA, erklärt Joe Biden zum Sieger der US-Wahl 2020: „Seit heute Morgen ist klar, dass das Biden-Harris-Ticket die Wahl gewinnen und ins Weiße Haus anziehen wird. Noch sind wir nicht im Weißen Haus, aber wir haben den Krieg gewonnen.“ Damit ist Pelosi die erste hochrangige Politikerin der Demokraten in den USA, die sich klar äußert und keinen Zweifel mehr an einem Sieg von Joe Biden über Donald Trump zulässt.

+++ 16.54 Uhr: Georgia bleibt weiter umkämpft. In einer Pressekonferenz gab der für die Wahl zuständige Staatssekretär Brad Raffensperger bekannt, dass das Ergebnis der Auszählung zu knapp sei, um einen Sieger zu erklären. Das läge auch daran, dass weitere 8.900 Briefwahlzettel von Angehörigen des US-Militärs ausstünden. Außerdem erwartet Raffensperger eine Neuauszählung aller Stimmen in Georgia, da jeder Kandidat den Gesetzen des Bundesstaates folgend eine solche Auszählung fordern kann, wenn der Abstand weniger als 0,5 Prozent beträgt. Donald Trump hat bereits angekündigt, eine solche Neuauszählung zu fordern, auch Joe Biden würde kaum darauf verzichten können, diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen.

US-Wahl 2020: Donald Trump will Joe Biden nicht anrufen

+++ 16.34 Uhr: Donald Trump wird Joe Biden nicht anrufen, um ihm zu einem inzwischen immer wahrscheinlicherem Wahlsieg zu gratulieren und sich mit ihm bezüglich der Amtsübergabe abzusprechen. Das erfuhr der Nachrichtensender aus einer Quelle aus dem engsten Stab rund um den amtierenden Präsidenten. Joe Biden wird sich dem Vernehmen nach mit Mitch McConell, dem Mehrheitsführer der Republikaner im Senat in Verbindung setzen.

+++ 15.00 Uhr: Joe Biden führt jetzt auch in Pennsylvania. Wie in den US-Medien allgemein erwartet führt der demokratische Präsidentschaftskandidat somit im Moment bei der US-Wahl in allen noch ausstehenden entscheidenden Staaten - neben Pennsylvania auch in Georgia, Arizona und Nevada. Für Donald Trump, der eine Wahlniederlage nach Informationen des Nachrichtensenders CNN nicht einsehen möchte, rückt eine Wiederwahl damit in weiter Ferne, auch wenn noch immer nichts sicher entschieden ist.

US-Wahl 2020: Joe Biden baut in Georgia Führung vor Donald Trump aus

+++ 13.25 Uhr: Joe Biden ist dem Weißen Haus noch ein Stück näher gekommen. Der Herausforderer von Donald Trump hat bei der Auszählung im hart umkämpften Bundesstaat Georgia seine Führung ausgebaut. derzeit liegt Biden 1096 Stimmen mehr als Donald Trump. Die Auszählung war fast vollständig. Bei einem Erfolg Bidens in Georgia könnte Trump nicht mehr die Marke von 270 Wahlleuten erreichen, die man in den USA für den Sieg bei einer Präsidentenwahl benötigt. Bei einem Patt von 269 zu 269 Stimmen entscheidet der Kongress über den Präsidenten.

+++ 10.45 Uhr: Joe Biden hat Donald Trump überholt - zumindest in Georgia. Derzeit liegt der ehemalige Vizepräsident Wahldaten zufolge zeitweise 917 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, wie unter anderem der Sender CNN berichtete. Seit dem Wahltag holte Joe Biden damit mehr als 300.000 Stimmen auf. Die Auszählung war fast vollständig - es könnten aber noch einige Tausend Stimmen unter anderem von Militärangehörigen hinzukommen. Seit Bill Clinton im Jahr 1992 hatte kein Demokrat Georgia gewinnen können.

US-Wahl 2020: Joe Biden kommt dem Sieg immer näher, Donald Trump vor Abwahl

+++ 06:25 Uhr: Die Verkündung der Ergebnisse in Pennsylvania wird gefühlt minütlich erwartet, seit Staatssekretärin Katy Boockvar ein Endergebnis bis „rund um Mitternacht“ angekündigt hat. Eins ist sicher: Joe Biden kann nur gewinnen. Verliert er in Pennsylvania gegen Donald Trump (was Stand der aktuellen Hochrechnungen einem mittleren politischen Wunder gleich käme), bleiben dem Demokraten noch Arizona, Nevada und Georgia. Gewinnt Biden, hat Donald Trump rechnerisch keine Chance mehr auf einen Wahlsieg. Die Spannung steigt.

