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„Händler des Todes“ gegen Basketballerin mit Russland ausgetauscht – Trump wütet wieder

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Von: Sebastian Richter

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Der Gefangenenaustausch Bout gegen Griner hat in den USA zu großen Diskussionen geführt. Donald Trump hätte es mal wieder besser gemacht.

New York – In den USA sorgt ein Gefangenenaustausch mit Russland für Aufsehen. Viktor Bout wurde gegen die Basketballerin Brittney Griner ausgetauscht. Die beiden saßen wegen Verbrechen im Gefängnis, die kaum unterschiedlicher sein können: Während Bout in den USA als „Händler des Todes“ inhaftiert wurde, wird Griner lediglich der Besitz von Cannabisöl vorgeworfen. Der Austausch sorgt für Kritik – auch der ehemalige Präsident Donald Trump meldet sich wieder ein mal zu Wort.

Trump erklärt beim Social-Media-Portal Truth Social am Sonntag (11. Dezember), bereits während seiner Amtszeit einen Tausch mit Russland angeboten bekommen zu haben. Damals sollte er Bout mit Russland gegen den ehemaligen US-Soldaten Paul Whelan tauschen.

Gefangenenaustausch in den USA: Trump will Rekordzahl an Geiseln getauscht haben

„Ich habe einen Deal mit Russland abgelehnt, bei dem der sogenannte ‚Händler des Todes‘ gegen Paul Whelan ausgetauscht werden sollte“, schreibt Trump, wie das US-Magazin Newsweek berichtet. „Ich hätte den Deal nicht für hundert Menschen im Austausch gegen jemanden gemacht, der mit seinen Waffengeschäften unzählige Menschen getötet hat.“ Und natürlich muss Trump noch erwähnen, was er angeblich alles in seiner Amtszeit geschafft habe: „Ich hätte Paul jedoch herausgeholt, so wie ich es mit einer Rekordzahl anderer Geiseln getan habe.“

Donald Trump hat sich zum Gefangenenaustausch Griner gegen Bout geäußert. (Archivfoto)
Donald Trump hat sich zum Gefangenenaustausch Griner gegen Bout geäußert. (Archivfoto) © John Locher/dpa

Der Austausch von Griner gegen Bout war „verrückt und schlecht“, so Trump in seiner gewohnten Wortwahl. Falls der Austausch allerdings während seiner Zeit als Präsident der USA stattgefunden hätte, dann wäre es „schnell“ gegangen. Tatsächlich ist der Austausch bereits im Sommer zur Sprache gekommen.

USA: Auch Tiergarten-Mörder zum Austausch angeboten

Im Zuge des Gefangenenaustauschs soll Russland zudem die Überstellung des verurteilten Russen im sogenannten Tiergartenmordfalles gefordert haben. „Sie haben die Übergabe eines Mannes (...) gefordert, eines Mörders, der in Deutschland in Haft sitzt“, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, dem US-Sender ABC News am Sonntag. Die USA hätten das allerdings nicht als ernsthaftes Gegenangebot betrachtet. (spr)

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