Steve Bannon erklärt sich in der Betrugsaffäre um Spendengelder für nicht schuldig.
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Steve Bannon erklärt sich in der Betrugsaffäre um Spendengelder für nicht schuldig.

USA

Steve Bannon erklärt sich für nicht schuldig - Trumps Ex-Berater kommt auf Kaution frei

Steve Bannon ist wegen Betrugs mit Spendengeldern angeklagt. Nach seiner Festnahme ist der ehemalige Stratege von Donald Trump auf Kaution wieder freigelassen worden.

  • Steve Bannon ist in New York wegen Betrugs mit Spendengeldern verhaftet worden
  • Mit dem Geld sollte der Bau einer Mauer an der US-Grenze zu Mexiko finanziert werden
  • Der ehemalige Stratege von US-Präsident Donald Trump erklärt sich für nicht schuldig und kommt zunächst frei

Update vom Freitag, 21.08.2020, 10.38 Uhr: Steve Bannon erklärt sich nach seiner Festnahme am Donnerstag in New York für nicht schuldig. Er und drei weitere Personen sind angeklagt, Spendengelder für den Bau einer Mauer an der US-Grenze zu Mexiko selber eingesteckt zu haben. Gegen eine Kaution von fünf Millionen Dollar ist Steve Bannon zunächst wieder freigelassen worden. Zudem wird gegen ihn eine Reisesperre für Gebiete außerhalb des Nordostens der USA verhängt, legte Richter Stewart Aaron in New York fest.

Zu seinen ebenfalls angeklagten Partnern, sowie Personen mit Verbindungen zur Spendenkampagne dürfe er keinen Kontakt aufnehmen. Donald Trump hat sich von seinem ehemaligen Berater Steve Bannon distanziert. „Ich denke, dass es eine sehr schlechte Sache für Herrn Bannon ist“, sagte Trump am Rande eines Termins. Er selber habe das Spendenprojekt wegen „Angeberei“ nicht gut geheißen.

Steve Bannon verhaftet: Ex-Stratege von Donald Trump wegen Betrugs angeklagt

Erstmeldung vom Donnerstag, 20.08.2020, 17.14 Uhr: New York - Der ehemalige Chef-Stratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ist am Donnerstag (20.08.2020) in New York verhaftet worden. Er wird wegen Betrugs mit Spendengeldern angeklagt. Laut einer Pressemitteilung des zuständigen Bezirksgerichts für den Süden von New York wurden zudem drei Partner Bannons angeklagt. Alle sollen noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Verhafteten haben die Spendenkampagne „We Build the Wall“ („Wir bauen die Mauer“) geleitet. Mit dem Geld sollte der Bau einer Mauer an der US-amerikanischen Grenze mit Mexiko finanziert werden - eines der Wahlversprechen von Donald Trump. Stattdessen flossen Teile des Geldes wohl in die Taschen von Steve Bannon. Es wird behauptet, dass er und seine Komplizen die Spenderinnen und Spender um eine Summe von insgesamt mehr als 25 Millionen Dollar betrogen haben. Hunderttausende Geldgeber sollen betroffen sein.

USA: Betrug mit Spendengeldern - Steve Bannon in New York verhaftet

Den Geldgebern wurde zugesagt, dass die Leiter der Kampagne keinen einzigen Cent des Geldes erhalten würden. Steve Bannon erhielt jedoch mehr als eine Millionen Dollar, mit denen er persönliche Ausgaben finanziert haben soll. Gründer der Kampagne, Brian Kolfage erhielt etwa 350.000 Dollar, um seinen üppigen Lebensstil zu finanzieren, heißt es in der Stellungnahme des Gerichts.

Das Gericht wirft Steve Bannon und seinen Partnern zudem vor, die Nutzung des Geldes nicht nur verschwiegen, sondern auch aktiv vertuscht zu haben, etwa mit gefälschten Konten und Belegen.

Ehemaliger Stratege von Trump: Steve Bannon wegen Betrugs verhaftet

Steve Bannon ist der ehemalige Chefredakteur der rechtspopulistischen Nachrichtenseite „Breitbart News“ und war einer der führenden Köpfe hinter Donald Trumps Wahlkampf-Kampagne 2016. Er ist nicht die einzige mit Trump assoziierte Person, gegen die in den letzten Jahren Anklage erhebt wurde.

Steve Bannon ist damit mindestens der fünfte ehemalige Berater oder Mitarbeiter aus dem Umfeld von Donald Trump, gegen den Anklage erhoben wird. Auch Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen, der frühere Wahlkampfmanager Paul Manafort und der damalige Sicherheitsberater Mike Flynn wurden aufgrund verschiedener Vergehen angeklagt und verurteilt. Roger Stone, ein weiterer ehemaliger Berater Trumps, wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, die Donald Trump aber per Begnadigung aufgehoben hat.

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