+++ 05:34 Uhr: FiveThirtyEight, eine der führenden Wahlanalyse-Nachrichtenseiten in den USA, sieht die Wahrscheinlichkeit von Donald Trump, in Georgia zu gewinnen bei nur noch 42 Prozent. Zu 58 Prozent wird sich den Wahlexperten zufolge Joe Biden durchsetzen. Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass Donald Trumps wütende Rede im Weißen Haus seine letzte als gewählter Präsident gewesen sein wird.

+++ 05:04 Uhr: Joe Biden ist der Sieg bei der US-Wahl 2020 praktisch kaum noch zu nehmen. In Georgia liegt Biden erstmals seit der Schließung der Wahllokale am Dienstag (3.11.2020) gleichauf mit Donald Trump - und der Demokrat steht kurz davor, die Führung zu übernehmen.

Joe Biden steht somit kurz davor, morgen als „gewählter Präsident“ aufzuwachen. Fraglich bleibt, inwiefern die juristischen Angriffe von Donald Trump nach Ende der Auszählungen Einfluss auf das Wahlergebnis nehmen könnten.

+++ 03:53 Uhr: Donald Trump muss sich mit seinem Auszug aus dem Weißen Haus anfreunden. In Georgia ist der Vorsprung des Präsidenten auf Joe Biden von einst mehr als 300.000 Stimmen auf 1.902 Stimmen zusammengeschmolzen - beide Kandidaten liegen dort jetzt bei 49,4 Prozent. Es wird allgemein erwartet, dass Biden schon mit den nächsten eingehenden Zahlen in Georgia in Führung gehen - und den Staat bis zum Ende der Auszählung halten wird. Das alleine wäre schon das Ende aller Wiederwahlträume von Donald Trump.

+++ 02:43 Uhr: Joe Biden steht kurz davor, zum 46. Präsidenten der USA gewählt zu werden. Donald Trump wäre damit seit 26 Jahren der erste US-Präsident, der nach einer Amtszeit abgewählt wird. In Pennsylvania liegt Biden nur noch rund 53.000 Stimmen hinter Donald Trump - der Vorsprung des Amtsinhabers schmilzt deutlich dahin.

Ein Sieg in Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten würde Joe Biden eine Gesamtzahl von 273 Wahlleuten bescheren - drei mehr als nötig, um die US-Präsidentschaftswahl für sich zu entscheiden. Hinzu kommt, dass Biden in Arizona und Nevada stabil in Führung liegt und wohl auch Georgia in den nächsten Stunden für sich entscheiden könnte. Donald Trump wäre somit der erst vierte Präsident seit dem Zweiten Weltkrieg, dem die Wähler:innen in den USA eine zweite Amtszeit verwehren.

+++ 22.49 Uhr: Erneut hat sich Joe Biden vor dem Endergebnis der US-Wahl mit einer Ansprache an das amerikanische Volk gewandt. Von seinen Landsleuten forderte Biden Geduld: „Die Wahl ist heilig. Demokratie ist manchmal schmutzig und sie erfordert manchmal Geduld.“ Jede Stimme wäre es wert, gezählt zu werden. Alle Stimmen wären es wert gezählt zu werden.

US-Wahl 2020: Entscheidung zwischen Donald Trump und Joe Biden könnte in der Nacht fallen

+++ 20:59 Uhr: In Pennsylvania könnte sich in der Nacht zu Freitag die US-Wahl zwischen Donald Trump und Joe Biden entscheiden. Joe Biden, der in der ehemaligen Hochburg der Demokraten mit großen Schritten aufholt, wäre der Wahlsieg dann rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Die zuständige Staatssekretärin Kathy Boockvar stellte gegenüber dem Nachrichtensender CNN klar, dass die rund 550.000 noch nicht ausgezählten Stimmzettel noch in der Nacht zu Freitag (mitteleuropäischer Zeit) ausgezählt werden.

Joe Biden, der seit dem Anfang der Auszählung der Briefwahlstimmen seinen Rückstand auf Donald Trump auf rund 110.000 Stimmen verkürzen konnte, liegt nur noch mit 48,5 zu 50,2 Prozent zurück. Die Wahlanalyse-Seite FiveThirtyEight geht davon aus, dass Biden rund 60 Prozent der ausstehenden Stimmen auf sich vereinen müsste, um in Pennsylvania zu gewinnen.

