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Die Polizei und die Teilnehmenden am Protest widersprechen der Behauptung des Senators Josh Hawley, dass es einen Angriff auf die Familie des Republikaners gab.
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Die Polizei und die Teilnehmenden am Protest widersprechen der Behauptung des Senators Josh Hawley, dass es einen Angriff auf die Familie des Republikaners gab. (Symbolbild)

USA

Republikaner meldet „Antifa-Angriff“ auf seine Familie – die Polizei hat eine andere Meinung

Der Republikaner Josh Hawley meldet einen „Antifa-Angriff“ auf seine Familie und sein Haus. Die Polizei und Protestierenden widersprechen der Darstellung.

  • Der Republikaner und Senator in den USA Josh Hawley berichtet von einem Angriff der Antifa auf seine Familie.
  • Protestierende und Polizei widersprechen der Darstellung vom „Antifa-Angriff“.
  • Der Senator aus dem Bundesstaat Missouri bleibt bei seiner Darstellung.

Washington D.C. – Der republikanische US-Senator Josh Hawley aus Missouri hat behauptet, dass seine Familie von Antifa-Aktivist:innen angegriffen worden sei. Während eines Protests vor seinem Haus in Vienna in der Nähe der Hauptstadt Washington D.C. sei seine Familie bedroht worden. Die Demonstrierenden sollen außerdem Vandalismus betrieben haben, schrieb der Republikaner auf Twitter. Ein Video der Protestierenden und Aussagen der örtlichen Polizei widersprechen dieser Darstellung.

US-Senator Josh-Hawley behauptet von Antifa-Protestierenden angegriffen zu werden

Die Gruppe „Shutdown D.C.“ hat zu den Protesten vor dem Haus des Senators in den USA aufgerufen, weil Josh Hawley einer der Senatoren ist, die die Bestätigung des Ergebnisses der US-Wahl 2020 im Kongress blockieren wollten, um Donald Trump im Amt zu halten. Etwa 15 Menschen protestierten vor dem Haus des Republikaners, meldet die Zeitung „Kansas City Star“. Dabei skandierten sie Sprechchöre und hielten Schilder in die Höhe. Der Protest fand unter dem Motto „Mahnwache für die Demokratie“ statt.

Hawley selbst, der von einem Angriff von Antifa-Aktivist:innen sprach, war zum Zeitpunkt des Protests nicht in seinem Haus. „Antifa-Mistkerle“ seien zu seinem Haus in Washington D.C. gekommen und hätten Drohungen gerufen, schreibt der Trump-treue Senator auf Twitter. Die Antifaschisten hätten außerdem versucht, die Tür aufzubrechen. Seine Familie und er würden sich nicht durch linksgerichtete Gewalt einschüchtern lassen, schließt der Republikaner Hawley sein Statement.

„Antifa-Angriff“ auf Republikanischen Senator in den USA: Video zeigt friedlichen Protest

Die Protestierenden vor dem Haus des Republikaners Josh Hawley hätten sich jedoch hauptsächlich auf der Straße und dem Gehweg aufgehalten, berichtet der „Kansas City Star“. In einem Video, das die Aktivist:innen veröffentlichten, ist zu sehen, dass sie Kerzen anzündeten und Schilder mit der Aufforderung an den Senator, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl zu berücksichtigen. Vier Personen betraten das Grundstück für kurze Zeit, um einen Text vor der Tür abzulegen. Es hätte sich dabei um eine Kopie der Verfassung gehandelt, berichtet „Kansas City Star“ unter Berufung auf die Aktivist:innen. Außerdem malten die Protestierenden Texte auf den Bürgersteig.

Auch Polizei widerspricht der Behauptung eines „Antifa-Angriffs“ in den USA - Hawley bleibt bei der Behauptung

Auch die Polizei widerspricht dem US-Senator Josh Hawley, der den Protest als „Antifa-Angriff“ bezeichnet. Es hätte sich dabei um einen kleinen Protest gehandelt, teilte ein Sprecher der örtlichen Polizei in Vienna bei Washington D.C. mit. Die Aktivist:innen seien informiert worden, dass sie gegen Lärmbestimmungen verstoßen hätten. Außerdem sei es im Bundesstaat Virgina in den USA nicht erlaubt in privaten Wohngegenden zu demonstrieren, teilte die Polizei mit. Acht Minuten nachdem die Teilnehmer:innen des Protests darüber informiert worden seien, hätten sie den Ort verlassen.

Der Republikaner Hawley spricht jedoch weiterhin von einem Angriff der Antifa. „Wenn Antifa-Mistkerle meine Familie terrorisieren können, können sie es auch bei jeder anderen Familie in den USA machen“, schreibt der US-Senator des Bundesstaates Missouri in einem weiteren Tweet. Er werde das nicht akzeptieren. (Max Schäfer)

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