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„Atomwaffen und sonst nichts“ - Joe Biden droht Wladimir Putin

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Von: Yannick Wenig

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July 27, 2021, McLean, Virginia, USA: U.S. President Joe Biden delivers remarks to Intelligence Community workforce memb
Joe Biden, Präsident der USA, hat seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin scharf attackiert. © Alex Edelman/Imago

Joe Biden hat Russland und seinen Präsidenten Wladimir Putin scharf kritisiert. Außerdem warnt der Präsident der USA vor einem Cyberkrieg.

Washington D. C. – Die Fronten zwischen Russland und den USA scheinen weiter verhärtet. Seit Monaten sorgen Cyberattacken für Spannungen zwischen den Regierungen der beiden Länder. Nun hat US-Präsident Joe Biden dem Kreml um Präsident Wladimir Putin eine Einmischung in die US-Kongresswahlen im Jahr 2022 vorgeworfen. Wesentlicher Bestandteil des Vorwurfes: die Verbreitung von Fehlinformationen vonseiten Russlands.

„Schauen Sie sich an, was Russland bereits in Hinblick auf die Wahlen 2022“ unternimmt, sagte Biden am Dienstag (27.07.2021, Ortszeit) bei einem Treffen mit US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines. „Das ist eine reine Verletzung unserer Souveränität.“ Joe Biden attackierte seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin dazu mit scharfen Worten: Putin habe „ein echtes Problem, er sitzt an der Spitze einer Wirtschaft, die Atomwaffen hat und sonst nichts“, sagte der US-Präsident. „Er weiß, dass er in Schwierigkeiten steckt, was ihn in meinen Augen noch gefährlicher macht.“

Joe Biden attackiert Wladimir Putin – und warnt vor Cyberkrieg der USA mit „einer Großmacht“

Der US-Präsident äußerte sich zudem besorgt über den jüngsten Anstieg an Cyberangriffen, unter anderem durch die Schadsoftware Ransomware, bei der Hacker die Daten ihrer Opfer verschlüsseln und Geld für die Wiederherstellung des Zugangs verlangen. Sollten die USA in einen Krieg mit einer Großmacht verwickelt werden, „wird das die Folge eines Cyberangriffs sein“, so Biden.

Im Herbst 2022 finden in den USA die Kongress-Zwischenwahlen statt, bei denen alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl stehen. Das Weiße Haus um US-Präsident Joe Biden hatte die Regierung in Moskau in der Vergangenheit wiederholt aufgefordert, Maßnahmen gegen Cyberattacken zu ergreifen, die russischen Hackern zugeschrieben werden. Zuletzt hatte das US-Ministerium für Heimatschutz und Justiz von „nie dagewesenen Spannungen“ zwischen den beiden Ländern gesprochen. Beide Seiten verhängten bereits Sanktionen gegen die jeweils andere Regierung und wiesen Diplomaten aus. (afp/yw)

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