+++ 15.25 Uhr: Wieder hat sich Donald Trump negativ über die US-Wahl geäußert. Auf Twitter hatte der US-Präsident Betrug bei der Auszählung gewittert, sowohl in Michigan als auch in Wisconsin und Arizona - Staaten, die er gegen Joe Biden zu verlieren scheint.

Nun legte Donald Trump nach. In Großbuchstaben forderte er via seines favorisierten Kurznachrichtendienstes: „Stoppt die Auszählung!“

+++ 15:17 Uhr: Aus Georgia, dem im Moment sowohl vom Team um Präsident Donald Trump als auch von Joe Biden und seiner Kampagne mit der größten Spannung beobachten „Battleground“ der US-Wahl, kommen neue Informationen. Wie der Nachrichtensender CNN meldet, hat der örtliche Wahlvorstand erklärt, dass nur noch rund 50.000 Stimmen nicht ausgezählt sind. In den Wahlbüros hat vor wenigen Minuten eine neue Schicht von Wahlhelfer:innen übernommen, es wird mit Hochdruck gezählt.

CNN vermutet, dass Joe Biden etwa 70 Prozent der Ausstehenden Stimmen für sich gewinnen muss, um Donald Trump zu überholen, Georgia für sich zu entscheiden und somit einen großen - vielleicht sogar entscheidenden - Schritt in Richtung Wahlsieg zu machen. Unterdessen kündigt Brad Raffensperger, Secretary of State in Georgia, für 16:30 Uhr deutscher Zeit eine Pressekonferenz an.

+++ 13:30 Uhr: Donald Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien erklärte Donald Trump offenbar bereits am Mittwoch (04.11.2020) in einer Telefonkonferenz zum Sieger im Swing State Pennsylvania, während dort noch Stimmen ausgezählt wurden, berichtet dpa. Trump hatte zuvor bereits auch die gesamte Wahl für sich reklamiert, obwohl der demokratische Herausforderer Joe Biden aktuell gute Chancen auf den Sieg hat.

+++ 12.11 Uhr: Joe Biden könnte nun doch schneller einen Sieg bei der US-Wahl feiern, als zunächst angenommen. Laut CNN dürfte noch heute das Ergebnis des hart umkämpften Bundesstaates Georgia feststehen. Donald Trump führt hier mit einem minimalen Vorsprung.

Doch dieser Vorsprung schrumpft. Wie CNN weiter berichtet, stammen alle Stimmen, die noch nicht gezählt wurden, aus den demokratischen Hochburgen Georgias. Es dürften sich darin also vornehmlich Stimmen für Joe Biden befinden. Mit den 16 Wahlleuten aus Georgia hätte Biden 269 und damit exakt die Hälfte. Ein einziger weiterer Bundesstaat würde seinen Sieg bei der US-Wahl bedeuten.

US-Wahl 2020: Donald Trump führt in Georgia, Joe Biden in Arizona

+++ 10.51 Uhr: Die Auszählungen bei der US-Wahl nähern sich dem Ende. Aus dem Bundesstaat Georgia melden die Behörden, dass noch rund 10.000 Briefwahlstimmen ausgezählt werden müssen. Die Nachricht allein ist schon eine positive für das Lager um Herausforderer Joe Biden, denn bei den Briefwahlstimmen dürfte der größere Anteil an die Demokraten gehen. Biden sollte seinen Vorsprung gegen Donald Trump also halten können.

+++ 06:16 Uhr: Die US-Medien sind sich weitestgehend einig: Wenn die US-Wahl noch in der heutigen Nacht (Ortszeit) entschieden wird, dann weil Joe Biden sowohl Arizona als auch Georgia gewinnt. Grund dafür: Der ebenfalls entscheidende Bundesstaat Nevada gibt erst um 9 Uhr Ortszeit (18 Uhr mitteleuropäischer Zeit) neue Zahlen bekannt, sodass das enge Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Biden und Präsident Donald Trump dort vorerst nicht entschieden wird. In Pennsylvania müssen noch so viele Stimmen ausgezählt werden, dass auch dort nicht zeitnah mit einem Ergebnis gerechnet wird.

Anders in Arizona und Georgia. Aus Georgia werden kontinuierlich aktuelle Zahlen gemeldet, dort steht die Auszählung kurz vor dem Abschluss - und Joe Biden liegt nur noch wenige zehntausend Stimmen hinter Donald Trump. Und in Arizona verkündete der Vorsitzende des örtliche Wahlvorstands gegenüber dem Nachrichtensender Fox News, dass ab Mitternacht (Ortszeit) wieder Zahlen gemeldet werden können. In den US-Medien wird allgemeinhin damit gerechnet, dass die Auszählung in Arizona in den nächsten Stunden einen Sieger im Staat an der Grenze zu Mexiko hervorbringen wird.

