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US-Wahl 2020: Vertrauter von Rudy Giuliani will sich schuldig bekennen

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Von: Melanie Gottschalk

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Rudi Giulianis Vertrauter Igor Fruman will sich offenbar vor dem Federal Court in New York City schuldig bekennen.
Rudi Giulianis Vertrauter Igor Fruman will sich offenbar vor dem Federal Court in New York City schuldig bekennen. © Angela Weiss/AFP

Für Rudy Giuliani könnte es ungemütlich werden. Denn laut Gerichtsakten will einer seiner Vertrauten, Igor Fruman, auf schuldig plädieren.

New York – Ein Vertrauter von Rudy Giuliani, Igor Fruman, will sich im Prozess um den Wahlkampf zur US-Wahl 2020 am Mittwoch (25.08.2021) offenbar schuldig bekennen. Das geht laut CNN aus den Gerichtsakten hervor. Der ukrainische Geschäftsmann Fruman soll gemeinsam mit seinem Landsmann Lev Parnas von Giuliani beauftragt worden sein, in der Ukraine Schmutz gegen den damaligen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden aufzuwirbeln.

Die sogenannte Ukraine-Affäre war ein Versuch, eine Ermittlung wegen Korruptionsvorwürfen gegen Joe Biden und dessen Sohn Hunter zu erwirken und so Donald Trump zur Wiederwahl bei der US-Wahl 2020 zu verhelfen. Sowohl Lev Parnas als auch Igor Fruman stehen deshalb im Fokus der US-Justiz. Bisher hatten die beiden Geschäftsleute auf nicht-schuldig plädiert, Fruman will das nun offenbar ändern.

Bringt Vertrauter Igor Fruman Rudy Giuliani in Bedrängnis?

Bei den Anschuldigungen gegen Lev Parnas und Igor Fruman geht es um Geldwäsche, Finanzverbrechen sowie um Verstöße gegen Wahl- und Lobbygesetze der USA. Laut Daily Beast forderte die Staatsanwaltschaft schon vor Monaten belastbare Beweise gegen Rudy Giuliani, um einen Deal zu ermöglichen. Ob Fruman nun einen Deal ausgehandelt hat, ist laut CNN bisher nicht bekannt.

Sollte Fruman Informationen an die New Yorker Staatsanwaltschaft weitergegeben haben, würde es auch für Rudy Giuliani ungemütlich werden. Gegen ihn läuft nämlich seit mehr als zwei Jahren eine separate Ermittlung. Frumans Infos könnten es in sich haben, sollte Giuliani beispielsweise Schwarzgeld gezahlt oder reguläre und für den US-Fiskus einsehbare Zahlungswege umgangen haben, um Parnas und Fruman für ihre Mühen im schmutzigen Kampf gegen Joe Biden und somit für eine Wiederwahl von Donald Trump zu entlohnen.

Rudy Giuliani streitet Fehlverhalten seinerseits ab

Rudy Giuliani streitet weiterhin vehement ein Fehlverhalten seinerseits ab. Bereits vor einigen Monaten hatten die US-Ermittlungsbehörden die privaten und geschäftlichen Räume des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt New York durchsucht. Bei den sichergestellten Materialien könnten laut des Anwalts von Parnas auch Akten sein, die im Fall um Giulianis Vertraute von Bedeutung sind. Es bleibt also weiterhin spannend. (msb)

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