1. Startseite
  2. Politik

USA: Trotz Gerichtsprozess - Trump erwägt Kandidatur für 2024

Erstellt:

Von: Ares Abasi

Kommentare

Donald Trump: Prozesse gegen den Ex-Präsidenten könnten zeitnah in eine entscheidende Phase gehen.
Donald Trump: Prozesse gegen den Ex-Präsidenten könnten zeitnah in eine entscheidende Phase gehen. © MICHAEL B. THOMAS

Ans Aufgeben denkt Donald Trump noch lange nicht. Er erwägt trotz drohender Prozesse eine erneute Kandidatur fürs Präsidentenamt.

Washington D.C. - In der vergangenen Woche hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump gegenüber Mitarbeitern erklärt, er wolle noch in diesem Monat eine weitere Präsidentschaftskampagne starten.  So wolle Trump aus den zunehmend schlechteren Umfragewerten von Präsident Joe Biden Kapital schlagen und seine potenziellen Rivalen auf sich aufmerksam machen. Das berichtet der Nachrichtensender CNN.

Trumps Wunsch, seine Wahlkampfankündigung zu beschleunigen und frühere Pläne - bis nach den Zwischenwahlen im November zu warten - über Bord zu werfen, wird demnach immer stärker. Trump überlegt seit Langem, wann genau er eine Präsidentschaftskandidatur für 2024 ankündigen soll. Dies erscheint ihm umso dringlicher, als er derzeit versucht, die Kontrolle über sein Image wiederzuerlangen. Die Aussagen vor dem Sonderausschuss des Repräsentantenhauses, der seine Rolle beim 6. Januar 2021 untersucht, haben ihm doch mehr geschadet, als er nach außen zuzugeben bereit ist.

USA: Ankündigungen Trumps seien noch zu früh

In den letzten Tagen haben sich nun einige von Trumps Beratern an seine engsten Verbündeten gewandt, um sie wissen zu lassen, dass der ehemalige Präsident ernsthaft eine frühe Ankündigung, was 2024 betrifft, in Erwägung zieht. Einer Quelle der Republikaner, die mit diesen Gesprächen vertraut ist, wurde laut CNN mitgeteilt, dass Trump seine Präsidentschaftskandidatur bereits in der ersten Juliwoche bekannt geben wolle. Andere Personen in seinem Umfeld warnten ihn aber demnach, dass er derzeit nicht in der Position für eine große Wahlkampfankündigung sei. „Ich nicht will, dass dies ein Blindgänger wird“, schrieb eine Trump nahestehende Person.

Eine andere Quelle wiederum laut CNN, es sei unwahrscheinlich, dass Trump eine Ankündigung machen würde, ohne die Presse zu informieren, um eine maximale Berichterstattung zu gewährleisten. Zu einem bestimmten Zeitpunkt hatten Mitglieder von Trumps Stab über eine mögliche Veranstaltung Anfang Juli in Michigan diskutiert - einem wichtigen Wahlkampfstaat für die Midterm-Wahl im November. Die Planung dieser Veranstaltung wurde dann aber frühzeitig abgebrochen.

USA: Trump zeigt sich besorgt und hitzig

Trump schwanke derzeit zwischen der Besorgnis über die gegen ihn laufenden Ermittlungen und dem Wunsch, „Feuer mit Feuer zu bekämpfen“, wie es eine Quelle formulierte. Trump wisse, dass er, sobald er sich erneut um das Weiße Haus bewirbt, wahrscheinlich die Sendezeit erhalten werde, die er seiner Meinung nach brauche, um sich selbst am besten zu verteidigen. Obwohl der ehemalige Präsident seit seinem Ausscheiden aus dem Amt Dutzende von Interviews gegeben hat, waren die meisten davon für Autoren von noch nicht veröffentlichten Büchern oder für rechtsgerichtete Medien mit begrenzter Reichweite bestimmt. (Ares Abasi)

Auch interessant

Kommentare