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Skandalrepublikaner Santos mit Verbindungen zu russischem Oligarchen

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Von: Helena Gries

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George Santos, Abgeordneter der Republikaner, wartet auf den Beginn einer Sitzung im Repräsentantenhaus.
George Santos, Abgeordneter der Republikaner, wartet auf den Beginn einer Sitzung im Repräsentantenhaus. © Alex Brandon/dpa

Der Republikaner George Santos steht wegen zahlreicher Lügen stark in der Kritik. Dem Abgeordneten werden nun auch noch Verbindungen zu Russland nachgesagt.

Washington, D.C. – Der umstrittene Abgeordnete George Santos steht erneut in der Kritik. Nachdem der Republikaner zugegeben hatte, entscheidende Stationen seiner schulischen und beruflichen Laufbahn erfunden zu haben, werden ihm jetzt auch noch Verbindungen zu Russland nachgesagt.

Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen gegen George Santos vorgehen und fordern den Rücktritt des Republikaners. Derweil gibt es bereits neue Schlagzeilen zu dem Kongressabgeordneten aus New York. Wie die Washington Post am Montag (16. Januar) berichtet, soll Santos tiefere Verbindungen als bisher bekannt zu einem Geschäftsmann pflegen, der der Cousin eines sanktionierten russischen Oligarchen ist.

USA: Republikanischer Abgeordneter wird von Unternehmer im Wahlkampf unterstützt

Die Rede ist hier von Andrew Intrater, der gemeinsam mit seiner Frau das Hauptwahlkampfkomitee von Santos mit einem Maximum von 5800 US-Dollar unterstützt haben soll. Laut Washington Post gehe dies aus Unterlagen der Bundeswahlkommission in den USA hervor. Intraters Cousin ist der russische Milliardär Viktor Vekselberg, der von der US-Regierung für seine Rolle in der russischen Energieindustrie sanktioniert wurde.

Die Beziehung zwischen Santos und Intrater gingen über Wahlkampfspenden hinaus, hieß es bereits in einer privaten Erklärung von Santos im Jahr 2020. Es wird davon ausgegangen, dass Santos bei Eintritt in die Politik im Jahr 2020 möglicherweise eine Geschäftsbeziehung mit Intrater hatte und somit auf seinem Weg in ein öffentliches Amt persönliche und politische Unterstützung fand.

Intraters Unternehmen, die Investmentfirma Columbus Nova, solle zudem historisch weitreichende Verbindungen zu den Geschäftsinteressen seines russischen Cousins haben. Noch während der Sanktionierung Vekselbergs vom Finanzministerium im Jahr 2018 soll sein Konzern der größte Kunde von Columbus Nova gewesen sein. Das hatte das Unternehmen in diesem Jahr gegenüber der Washington Post bestätigt. (hg)

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