US-Wahl 2020: Nevada wird erst später neue Zahlen veröffentlichen

+++ 04.10 Uhr: Der Bundesstaat Nevada, der auch ausschlaggebend für den Ausgang der Wahl sein könnte, will erst am Donnerstagabend deutscher Zeit wieder frische Informationen zum Stand der Auszählung veröffentlichen. Die Behörden verwiesen am Mittwoch (Ortszeit) darauf, dass noch rechtzeitig per Post verschickte Stimmzettel gültig seien, die bis zum späten Nachmittag am 10. November eintreffen. Updates zum Stand des Rennens solle es ab Donnerstag täglich um 9.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MEZ) geben.

Gemäß dem aktuellen Stand der Auszählung führt der demokratische Herausforderer Joe Biden knapp vor Amtsinhaber Donald Trump mit 49,33 zu 48,69 Prozent.

Nach den bisherigen Berechnungen der Nachrichtenagentur AP auf Basis von Wählerbefragungen und erster Stimmauszählungen in den Bundesstaaten kommt Biden insgesamt auf 264 der für einen Sieg nötigen Stimmen von 270 Wahlleuten. Nevada mit seinen sechs Wahlleuten könnte ihm eine Punktlandung bescheren.

In den Berechnungen von AP sind auch die Ergebnisse in Georgia, North Carolina und Pennsylvania noch offen. Biden reicht demnach der Sieg in einem weiteren Bundesstaat, Trump müsste sie alle gewinnen.

US-Wahl 2020: Joe Biden holt auf - Kopf-an-Kopf-Rennen in Georgia

Update von Donnerstag, 05.11.2020, 03:17 Uhr: In Georgia und Pennsylvania wird weiter ausgezählt - in beiden Bundesstaaten holt Joe Biden auf Donald Trump auf. Ein führendes Mitglied der Kampagne um Trump sprach gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN davon, dass der Präsident Georgia zwingen gewinnen „muss“. Ansonsten sehe er keinen Weg mehr für den Amtsinhaber, seine Wiederwahl zu sichern. Trumps Vorsprung in Georgia, wo er in der Wahlnacht noch deutlich in Führungen gelegen hatte, ist inzwischen deutlich zusammengeschmolzen. Knapp fünf Prozent der in Georgia abgegebenen Stimmen werden derzeit noch ausgezählt.

Auch in Pennsylvania wird wieder ausgezählt. Hier zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Der zuvor deutliche Vorsprung von Donald Trump verringert sich immer weiter. Sollte sich die Tendenz der letzten Stunden fortsetzen, könnte Joe Biden im Swing State zeitnah die Führung übernehmen. Gewinnt Biden in Pennsylvania, ist ihm der Sieg in dieser US-Wahl rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Gewinnt Biden zumindest in Georgia, reicht ihm ein einziger weiterer Sieg entweder in Arizona oder in Nevada, um über die „magische Grenze“ von 270 Wahlleuten zu kommen.

US-Wahl 2020: Joe Biden gewinnt Wisconsin und Michigan

+++ 22.42 Uhr: Nach Wisconsin gewinnt Joe Biden auch Michigan. Darauf legen sich die Nachrichtensender CNN und MSNBC fest. Damit würden Biden nur noch die Staaten Arizona und Nevada fehlen, um auf 270 Wahlleute zu kommen. Chris Wallace von Fox News spricht von einer „magischen Zahl“ und „simpler Mathematik“ auf dem Weg zum Wahlsieg. Dann würde Joe Biden als nächster US-Präsident feststehen. Donald Trump und sein Wahlkampfteam gehen derzeit gerichtlich vor, um die Auszählung in Michigan zu stoppen. Sie unterstellen den Demokraten Wahlbetrug.

US-Wahl 2020: Joe Biden gewinnt wichtige Swing States

+++ 21:18 Uhr: Nach dem prognostizierten Sieg von Joe Biden in Wisconsin sind nun nur noch sieben weitere Bundesstaaten ohne eine klare Vorhersage bei der US-Wahl.

+++ 20.44 Uhr: Donald Trump will die Auszählung von Wahlstimmen in Michigan stoppen. Den Republikanern sei es nicht ermöglicht worden, die Öffnung von Wahlbriefen und Auszählung von Stimmen mitzuverfolgen, erklärte Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien am Mittwoch. Das sei ein Verstoß gegen ein gesetzlich verbrieftes Recht. Die Auszählung soll solange gestoppt werden, bis Mitglieder der Republikanischen Partei Zugang zu den Wahllokalen erhalten.

