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Jae-in und Austin
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Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in (r.) und US-Verteidigungsminister Lloyd Austin.

Konflikt mit Nordkorea

USA und Südkorea wollen ihre Krisenpläne erneuern

Die Krisenpläne der USA und Südkoreas für einen neuen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel sind in die Jahre gekommen. Jetzt reagieren beide Länder auf die Veränderungen im Sicherheitsumfeld.

Seoul - Die USA und Südkorea wollen ihre militärischen Einsatzpläne für den Fall eines neuen Konflikts mit Nordkorea auf den neuesten Stand bringen.

Mit der Aktualisierung der Krisenpläne antworten die Alliierten auf Fortschritte in der Entwicklung der Atomwaffen- und Raketenprogramme Nordkoreas. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin warf Nordkorea am Donnerstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul vor, durch die Weiterentwicklung seiner Waffenprogramme die Sicherheit in der Region zunehmend zu destabilisieren. Er machte aber deutlich, dass Washington weiter zum Dialog mit Pjöngjang bereit ist.

Austin und sein südkoreanischer Amtskollege Suh Wook billigten im Rahmen regulärer Sicherheitsberatungen eine neue „strategische Planungsorientierung“. Die Anleitung soll die Grundlage für die neuen Einsatzpläne (OPLANs) der Allianz bilden. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Die Einigung spiegele die „Veränderungen im strategischen Umfeld“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Minister äußerten die Erwartung, dass beide Länder mit den neuen Krisenpläne eine größere abschreckende Wirkung auf „Bedrohungen durch die Volksrepublik“ (Nordkorea) erzielen „und nötigenfalls darauf reagieren“ können.

Die Entscheidung, die Einsatzpläne zu ändern, sei nicht wegen „akuter Bedrohungen“ getroffen worden, hatte zuvor das Magazin „Defense One“ einen US-Beamten zitiert, der mit Austin im Flugzeug nach Südkorea gereist ist. „Wir haben aber Fortschritte bei den nordkoreanischen Fähigkeiten wahrgenommen, insbesondere bei seinen Möglichkeiten, Raketen abzufeuern.“

Bei einem Besuch in Südkorea im März hatten Austin und US-Außenminister Antony Blinken bekräftigt, weiter das Ziel einer „kompletten Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel“ zu verfolgen. Unter Denuklearisierung verstehen beide Länder die vollständige Abrüstung des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals. Die Diplomatie bleibe der beste Ansatz, sagte Austin am Donnerstag. „Wir rufen Nordkorea auf, in den Dialog zu treten.“

Die Verhandlungen der USA mit der weitgehend isolierten Regierung in Pjöngjang kommen seit mehr als zweieinhalb Jahren nicht mehr voran. Nordkorea, das den USA eine feindselige Politik vorwirft, ist wegen seines Atomprogramm internationalen Sanktionen unterworfen. In diesem Jahr hat das Land erneut mehrfach Raketen und auch Marschflugkörper getestet, die angeblich Atomsprengköpfe tragen können. Das Land hat sich selbst zur Atommacht erklärt, sein Status gilt aber international wegen der Verhandlungen weiter als unklar. dpa

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