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USA und Japan: Machtdemonstration gegen Russland und China

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Von: Nadja Austel

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In japanischen Gewässern demonstrieren Japan und die USA militärische Stärke (Archivbild).
In japanischen Gewässern demonstrieren Japan und die USA militärische Stärke (Archivbild). © Japan Air Self-Defense Force/AP/dpa

Die militärischen Bündnispartner China und Russland auf der einen Seite und USA und Japan auf der anderen Seite liefern sich im Indopazifik einen Schlagabtausch.

Seoul – Laut einem Bericht von CNN überflogen in dieser Woche mehr als 50 US-amerikanische und japanische Kampfflugzeuge die Gewässer um Japan. Die beiden Verbündeten veranstalteten damit angesichts der zunehmenden Spannungen mit China und Russland in der Region eine Machtdemonstration.

Wie das japanische Verteidigungsministerium am Donnerstag (14. Juli) mitgeteilt habe, nahmen ein Dutzend F-22-Tarnkappenjäger der US-Luftwaffe, vier F-35-Tarnkappenjets und 13 F-15-Jets an den Übungen teil. Zu den US-Kampfjets gesellten sich demnach außerdem 20 japanische Kampfflugzeuge sowie drei Aufklärungs- und Unterstützungsflugzeuge der USA.

China und Russland gegen USA und Japan – Übungen für „freien und offenen indopazifischen Raum“

Die japanischen und amerikanischen Kampfjets flogen über dem Japanischen Meer, dem Pazifischen Ozean und dem Ostchinesischen Meer, um die taktischen Fähigkeiten und die „gemeinsame Reaktionsfähigkeit“ zu verbessern, habe das japanische Verteidigungsministerium laut CNN vermeldet.

Die US-Luftwaffe äußerte sich nicht unmittelbar zu den Übungen, hatte allerdings in einer Pressemitteilung vom letzten Monat mitgeteilt, dass sie F-22-Tarnkappenjäger nach Japan entsandt habe. Japan sei „ein wichtiger Verbündeter der USA und ein entscheidender Partner bei der Gewährleistung eines freien und offenen indopazifischen Raums“, hatte ein Sprecher der Hawaiianischen Luftgarde kommentiert.

USA und Japan führen Übungen durch – China übt „souveräne Rechte“ aus

Zusätzlich führten in dieser Woche US-amerikanische und japanische Seepatrouillenflugzeuge eine Übung in der Nähe der Nansei-Inseln durch, dem japanischen Territorium, das Taiwan am nächsten liegt, und in der Nähe der Senkaku-Inseln, einer unbewohnten Inselkette, die ebenso von China beansprucht wird, so der Bericht von CNN. Die Übung sei durchgeführt worden, um „die Fähigkeit der japanisch-amerikanischen Allianz zur wirksamen Abschreckung zu stärken“, heiße es in der japanischen Erklärung.

Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums hätten die chinesischen Schiffe der Küstenwache und der Marine in diesem Jahr so viel Zeit in den Gewässern um die Senkakus verbracht wie nie zuvor. Das chinesische Außenministerium hatte Anfang des Jahres gegenüber CNN erklärt, dass die Patrouillen der chinesischen Küstenwache in den Gewässern um die Inseln „eine angemessene Ausübung von Chinas souveränen Rechten“ seien.

Russland, USA und ihre Verbündeten – Chinas Schiffe segeln um Japans Inseln

Unterdessen haben laut CNN chinesische und russische Kriegsschiffe ihre Präsenz rund um Japan in den vergangenen Wochen verstärkt. Tokio hatte erklärt, dass insgesamt acht chinesische und russische Schiffe in den Gewässern um Japan gesichtet worden seien. Eine russische Flottille mit fünf Schiffen segelte demnach eine Woche lang in der Nähe japanischer Inseln, von Hokkaido im Norden bis Okinawa im Süden, so das Ministerium in einer Pressemitteilung. In der Zwischenzeit wurden mindestens zwei chinesische Kriegsschiffe und ein Versorgungsschiff bei den Izu-Inseln, etwa 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Tokio, gesichtet. 

Bei einem dieser Schiffe handelte es sich offenbar um die Lhasa, einen Lenkwaffenzerstörer vom Typ 55 und eines der stärksten chinesischen Überwasserschiffe. Die Übungen in dieser Woche finden zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die US-Luftwaffe Teile ihrer wichtigsten Ausrüstung in den Indopazifik verlegt. (na)

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