Präsident Donald Trump hat noch rund zwei Monate im Amt. Auf dem Weg aus dem Büro plant er offenbar noch den Iran zu bombardieren.
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Präsident Donald Trump hat noch rund zwei Monate im Amt. Auf dem Weg aus dem Büro plant er offenbar noch den Iran zu bombardieren.

US-Präsident

Donald Trump soll Militärschlag gegen Iran erwogen haben - Kurz vor Ende seiner Amtszeit

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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Donald Trump soll die Möglichkeit eines Militärschlags gegen den Iran erwogen haben. Seine Berater rieten davon ab - der Konflikt droht sonst zu eskalieren.

  • Donald Trump zog offenbar einen Militärschlag gegen den Iran in Erwägung.
  • Nach Informationen der „New York Times“ soll der US-Präsident eine iranische Nuklear-Anlage im Visier gehabt haben.
  • Hintergrund ist ein aktueller Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde.

Washington D.C. ‒ Knapp zwei Monate ist Donald Trump noch Präsident der USA, bevor er das Amt an den gewählten Nachfolger Joe Biden übergeben wird. Der scheidende US-Präsident habe sich nach Informationen der „New York Times nach den Möglichkeiten erkundigt, in den letzten Wochen seiner Amtszeit iranische Nuklear-Anlagen zu bombardieren.

Bei einem Treffen im Oval Office, bei dem unter anderem Vize-Präsident Mike Pence, US-Außenminister Mike Pompeo und der neuen Verteidigungsminister Christopher Miller anwesend waren, habe er mit der Idee gespielt, „ob er die Möglichkeit habe, in den kommenden Wochen gegen Irans wichtigsten Atom-Standort vorzugehen“. Die Berater sollen dem US-Präsidenten jedoch von diesem Schritt abgeraten haben: Sie warnen vor einer Eskalation des Konflikts.

USA: Präsident Donald Trump erwägt Militärschlag gegen den Iran

Die Beratungen sollen am vergangenen Donnerstag (12.11.2020) stattgefunden haben. Einen Tag zuvor habe die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) einen Bericht veröffentlicht der zeigt, dass der Iran im Besitz von mehr nuklearem Material ist, als laut des Internationalen Atomabkommens von 2015 erlaubt ist. Die Vereinigten Staaten waren 2018 unter Donald Trump aus dem Abkommen, das von seinem Vorgänger Barack Obama ausgehandelt worden war, ausgetreten. Seitdem hat die Regierung bereits zahlreiche Sanktionen gegen den Iran verhängt. 

Droht der Iran-Konflikt vor Amtsende des US-Präsidenten Trump zu eskalieren?

Donald Trump, der die Ergebnisse der US-Wahl 2020 weiter nicht akzeptiert, muss das Amt am 20. Januar 2021 offiziell an seinen Nachfolger Joe Biden, den 46. Präsident der USA, übergeben. Bis dahin hat Donald Trump weiter den Oberbefehl über das US-Militär. Sollte der US-Präsident bis dahin doch noch einen Militärschlag oder weitere Sanktionen gegen den Iran planen, werde es für Biden deutlich schwerer werden, das Abkommen mit dem Iran wiederzubeleben, wie er es vorhat. So berichtet die „New York Times“ weiter. Bidens Amtszeit könnte so mit erheblichen internationalen Konflikten beginnen.

Weder das Weiße Haus noch das Team um den zukünftigen US-Präsidenten Joe Biden äußerten sich bislang zu den Beratungen um einen möglichen Angriff auf iranische Nuklear-Anlagen. (iwe)

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