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Die republikanischen Abgeordneten Gaetz (rechts) und Taylor Greene (am Mikrofon)
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Die republikanischen Abgeordneten Gaetz (rechts) und Taylor Greene (am Mikrofon). Demonstrant:innen hatten die Pressekonferenz gestört.

USA

Taylor Greene und Matt Gaetz flüchten vor Demonstrierenden – Event endet im Chaos

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Eine Pressekonferenz mit Marjorie Taylor Greene und Matt Gaetz läuft aus dem Ruder. Demonstrierende forcieren den Abbruch – auch mit einer Figur von Donald Trump.

Washington, D. C. – Die Diskussionen um den Sturm auf das Kapitol in Washington D. C. am 6. Januar 2021 nehmen kein Ende. Während sich nun ein Untersuchungsausschuss nun mit der Aufklärung der Kapitol-Aufstände befasst, gab eine Gruppe rechtsextremer Konservativer, darunter die republikanischen Abgeordneten und politische Verbündete des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, Matt Gaetz und Marjorie Taylor Greene, eine Pressekonferenz. Gaetz und Taylor Greene forderten vor dem Justizministerium in der US-Hauptstadt Antworten zum Status der im Zuge des Sturms auf das Kapitol festgenommenen Randalierer:innen. Der Anlass des Pressetermins geriet allerdings völlig in den Hintergrund.

Schon bevor Matt Gaetz, Abgeordneter der Republikaner für den Bundesstaat Florida im US-Kongress, und Marjorie Taylor Greene, Kongressabgeordnete für Georgia, das Wort ergriffen, sorgten zahlreiche Protestierende für Lärm, um die Pressekonferenz der umstrittenen republikanischen Politiker zu stören. Die Aktivist:innen machen insbesondere den rechten Flügel der US-Republikaner für die Vorfälle am Kapitol in Washington verantwortlich. Demnach beschuldigen sie die Anhänger:innen Donald Trumps, den Mob bei den Vorfällen in Washington D. C. unterstützt zu haben.

Pressetermin von Gaetz und Taylor Greene: Demonstrierende stören mit Figur von Donald Trump

Die Protestierenden zeigten Schilder unter anderem mit der Aufschrift „Verräter und Vergewaltiger“. Außerdem sorgten sie mit Trillerpfeifen und einer überdimensionierten Figur des ehemaligen Präsidenten Donald Trump für Unruhe. Mitarbeiter der republikanischen Partei versuchten, den anwesenden Fotografen den Blick auf die Trump-Nachbildung zu verwehren.

Marjorie Taylor Greene, die in der jüngeren Vergangenheit gleich mehrfach negativ mit verbalen Entgleisungen und diversen Holocaust-Vergleichen aufgefallen war, ergriff schließlich unter ständigen Pfiffen und störenden Rufen der Protestler:innen das Wort. Nur wenige Momente später zogen die Sicherheitsleute die Reißleine und brachen die aus dem Ruder geratene Pressekonferenz ab. Taylor Greene und Matt Gaetz verließen den Ort des Geschehens im Chaos.

Protestierende konfrontieren Trump-Freund Gaetz mit Pädophilie-Vorwürfen

Doch so schnell ließen sich die Protestierenden nicht abschütteln: Sie verfolgten die beiden republikanischen Politiker. Eine Aktivist:innen fragte Matt Gaetz wiederholt, „sind sie ein Pädophiler?“ Die Demonstrantin bezog sich dabei wohl auf die Vorwürfe, Gaetz habe Sex mit einer Minderjährigen gehabt. Im März berichtete die New York Times über eine Untersuchung des US-Justizministeriums in dieser Angelegenheit. Der Trump-Freund selbst beteuert weiter vehement seine Unschuld und verweist in diesem Zusammenhang stets auf eine Schmutzkampagne seiner politischen Gegner. Zuletzt wurde Gaetz bei einem Pressetermin in Kalifornien auf die Pädophilie-Vorwürfe angesprochen.

Wie das britische Nachrichtenportal Independent.co.uk berichtet, kehrte Louis Gohmert, Richter und republikanisches Mitglied des Repräsentantenhauses in den USA, noch einmal zu den berichterstattenden Reportern zurück. Doch seine Versuche, auf Fragen der Journalisten einzugehen, wurden von einer großen Blaskapelle torpediert. Dem Bericht zufolge wurde diese von den Demonstrierenden engagiert, um die Pressekonferenz der beiden Trump-Vertrauten Matt Gaetz und Marjorie Taylor Greene zu stören. Die Aktivist:innen verweilten noch einige Zeit vor dem Justizministerium in der US-amerikanischen Hauptstadt, nachdem die Pressekonferenz jäh im Chaos endete. (yw)

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