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Vor Stichwahl im Senatsrennen in Georgia: Mehr als 1,8 Millionen Stimmen sind vorzeitig abgegeben

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Von: Sandra Kathe

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Wenige Tage vor der Stichwahl in Georgia sind beide Kandidaten um den Senatorensitz für Wahlkampfaktionen im Bundesstaat unterwegs.
Wenige Tage vor der Stichwahl in Georgia sind beide Kandidaten um den Senatorensitz für Wahlkampfaktionen im Bundesstaat unterwegs. © Paul Hennessy/imago-images.de

In Georgia entscheidet sich am Dienstag das Rennen um den letzten offenen Senatorensitz. Amtsinhaber Warnock und Herausforderer Walker machen Wahlkampf im US-Staat.

Atlanta/Washington – Schon bevor am Dienstag im südlichen US-Staat Georgia die Wahllokale öffnen, haben mehr als 1,8 Millionen Menschen – und damit etwa ein Viertel der Wähler:innen im Bundesstaat – in der Stichwahl um den letzten offenen Sitz im Senat der USA abgestimmt. Das berichtet die Washington Post auf Basis offizieller Angaben nach der Beendigung der vorzeitigen Stimmabgabe am Freitag.

Dennoch sind die beiden Kandidaten, Amtsinhaber Raphael Warnock von den Demokraten und sein republikanischer Herausforderer Herschel Walker, ein als Donald Trump-Favorit geltender Republikaner, fleißig auf Wahlkampftournee im Bundesstaat, wo sie sich am Wochenende etwa auch im Rahmen von American-Football-Spielen an ihre potenzielle Wählerschaft richteten. Der ehemalige Footballstar Walker etwa ließ in einer Werbebotschaft einen ehemaligen Trainer zu Wort kommen, der Walkers „Antrieb“ und Arbeitsmoral lobte, die Demokraten konterten vor allem mit Kritik an bisherigen Wahlkampfauftritten des Republikaners.

Stichwahl in Georgia: Republikanischer Kandidat erntet Gegenwind

So hatte Walker in einer wirren Rede vor wenigen Wochen von Vampiren und Werwölfen erzählt und auch darüber hinaus einige Negativschlagzeilen produziert. Zum Beispiel hatten sich mehrere Frauen zu Wort gemeldet, die Beziehungen und Affären mit dem ehemaligen Football-Star gehabt haben wollen und dem 60-Jährigen öffentlich vorwarfen, ihnen Gewalt angetan oder zu einer Abtreibung überredet, beziehungsweise eine solche bezahlt zu haben.

Während einige Unterstützer:innen der Republikaner sich davon nicht abbringen lassen, den ehemaligen Profisportler zu unterstützen, sprachen Reporter:innen der Washington Post auch mit Wählern, die sich schockiert von der Personalie Walker abwenden und sich erstmals vorgenommen haben, demokratisch zu wählen, auch wenn sie mit der Arbeit des ehemaligen Baptisten-Pastors Warnock bislang ebenfalls nicht zufrieden seien.

Am Dienstag ist Stichwahl in Georgia: Demokraten haben bereits Senatsmehrheit

Dieser konzentrierte sich am letzten Wochenende seines Wahlkampfs in den Großstädten Atlanta und Augusta vor allem auf einen Auftritt vor Gewerkschaftsunterstützer:innen sowie einer Veranstaltung für Wählerinnen mit asiatischen Wurzeln. Seine Mission sollte es sein, demokratische Wähler:innen überhaupt zum Wählen zu motivieren, denn nach dem Ergebnis der Midterms Anfang November haben die Demokraten ihre bisherige Senatsmehrheit ohnehin bereits sicher. Würde Warnock gewählt, kämen die Demokraten auf 51 von 100 Sitzen.

Ähnlich knapp wie das Ergebnis im ersten Wahlgang mit 49,4 Prozent der Stimmen für Warnock und 48,5 Prozent für Walker ausgegangen war, sagen auch aktuelle Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Georgia voraus. Eine am Freitag veröffentlichte CNN-Umfrage sieht Warnock mit 52 Prozent knapp vor seinem Herausforderer Walker mit 48 Prozent. (ska)

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