Zuletzt hatte sich in Michigan ein möglicher Sieg von Joe Biden abgezeichnet. Nachdem 94 Prozent der Stimmen ausgezählt sind, liegt Biden in Michigan mit 0,8 Prozent vor Donald Trump. Der Staat gilt als „Swing State“. Bei der Wahl 2016 war das Ergebnis dort ebenfalls denkbar knapp. Donald Trump hatte damals gegen Hillary Clinton mit 0,3 Prozent gesiegt.

US-Wahl 2020: Joe Biden wittert Wahlsieg über Donald Trump und geht in die Offensive

+++ 19.30 Uhr: Wie aus Kreisen der Wahlkampagne von Joe Biden durchsickert, will der demokratische Hoffnungsträger im Rennen gegen Donald Trump seinen Wahlsieg verkünden, wenn er laut den Hochrechnungen die notwendige Zahl von 270 Wahlleuten erreicht hat.

Anita Bunn, Beraterin des Wahlkampfteams von Joe Biden und Kamala Harris, sagte gegenüber CNN:. „Unser Ziel war es, 270 Wahlleute zu erreichen und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir diese erreichen werden.“ Bunn ließ außerdem verlauten, dass Biden seinen Sieg bei der US-Wahl verkünden werde, sobald man in seinem Team sicher sei, die 270 Wahlleute wirklich erreicht zu haben - unabhängig davon, wie Donald Trump sich verhält.

US-Wahl 2020: Donald Trump und Joe Biden müssen bis Donnerstag auf Zahlen aus Nevada warten

+++ 18.55 Uhr: Die zuständigen Stellen im US-Bundesstaat Nevada werden eigenen Angaben zufolge den ganzen Mittwoch damit verbringen, „zehntausende“ Briefwahlstimmen zu zählen. Über Zwischenstände im Rennen, das die US-Wahl zwischen Donald Trump und Joe Biden mittlerweile geworden ist, werde man erst wieder am Donnerstag berichten. So solle sichergestellt werden, dass in Ruhe gezählt werden könnte.

Dem „Las Vegas Review Journal gegenüber sagte Wayne Thorley, zuständiger Staatssekretär für die US-Wahl, der Unterschied zwischen Donald Trump und Joe Biden sei „nahe an 9.000 Stimmen“. Die Anzahl der noch zu zählenden Stimmen belaufe sich auf mehrere zehntausend.

+++ 18.25 Uhr: Hochrechnungen und Ergebnisse zur US-Wahl 2020 des Nachrichtensenders „CNN“ zufolge wird Joe Biden im Bundesstaat Maine drei von vier Wahlleuten gewinnen. In Maine und Nebraska werden die Wahlleute, anders als in den restlichen Staaten, aufgeteilt. Der Gewinner nach Gesamtstimmen (Biden) erhält zwei Wahlleute, die verbleibenden zwei gehen jeweils an den Sieger der zwei Wahlbezirke Maines. Wer die vierte Wahlperson gewinnt, ist noch offen.

+++ 17:15 Uhr: Auch wenn die US-Medien weiter sehr vorsichtig sind und bislang keine weiteren Bundesstaaten Donald Trump oder Joe Biden zusprechen, sieht die Lage bei der US-Wahl immer besser aus für den demokratischen Herausforderer. Sowohl Arizona als auch Michigan scheinen an Biden zu gehen.

US-Wahl 2020: Joe Biden wieder vor Donald Trump

+++ 16.33 Uhr: Nachdem sich über Nacht ein Sieg von Donald Trump abzeichnete, schöpfen die Demokraten um Joe Biden wieder Hoffnung, die US-Wahl zu gewinnen. Der Grund ist vor allem die Vielzahl an Briefwahl-Stimmen aus demokratischen Regionen, die noch ausgezählt werden müssen.

Guy Cecil von der demokratischen Lobbygruppe „Priorities USA“ zeigt sich zuversichtlich: „Joe Bidens Weg hat sich nicht groß geändert. Es wird einige Tage dauern, um die Stimmen zu zählen und wir werden die Trump-Kampagne möglicherweise vor Gericht bekämpfen müssen, aber Joe Biden wird diese US-Wahl gewinnen“, schrieb Cecil auf Twitter.

