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Demonstration gegen Hassverbrechen gegen asiatisch aussehende Menschen.
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Demonstration gegen Hassverbrechen gegen asiatisch aussehende Menschen.

Gesetz gegen Hassverbrechen

USA - Hass auf Asiat:innen nimmt zu: „Nimm deine verdammte Maske ab“

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Die USA verabschieden ein Gesetz gegen anti-asiatische Hassverbrechen. Mit der Corona-Pandemie hatten Resentiments zugenommen. Daran ist Trump nicht unschuldig.

Washington - Es war erst Anfang Mai, als eine Frau zwei asiatisch-stämmige Frauen in New York mit einem Hammer attackierte und verletzte. Zuvor soll die Frau von den Passantinnen verlangt haben, ihre Masken, die sie zum Schutz vor dem Coronavirus trugen, abzuziehen. Die Unbekannte, die laut einem Zeugen betrunken war, hatte dann einer der Frauen mit dem Hammer gegen den Kopf geschlagen.

Richtig aufgeschreckt wurden die US-Amerikaner:innen bereits im März, als ein Amokläufer acht Menschen, darunter acht Frauen asiatischer Herkunft ermordete. In drei unterschiedlichen Wellness-Einrichtungen fanden sie ihren Tod. 

Hassverbrechen gegen asiatisch aussehnde Menschen: Künftig leichter zu ahnden

Als Reaktion auf die vermehrten Angriffe auf asiatisch aussehende Menschen hat der US-Kongress nun ein Gesetz zur effektiveren Bekämpfung von Hassverbrechen gegen asiatischstämmige Menschen in den USA verabschiedet. Nach dem Senat stimmte am Dienstagabend (Ortszeit) auch das Repräsentantenhaus dem Gesetz mit großer Mehrheit zu. Damit soll unter anderem eine schnellere Überprüfung von Hassverbrechen durch das Justizministerium gewährleistet werden.

Auch die Meldung solcher Straftaten soll erleichtert werden. Darüber hinaus soll die Regierung verpflichtet werden, stärker über Hassverbrechen während der Corona-Pandemie aufzuklären. Es gilt als ausgemacht, dass US-Präsident Joe Biden das Gesetz unterzeichnen wird.

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Hassverbrechen: Trump nannte Coronavirus „China-Virus“

Der Ex-Präsident Donald Trump könnte mit daran schuld sein, dass die Zahl der Gewalttaten gegen asiatische oder asiatischstämmige Menschen in den USA im Zuge der Pandemie deutlich zugenommen hat. Trump hatte das Coronavirus während seiner Zeit im Weißen Haus immer wieder als „China-Virus“ bezeichnet und sich damit den Vorwurf eingehandelt, bewusst Ressentiments zu schüren. In dem nun verabschiedeten Gesetzesentwurf heißt es, zwischen März 2020 und Februar 2021 seien in den USA 3800 Fälle gemeldet worden, in denen es zu anti-asiatischen Diskriminierungen oder ähnlichen Vorfällen im Zusammenhang mit der Pandemie gekommen sei.

US-Präsident Joe Biden verurteilte Hass und Rassismus aufs Schärfste und hat wiederholt ein Ende der Diskriminierung asiatischstämmiger Menschen in den USA gefordert. (ktho/dpa)

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