Um die US-Wahl zu gewinnen, benötigen Donald Trump und Joe Biden mindestens 270 Wahlleute. Donald Trump gewinnt Hochrechnungen zufolge diese Bundesstaaten:

  • Alabama (9)
  • Alaska (3)
  • Arkansas (6)
  • Florida (29)
  • Idaho (4)
  • Indiana (11)
  • Iowa (6)
  • Kansas (6)
  • Kentucky (8)
  • Louisiana (8)
  • Mississippi (6)
  • Missouri (10)
  • Montana (3)
  • Nebraska (4 von 5)
  • North Dakota (3)
  • Ohio (18)
  • Oklahoma (7)
  • South Carolina (9)
  • South Dakota (3)
  • Tennessee (11)
  • Texas (38)
  • Utah (6)
  • West Virginia (5)
  • Wyoming (3)
  • Gesamt (216)

Joe Biden gewinnt aktuellen Hochrechnungen zufolge diese Staaten:

  • Colorado (9)
  • Connecticut (7)
  • Delaware (3)
  • District of Columbia (3)
  • Hawaii (4)
  • Illinois (20)
  • Kalifornien (55)
  • Maryland (10)
  • Massachusetts (11)
  • Minnesota (10)
  • Nebraska (1 von 5)
  • New Hampshire (4)
  • New Jersey (14)
  • New Mexico (5)
  • New York (29)
  • Oregon (7)
  • Rhode Island (4)
  • Vermont (3)
  • Virginia (13)
  • Washington (12)
  • Gesamt (224)

Die Stimmen in den Bundesstaaten Arizona (11), Maine (4), Nevada (6), Michigan (16), Wisconsin (10), Pennsylvania (20), North Carolina (15) und Georgia (16) sind noch nicht vollständig gezählt. Auch in Alaska (3) läuft die Auszählung noch. Hier gilt ein Sieg von Donald Trump jedoch als sicher.

US-Wahl 2020: Auszählung der Stimmen geht weiter - Sieger steht noch immer nicht fest

+++ 15.37Uhr: Weiter geht die Zählung der Stimmen bei der US-Wahl. Laut aktuellen Informationen befindet sich nun Joe Biden wieder in der Rolle des Favoriten. Der demokratische Herausforderer führt laut Hochrechnungen in Michigan. Zwar liegt Donald Trump in Pennsylvania vorne, doch bleibt es bei den aktuellen Ergebnissen, dann wird Joe Biden der 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

US-Wahl 2020: Donald Trump erklärt sich zum Sieger

+++ 09.15 Uhr: Vor vier Jahren stand zu diesem Zeitpunkt der Sieger der US-Wahl fest. Doch dieses Jahr läuft alles darauf hinaus, dass es so kommen könnte, wie von vielen prognostiziert. Es kommt zum Alptraumszenario*: Weder Donald Trump noch Joe Biden haben 270 Stimmen im Electoral College erreicht - und trotzdem erklärt sich Donald Trump schon mal vorab zum Sieger. Gleichzeitig will er eine weitere Auszählung der Stimmen vom Obersten Gerichtshof des Landes stoppen lassen. „Wir werden vor den Supreme Court ziehen. Wir wollen, dass alles Wählen endet.“ 

US-Wahl 2020: Enges Rennen zwischen Donald Trump und Joe Biden in Georgia

+++ 08.00 Uhr: Lange musste Joe Biden zuletzt auf gute Nachrichten warten, doch nun scheint es bei der US-Wahl 2020 wieder etwas mehr positive Zeichen für den Herausforderer von Donald Trump zu geben. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass es noch Tage dauern könnte, bis ein Sieger feststehen wird.

In manchen bereits vollständig ausgezählten Countys in dem eminent wichtigen Bundesstaat Pennsylvania lag Biden einige Punkte über den Prozentwerten von Hillary Clinton vor vier Jahren. Sie hatte den Staat 2016 letztlich äußerst knapp verloren. Allerdings liegt Trump in der Live-Auszählung immer noch weit vorne. Neue Hoffnung weckte allerdings auch eine Korrektur zur Zahl noch erwarteter Stimmen in Georgia: Dort hatte es zunächst nach einem Sieg für Trump ausgesehen, jetzt scheint das Rennen wieder offen. Dies vor allem deshalb, weil sich die Auszählung in Atlanta offenbar verzögert. Tatsächlich sieht die „New York Times“ Biden dort inzwischen als Favoriten auf den Sieg an.

US-Wahl 2020: Donald Trump gewinnt in Texas

+++ 07.15 Uhr: Wie erwartet, hat Donald Trump den Bundesstaat Texas gewonnen. Texas geht seit Jahrzehnten an Republikaner: Trump lag dort 2016 zum Beispiel neun Prozentpunkte vor der Demokratin Hillary Clinton. Die bisherigen Auszählungsergebnisse deuteten nun aber auf einen deutlich knapperen Sieg Trumps hin. Nach Auszählung der Stimmen von mehr als 96 Prozent der Bezirke lag Trump mit 52 Prozent knapp sechs Prozentpunkte vor dem Demokraten Joe Biden.

+++ 07.00 Uhr: Nun haben sich auch die beiden Kandidaten erstmals zu Wort gemeldet. Beide geben sich siegessicher. „Bleibt zuversichtlich, wir werden das gewinnen“, sagte Joe Biden in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware.* Donald Trump ist ebenfalls fest von seinem Sieg überzeugt und erhob auf Twitter gleich noch Vorwürfe gegen die Demokraten: „Sie versuchen, die Wahl zu stehlen.“ Dies werde er nicht zulassen. Nach Schließung der Wahllokale könnten keine Stimmen mehr abgegeben werden.

+++ 06.25 Uhr: Noch ist völlig unklar, wohin die Reise bei der US-Wahl 2020 gehen wird. Nach den bisherigen Zahlen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Donald Trump und Joe Biden ab, selbst ein Unentschieden im Electoral College ist möglich. Die Ergebnisse aus Florida, Georgia, Texas, Iowa und North Carolina sprechen für Trump. Sobald vor allem Florida und Texas auch offiziell an Trump gehen, wird sich Bidens derzeitige Mehrheit im Wahltrend in Luft auflösen. Joe Biden kann sich über Siege in Colorado, New Hampshire und Virginia freuen. Auch die Resultate aus Arizona verleihen dem Herausforderer Aufwind.

Doch jetzt ist Donald Trump wieder obenauf. Nach Prognosen von Fernsehsendern den wichtigen Bundesstaat Ohio gewonnen. Das ging aus übereinstimmenden Vorhersagen der Sender Fox News, CNN, CBS und NBC und der Nachrichtenagentur AP hervor. Der eher industriell geprägte Bundesstaat hat 18 Wahlleute zu vergeben.

US-Wahl 2020: Selbst Fox News sieht Joe Biden plötzlich vor Donald Trump

+++ 03.45 Uhr: Ausgerechnet der konservative US-Sender Fox News veröffentlicht eine Hochrechnung zu den Ergebnissen der US-Wahl, die Donald Trump alles andere als erfreuen dürfte. Zwar gewinnt der republikanische Amtsinhaber laut den Fox-Zahlen Florida, dafür gehen gleich mehrere andere umkämpfte Staaten an Joe Biden.

Wahl in den USA: Donald Trump und Joe Biden Kopf an Kopf in Florida

+++ 02.18 Uhr: Während das Stimmungsbild in Florida nahezu im Minutentakt wechselt, erreichen uns Ergebnisse der US-Wahl aus anderen Bundesstaaten. Joe Biden kann demnach die erwarteten Siege in Massachusetts, Delaware, Washington D.C. und Maryland einfahren. Donald Trump wiederum hat aktuell die Nase in Kentucky, Oklahoma und Indiana vorne.

US-Wahl 2020: Der erste Staat geht wohl an Donald Trump

+++ 01.08 Uhr: Während die Wahllokale in den USA so langsam schließen, scheint Donald Trump den ersten Bundesstaat sicher zu haben. Wie unter anderem CNN berichtet, kann der US-Präsident seinen Sieg in Indiana aus dem Jahr 2016 wiederholen und die elf Wahlmänner des Bundesstaates für sich verbuchen.

US-Wahl 2020: Republikanischer Gouverneur wählt Joe Biden statt Donald Trump

+++ 23.00 Uhr: Eine erste Überraschung hat die US-Wahl bereits gebracht. Im nordöstlichen Bundesstaat Vermont hat Gouverneur Phil Scott seine Stimme abgeben. Auf die Frage eines Reporters, für wen sich der republikanische Politiker entschieden habe, sagte Scott, er habe seine Stimme Joe Biden gegeben - und nicht seinem Parteifreund Donald Trump.

Scott ist zu diesem Zeitpunkt wohl der erste republikanische Gouverneur, der noch während die US-Wahl läuft mit Donald Trump bricht. „Für mich kommt das Land vor der Partei“, begründete Scott seine Entscheidung für Joe Biden.

US-Wahl 2020: Will Donald Trump jetzt doch das Ergebnis anerkennen?

+++ 15:02 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat für die anstehenden US-Wahlen 2020 gegenüber „Fox & Friends “ angekündigt, dass er einen Sieg nur verkünden würde, wenn er tatsächlich gewonnen habe. „Es gibt keinen Grund, Spiele zu spielen. Ich habe wohl eine realistische Chance, das Ding zu gewinnen, weiß aber nicht, wie es in den Umfragen aussieht“, sagte Trump dem Sender. Ob Trump damit auf eine Anerkennung der Wahlergebnisse anspielte, blieb offen.

„Es war eine große Kampagne in den vergangenen drei Wochen“, bilanziert der Donald Trump. Er sei auch emotional betroffen, da dies seine letzte Zeit als Kandidat und Präsident sein könnte. Darüber hatte auch „CNN“ berichtet.

US-Wahl 2020: Wahllokale in New York, Virginia und Maine sind offen

+++ 12.00 Uhr: Nun geht die US-Wahl 2020 so richtig los. Die ersten Wahllokale haben geöffnet. Unter anderem in den Ostküstenstaaten New York, Virginia und Maine können die Bürger seit 6.00 Uhr (Ortszeit) ihre Stimme abgeben. 

+++ 11.26 Uhr: Im Kampf um die Swing States gibt sich Donald Trump für Michigan siegesgewiss. „Wir werden Michigan so leicht gewinnen“, sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Grand Rapids im Westen des Bundesstaates. Laut dem Portal „FiveThirtyEight“ und einer Auswertung verschiedener Wahlumfragen stehen die Chance für den amtierenden US-Präsidenten in Michigan allerdings nicht sehr gut.

Erstmeldung von 2. November 2020 um 16 Uhr: Countdown zur US-Wahl 2020 - Donald Trump gegen Joe Biden - es gibt einen Favoriten

Washington - Am 3. November 2020 wählen die USA ihren Präsidenten. Etwa 239 Millionen Menschen sind zur US-Wahl aufgerufen. Der Präsident wird allerdings nicht direkt vom Volk gewählt, sondern vom Electoral College, bestehend aus Wahlleuten, die pro Bundesstaat nach Bevölkerung verteilt sind.

Die Republikanische Partei (auch GOP in den USA genannt - „Grand Old Party“) hat in den Vorwahlen Amtsinhaber Donald Trump erneut als Kandidaten nominiert. Der skandalträchtige Unternehmer wurde vor vier Jahren zum 45. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt, nachdem er sich überraschend gegen Hillary Clinton durchsetzte und die wichtigen Swing States für sich entschied.

Die Demokratische Partei (auch als auch als Demokraten „Democrats“ oder kurz „Dems“ bezeichnet) schickt Joe Biden in das Rennen ums Weiße Haus. Der 77-Jährige war unter Barack Obama acht Jahre lang Vizepräsident der USA und liegt in den Umfragen* derzeit vorn. Er geht mit Kamala Harris ins Rennen. Die Politikerin und Juristen soll seine Vizepräsidentin werden. Sie wäre in der Geschichte der Vereinten Staaten von Amerika die erste Frau in diesem Amt.

US-Wahl 2020: Donald Trump gegen Joe Biden - Die Entscheidung um die Präsidentschaft naht

Mehr als 92 Millionen Wählerinnen und Wähler haben ihre Stimme in der US-Wahl bereits abgegeben. Vor allem in Texas war der Ansturm auf das Early Voting gewaltig* - mindestens 9,67 Millionen Menschen haben bereits vor Dienstag, dem 3. November 2020, gewählt. Im Wahljahr 2016 waren es insgesamt weniger als neun Millionen. Aufgrund der Vielzahl der bereits abgegebenen Stimmen könnten die üblichen „Exit Polls“, Umfragen außerhalb des Wahllokals, in diesem Jahr ungenauer ausfallen.

Wann das Ergebnis der US-Wahl genau feststehen wird, ist unklar. Je nach Verteilung der Stimmen in den wichtigen Swing States Florida, Pennsylvania, Ohio und Arizona könnte der Ausgang relativ früh klar werden. US-Medien dürfen den Sieger der Wahl ab frühestens 5.00 Uhr (MEZ) verkünden.

US-Wahl 2020: Donald Trump gegen Joe Biden - Hohe Wahlbeteiligung im Early Voting

Das Ergebnis der US-Wahl* könnte sich schlimmstenfalls über Wochen hinauszögern, beispielsweise wenn es Probleme bei der Auszählung in der chaotisch verlaufenden Briefwahl* gibt oder die Ergebnisse gerichtlich angefochten werden. Bis spätestens zum 8. Dezember wird der US-Präsident jedoch feststehen. Dann müssen alle Bundesstaaten ihre Wahlleute benannt haben. Am 14. Dezember trifft das Electoral College schließlich zusammen und wählt den neuen Präsidenten und seine:n Vize. (Lukas Rogalla mit Agenturen) *merkur.de und fr.de sindTeil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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